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  • 12. Januar 2009, noch kein Kommentar

Zum ersten Mal seit Gründung des Kölner Festkomitees vor 186 Jahren ist ein schwul-lesbischer Karnevalsverein bei der traditionellen Prinzenproklamation dabei – samt männlichen "Mariechen".

Am Wochenende sind die Jecken der StattGarde Colonia Ahoj erstmals bei der hochoffiziellen Prinzenproklamation festlich in die Halle marschiert. Vor 2.000 Besuchern marschierten 74 Mitglieder in engen Hosen und oberarmfreien Westen ein und trugen dabei erstmals männliche "Mariechen". "Die Rosa Revolution hat begonnen!", kommentierte jubelnd das Kölner Boulevardblatt "Express" die neue Karnevals-Zeit.

Die Öffnung gegenüber Schwulen und Lesben wurde erst mit dem Amtsantritt von Karnevalschef Markus Ritterbach im Jahr 2004 möglich. Immerhin habe es der vorherige Präsident Hans-Horst Engels noch abgelehnt, einen Orden der schwulen Sitzung im Gloria anzunehmen, erinnert sich der ehemalige Prinz Frank Buchholz.

Die Prinzenproklamation ist einer der größten Events im Vorfeld des Rosenmontags. Hier wird das Prinzen-Dreigestirn inthronisiert und darf bei stetig steigendem Kölsch-Pegel erstmals offiziell die Kostüme zeigen. "Karneval ist ein Geschenk des Himmels und jeder Kölsche ist himmlisch jeck", kommentierte Prinz Hans-Georg I. die Veranstaltung.

Erst im März letzten Jahres war die Stattgarde ordentliches Mitglied des Festkomitees Kölner Karneval von 1823 e.V. geworden (queer.de berichtete). (dk)