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  • 06. Januar 2009, noch kein Kommentar

Die lesbische Sängerin Melissa Etheridge erklärte, Barack Obama lasse den evangelikalen Prediger Rick Warren bei seiner Amtseinführung reden, um das Land zu einen. Homo-Gruppen hatten zuvor die Wahl Warrens kritisiert, weil dieser unter anderem die Homo-Ehe mit der Pädophilen-Ehe gleichgesetzt hatte.

"Ich denke, ich verstehe Obamas Wahl in diesem Fall", erklärte Etheridge im öffentlich-rechtlichen Radiosender NPR. "Ich glaube, dass Barack Obama der Präsident der gesamten USA sein will. Pastor Rick Warren hat ihm die Hand gereicht, ihn während der Kampagne in seine Kirche eingeladen, was viele seiner Anhänger verstört hat. Jetzt reicht ihm Obama die Hand."

Die 47-jährige Rocksängerin erklärte, die neue Regierung solle ihre Gegner nicht so ausgrenzen wie die Bush-Administration. "Nur weil er Homosexualität mit Inzest und Polygamie vergleicht, heißt das nicht, dass ich nicht mit ihm reden darf und nie in seiner Gesellschaft sein will."

Homo-Gruppen hatten zuvor die Wahl Warrens als Prediger bei Obamas Amtseinführung scharf kritisiert (queer.de berichtete). Es sei unverständlich, warum "einer der Architekten und Anführer der schwulen- und lesbenfeindlichen Agenda" eine so prominente Rolle von Barack Obama zugesprochen bekomme, erklärte die Human Rights Campaign.

Etheridge hatte ihr öffentliches Coming-out 1993 bei einer Feier zur Amtseinführung von Präsident Bill Clinton. Sie hat sich in der Vergangenheit oft für Homo-Rechte eingesetzt. So hat sie erst im November 2008 als Reaktion auf die Abschaffung der Homo-Ehe in Kalifornien erklärt, sie werde künftig keine Einkommenssteuern mehr an den Bundesstaat abführen, da Kalifornien sie fortan als Bürgerin zweiter Klasse behandle. (dk)