Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?9780
  • 19. Dezember 2008 62 2 Min.

Der designierte US-Präsident enttäuscht seine schwulen und lesbischen Anhänger: Barack Obama lässt bei seiner Amtseinführung Mitte Januar den evangelikalen Pfarrer Rick Warren predigen, der sich wiederholt politisch gegen Homo-Rechte eingesetzt hat. Schwul-lesbische Gruppen bemängeln auch, dass Obama keinen offen Homosexuellen in sein Kabinett berufen hat.

Warren ist der Chef der Saddleback Church im kalifornischen Lake Forest, eine der größten so genannten "Mega-Kirchen" des Landes. Er war während des Wahlkampfes einer der lautstärksten Befürworter des Ehe-Verbotes für Schwule und Lesben. Kalifornien hat in einem Referendum im November die bereits legalisierte Ehe für gleichgeschlechtliche Paare wieder verboten (queer.de berichtete). Damals erklärte Warren: "Es ist nicht notwendig, die universelle, historische Definition der Ehe zu ändern, nur um zwei Prozent der Bevölkerung zu besänftigen". In Interviews verglich er die Homo-Ehe mit der Ehe zwischen einem Erwachsenen und einem Kind.

Homo-Aktivisten zeigten sich tief enttäuscht von der Wahl Obamas. In einem Brief an den designierten Präsidenten schrieb Joe Solomonese, Chef der Human Rights Campaign: "Uns hat beeindruckt, wie Sie religiöse Anführer aufgefordert haben, Rassismus und Homophobie zu bekämpfen… Aber wir können nicht verstehen, warum einer der Architekten und Anführer der schwulen- und lesbenfeindlichen Agenda eine so große Rolle in ihrer historischen Nominierung erhält." Solomonese forderte Obama auf, Warren wieder auszuladen.

Auch viele andere Menschenrechtsorganisationen zeigten sich entsetzt über die Entscheidung des neuen Präsidenten, Warren einzuladen. So zitierten Frauengruppen Aussagen Warrens, in denen er Abtreibung mit dem Holocaust vergleicht.

Youtube | Bericht über Rick Warren auf CNN

Obama hat bereits im Vorwahlkampf für Entrüstung unter Homo-Aktivisten gesorgt, als er den Gospel-Sänger Donnie McClurkin in seinen Wahlkampf einspannte (queer.de berichtete). McClurkin gehört der Ex-Gay-Bewegung an; er behauptet, früher einmal schwul gewesen zu sein, aber diese Gefühle überwunden zu haben. Nun zieht er durchs Land und versucht Homosexuelle davon zu überzeugen, ein heterosexuelles Leben zu führen. Im Vorwahlkampf hat die große Mehrheit von Schwulen und Lesben Hillary Clinton unterstützt, die jetzt Außenministerin unter Obama wird.

Schwul-lesbische Aktivisten zeigten sich auch davon enttäuscht, dass Obama keinen Schwulen oder keine Lesbe in sein Kabinett berufen hat. Zuletzt hatte es etwa Spekulationen gegeben, dass die Lesbe Mary Beth Maxwell das Arbeitsministerium übernehmen wird. Obama entschied sich aber anders. "Der designierte Präsident hat viel darüber gesprochen, Amerika zu erneuern. Aber scheint er doch nicht so viel erneuern zu wollen, dass er schwule oder lesbische Menschen in sein Kabinett beruft", erklärte Chuck Wolfe vom Gay & Lesbian Victory Fund. Die Organisation unterstützt offen homosexuelle Kandidaten im Wahlkampf. (dk)

-w-

#1 yavannahAnonym
  • 19.12.2008, 11:23h
  • penner, er hat alle wähler verarscht - fängt ja schon gut an. wo ist der homo-heiland, den bestimmte user hier immer angekündigt haben?!?
  • Direktlink »
#2 yavannahAnonym
#3 AxelBerlinAnonym
  • 19.12.2008, 11:35h
  • Antwort auf #1 von yavannah
  • die werden alle noch kriegen, was sie verdienen,
    die scharfe zunge des evangelikalen predigers und die rute allahs.
    mal sehen, wenn die ersten klatscher zu pissen beginnen.
  • Direktlink »