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https://queer.de/?9751
  • 12. Dezember 2008 17 1 Min.

In Österreich ist "Lebensmensch" - eine Umschreibung des rasanten Stils Jörg Haiders - zum Wort des Jahres gewählt worden; in Deutschland herrscht dagegen mit "Finanzkrise" Tristesse vor.

Der 27-jährige Stefan Petzner, der als Haiders "Nebenwitwer" gilt, hatte seinen Mentor nach dessen Tod als "meinen Lebensmenschen" bezeichnet - ein Wort, das gerne in allen Medien verwendet wurde, um den Lebenswandel des rechtspopulistischen Politstars zu beschreiben. Petzner ist inzwischen in seiner Partei in Ungnade gefallen (queer.de berichtete), das Wort "Lebensmensch" hat aber eine besondere Karriere gemacht: Es wurde in Österreich zum Wort des Jahres gewählt. Auf den Plätzen zwei und drei folgten mit Krocha (deutsch: Kracher) und Wachteleierkoalition (Große Koalition) zwei Worte, die im restlichen deutschsprachigen Raum eher unbekannt sind.

Im Vergleich zu Österreich sind die deutschen Wörter des Jahres eine einzige Beschreibung von Fehlwürfen: Die ersten drei Plätze belegen "Finanzkrise", "verzockt" und "Datenklau". Der optimistische Obama-Spruch "Yes, we can" schaffte es gerade mal auf Platz 10.

Derzeit dauert die Debatte um die vermeintliche Bi- oder Homosexualität Haiders an - und das nicht nur, weil er sich kurz vor seinem Unfalltod in einer Klagefurter Schwulenbar vergnügt hatte. Zuletzt bezeichnete Haiders Witwe die Gerüchte als "pietätlos" und "unerträglich" (queer.de berichtete). (dk)

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.12.2008, 15:57h
  • Lebensmensch - auf so ein Wort können doch nur die Piefkes kommen! Lebemann trifft es da wohl viel besser!
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#2 ErdballgegnerAnonym
#3 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 12.12.2008, 17:43h
  • Antwort auf #2 von Erdballgegner
  • 1.Piefke ist eine Gernegroß, ein Nix mit großer Klappe, einer zum Abwinken. Den Audruck haben die Wiener mal abwertend für die Preußen geprägt und ist im Kommentar Nr. 1 deplaciert.

    2. Von Haider und der Sippschaft um ihn herum ganz und gar abgesehen, ist "Lebensmensch" keine üble Wortschöpfung, und ein "Lebemann" ist allenfalls die schmuddelige abgehalfterte Variante bzw. das Plagiat eines Lebensmenschen.
    Wie gesagt vom unseligen Haider ganz und gar abgesehen, kann man "Lebensmensch" einen Menschen nennen, der das Leben an sich reißt oder ins pralle Leben hinein sich stürzt. Koste es, was es wolle; Mensch nimmt's sich. Don Giovanni war beispielsweise ein Lebensmensch.
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