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- 10. Dezember 2008 1 Min.
Der italienische Sender Rai Due hat in seinem Abendprogramm nur eine gekürzte Fassung des US-Filmes "Brokeback Mountain" ausgestrahlt, in der die schwulen Liebesszenen herausgeschnitten worden sind. Homo-Aktivisten protestieren, die Rai spricht von einem "Fehler".
Abends zeigt der öffentlich-rechtliche Sender Filme normalerweise ungekürzt. Homo-Gruppen befürchten nun, dass die zunehmende Homophobie in Italien wieder zur Zensur führen könne: "Es sagt viel über das gegenwärtige kulturelle Klima aus, dass es jemand als nötig ansah, einen Film über homosexuelle Liebe in einen Film über Freundschaft zwischen Männern umzuschneiden", erklärte Franco Grillini von der Gruppe "Arcigay". Eine heterosexuelle Liebesszene ist am Montagabend im Film belassen worden – ebenso wie Gewaltszenen.
Die Rai erklärte bereits, dass es sich bei der Ausstrahlung des Westerns zu einem Fehler gekommen sei: "Weil es erst abends zu sehen war, wollten wir eigentlich den ganzen Film zeigen, aber wir hatten gerade keine Kopie da", so Rai-Generaldirektor Claudio Cappon. Es sei lediglich eine Version des Filmes dagewesen, der für das Tagesprogramm bestimmt gewesen sei.
Der oppositionelle Senator Luigi Vimercati hat bereits angekündigt, es werde wegen des Vorfalls einen Untersuchungsausschuss geben. Er nannte die Erklärung der Rai "peinlich". (dk)














