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- 26. Dezember 2008 2 Min.
Am 1. Weihnachtstag starb die Schwulenikone, die so sexy schnurren konnte. Eartha Kitt erlag mit 81 Jahren einem Krebsleiden.
Von Carsten Weidemann
So richtig aufmerksam auf das Schnurren von Eartha Kitt wurde die Community erst Anfang der achtziger Jahre. Mit ihrem rollendem "R", und ihrem sexy gehauchten "Where Is My Man" eroberte sie die Herzen der Männer in den Schwulenclubs. Und mit "I Love Men" lagen wir ihr erst recht zu Füßen. Sie hatte uns mit ihrem Comeback den Disco-Sound zum Coming Out verschafft. Die britische Homo-Popband Bronski Beat produzierte mit ihr den Hit "Cha Cha Heels", und das Kölner Schwulenzentrum SCHULZ lud sie sogar zum Konzert in die Domstadt. Das war zwar ein finanzielles Desaster, zeigte aber die Begeisterung, die der Diva, die zu diesem Zeitpunkt schon über 30 Jahre im Showbiz war, entgegengebracht wurde.
Bereits als Kind träumte die 1927 in South Carolina geborene Eartha Mae Keith von einer Karriere als Künstlerin. Sie fiel durch ihr Talent als Tänzerin und Sängerin auf. Doch erst Anfang der Fünfziger Jahre gelang ihr der Durchbruch durch Auftritte in Spielfilmen und Broadway-Musicals. Vor allem zwei ihrer Songs haben Weltruhm erreicht: "C'est si bon" und "Uska Dara". Und ihre unvergessliche Interpretation des Weihnachtshits "Santa Baby" hören wir jedes Jahr im Radio.
Eartha gab sich stets sexy, als Frau, die Männer um den Finger wickeln kann. Deshalb bot man ihr auch die Rolle der Catwoman in der TV-Serie Batman an. Seitdem ist sie das verführerisch schnurrende Kätzchen. Andere Künstlerinnen nahmen sie als Vorbild wie Diana Ross und sogar Madonna, die einmal anerkennend meinte, Eartha sei das "Original Material Girl".
Eartha hatte Darmkrebs und dennoch zeigte sie bis zuletzt als Powerfrau, der die (schwulen) Männer die Füße küssten, wie das folgende YouTube-Video eines Auftritts für ein Benefizkonzert zeigt. Am 25. Dezember 2008 starb sie in New York.
Links zum Thema:
» www.earthakitt.com













