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- 11. Dezember 2008 2 Min.
Bürgermeister Juri Luschkow hat Schwule und Lesben vor öffentlichen Aktionen während des Grand Prix gewarnt, der am 16. Mai 2009 in Moskau stattfinden wird.
"Sie können Spaß haben, kein Problem, aber nicht auf den Straßen und Plätzen marschieren oder demonstrieren. Wir verbieten ihnen nichts, außer öffentlichen Aktionen. Wir erlauben keine Schwulenparaden", erklärte Luschkow bei einer Pressekonferenz. Er hatte zuvor symbolisch einen Schlüssel vom Belgrader Bürgermeister entgegen genommen. Die serbische Hauptstadt hatte den Grand Prix in diesem Jahr ausgetragen.
Homo-Aktivisten zeigen sich von der Drohung unbeeindruckt: "Ein öffentlicher CSD wird während des Eurovisions-Finals stattfinden - komme, was wolle", erklärte CSD-Organisator Nicolai Aleksejew. Er plant erstmals gemeinsam mit weißrussischen Homo-Aktivisten einen gemeinsamen CSD. "Wir werden unser Recht auf Versammlungsfreiheit nicht aufgeben, weil es uns nicht von Bürgermeister Luschkow gegeben wird, sondern von der Verfassung dieses Landes."
Luschkow hatte bereits drei Mal in Folge den CSD in der russischen Hauptstadt untersagt. Klagen gegen die Verbote haben bislang keinen Erfolg gehabt.
Erst vor einem Monat hat das Moskauer Fremdenverkehrsamt erklärt, dass Schwule beim Grand Prix sicher seien (queer.de berichtete).
Die deutschen Grünen appellieren derweil an Luschkow, auf Gewalt gegen Schwule und Lesben zu verzichten: "Ich fordere die Behörden in Moskau auf, beim Grand Prix Eurovision 2009 in der russischen Hauptstadt Gewalt gegen Homosexuelle weder anzuwenden noch diese zu dulden", erklärte Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck. Es sei nach der Drohung des Bürgermeisters "kein friedlicher und freudvoller Gesangswettstreit zu erwarten, sondern Verfolgung und Drangsalierung von Homosexuellen", so Beck weiter. (dk)














