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Zum 8. Mal besteigen am 10. Januar weltweit in diversen Städten Männer und Frauen öffentliche Verkehrsmittel, um dort ihre Hosen fallen zu lassen. Die Spaß-Guerilla-Aktion läuft auch in Hamburg.

Von Carsten Weidemann

Mit Bus und Bahn zu fahren ist in den meisten Fällen eine stinklangweilige bis nervige Angelegenheit. Die Bahn kommt zu spät, ist überfüllt, die Leute müffeln, drängeln oder sind schlecht gelaunt, manchmal auch nur laut und betrunken. So richtig fröhlich stimmt der ÖPNV nicht. Was aber in diversen Städten am Samstag startet, könnte für ordentliche Stimmung sorgen. Denn der 10. Januar ist der "No Pants"-Tag.

In New York, San Francisco, Chicago und 21 weiteren Städten werden Männer und Frauen in Gruppen zu sehen sein, die sich in der U-Bahn plötzlich die Hosen abstreifen, die Fahrt in Unterwäsche fortsetzen, und sich dabei völlig ungerührt geben, so als ob es etwas Selbstverständliches wäre. Hat die Gruppe ihr Ziel erreicht, wird sie die Hosen wieder anziehen und das Gefährt verlassen. Mitnehmen werden sie eine Menge an irritierten Blicken, Gekicher und Gelächter, verstörte Nachfragen, evtl. sogar Beschimpfungen. Verhalten jenseits sozialer Normen sorgt immer für Zündstoff.

Um den Spaß beim Rütteln an solchen Normen, darum geht es den Organisatoren, die im Jahr 2000 in New York erstmals den "No Pants"-Tag durchführten. Es sind Privatleute, die sich über die Internetplattform "Improv Everywhere" (Improvisiere überall) zu mehr oder weniger geplanten Funktionen verabreden. So kommen Menschen zusammen, um beispielsweise in einem Park gemeinsam zur selben Zeit denselben Song als MP3-File auf ihr Handy herunterladen und abspielen. Oder es versammeln sich Hunderte auf Brücken, um dort synchron mit ihren Kameras ein Blitzlichtgewitter zu erzeugen. Oder Gruppen in Fußgängerzonen erstarren mitten in der Bewegung, um minutenlang wie eingefroren zu verharren.

Die Unterhosenaktion ist sicherlich das erotischste von allen Spaß-Guerilla-Events. Wer mitmacht kann Bein zeigen und eventuell auch guten Geschmack bei der Wahl der Unterwäsche beweisen. Für die dick vermummten Zuschauer gibt es bei niedrigen Temperaturen einiges zu sehen. Mitmachen kann jeder. In Hamburg trifft man sich um 15 Uhr am Hauptbahnhof.

Youtube | 900 Leute nahmen 2008 in New York teil


42 Kommentare

#1 CarstenFfm
#2 xyAnonym
  • 09.01.2009, 17:39h
  • Als Berliner kann ich dazu nur sagen: Ick wundere mir über jar nüscht mehr! Solche Spaßguerilleros mögen ja in Hamburg auffallen, sicher auch in München und erst recht in den USA ("Da ist es inzwischen wieder ungefähr so schlimm wie in den Fünfzigern", hat Gayle Tufts neulich berichtet), der geübte Berliner denkt dagegen, das wäre mal wieder irgend so eine neue Mode, mutmaßlich "vom Prenzelbersch", welche die stets eifrig um und mit Belanglosigkeiten bemühten Medien als solche verkaufen wollen, oder man hätte es mit einigen jener zahllosen Spinner zu tun, welche in Gestalt Berlins einen Freiraum gefunden haben.

    Da gilt: So tun, als wäre nichts, wegschauen und vor allem um Himmels willen nichts dazu sagen (die wichtigste Regel, wenn man in Berlin gesund bleiben möchte).
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#3 Tim_ChrisProfil
#4 SaschaEhemaliges Profil
  • 09.01.2009, 17:56h
  • Antwort auf #1 von CarstenFfm
  • Na, bei der Ansicht eines knackigen Boy-Hinterns und von sexy Männerbeinen wird's einem doch gleich wieder warm. Leider ist es aber so, dass in den meisten Fällen wieder einmal nur die Weiber ihre Hintern rausstrecken dürften (siehe die Aufnahmen zum Artikel), während man Jungs und Männer vermutlich nur selten in einem knappen Slip oder in Jocks zu sehen bekommt.

    Tja, eben so blockiert man die (Selbst- und Fremd-) Wahrnehmung männlicher Köperlichkeit in dieser Gesellschaft!
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#5 yavannahAnonym
  • 09.01.2009, 17:59h
  • spießige aktion - von spießern für spießer. genauso spießig wie nikolausmützen oder t-shirts mit lustigen sprüchen á la "was oben rein kommt, muss unten wieder raus"...

    o_O
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#6 gatopardo
  • 09.01.2009, 18:32h
  • Was für eine blöde Idee, "Spass" zu haben. Bezeichnend, dass so etwas kaum in südlichen Ländern stattfindet, wo man es nicht nötig hat, auf diese Weise so hinreissend flott und spontan zu sein wie in industrialisierten und nüchternen Kulturen, wo man Langeweile durch lächerliche Aktionen ersetzen will. Besser wäre es, wenn das Verhalten jenseits sozialer Normen zuerst im Kopf stattfinden würde.
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#7 HannibalEhemaliges Profil
  • 09.01.2009, 18:33h
  • Wenn die alle so ungeile U-Hosen tragen, wie der auf dem Pic ...lasst es lieber sein!
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#8 seb1983
  • 09.01.2009, 18:53h
  • Antwort auf #5 von yavannah
  • Jop, so sehe ich das auch, sorry aber ist so.
    Ungefähr so gewagt wie das Thema Analsex am Tupperabend. uhhh ahhh neeee ach Gottchen.
    Huihuihui, jetzt sind wir aber alle mal ganz doll unanständig, kicher kicher...

    Hab nach dem Training eben noch 2 Runden Sauna eingelegt, Ärsche, Schwänze, Haare, was gabs da nicht alles zu sehen Schwestern, und das auch noch 365 Tage im Jahr.
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#9 Tim_ChrisProfil
  • 09.01.2009, 19:50hBremen
  • Antwort auf #7 von Hannibal
  • Das stimmt allerdings. Diese Schwabbelboxers sind das unerotischste überhaupt, was die Menschheit je an Wäsche erfunden hat... okay, von einigen weiteren Ausnahmen abgesehen, wie den knielangen Pumpunterhosen der Ladys früher oder den modernen XXL Boxerbadeshorts für den "S"-Mann.

    @Sascha: Das uns vermutlich der Blick auf knackige Männerärsche und sexy Männerbeine verwehrt bleiben wird, liegt aber dann eher an den Boys, die ihre Hosen in Bus und Bahn fallen lassen. Unerotische Boxershorts sind ja bei den Boys gerade mega modern. Da ist es dann peinlich, in aller Öffentlichkeit vor anderen Boys und auch Girls im engen Slip - der abwertend auch gerne "Eierquetscher" genannt wird - aufzutauchen. Und Jocks.... Rrrrrrrrrrr. Der Anblick wird uns wohl erst wieder am nächsten CSD in der Öffentlichkeit begegnen. Leider :-/
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#10 stromboliProfil
  • 09.01.2009, 20:02hberlin
  • Antwort auf #2 von xy
  • lach... und sicher würde dir eine ältere dame anbieten, eine hose ihres verstobenen zu schenken!
    oder es kommt der spruch: machen wa watt für de freiluftjymnastik ; passense bei dett jefrorne uff ihrn pipmatz uff, det der nisch erfriert...
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