Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?9854

Der katholische Weihbischof Andreas Laun warnt in einem Essay vor der "Homosexualisierung der Gesellschaft" und spricht sich dafür aus, dass Schwule und Lesben die Chance haben sollten, geheilt zu werden.

Homosexuelle würden wie Moslems denken, wenn sie behaupten, dass ihre sexuelle Orientierung nicht verändert werden könne. Denn im Islam sei es auch verboten zu konvertieren, so der 65-jährige Salzburger Bischof. "Homosexuelle Ideologen" wollen dem katholischen Würdenträger zufolge "anderen Menschen mit homosexuellen Neigungen die 'Abkehr' und 'Konversion' zur Heterosexualität verbieten, vielleicht sogar unter Strafandrohung, zumindest für die 'Fluchthelfer', Therapeuten, die behilflich zu sein versuchen!".

Anlass für die Empörung war eine Entscheidung der niederländischen Regierung, die evangelische Stiftung "Onze Weg" ("Unser Weg") nicht mehr mit Fördermitteln zu unterstützen, weil diese versucht, Homosexuelle zur Heterosexualität zu bekehren. "Die Grenze wird überschritten, wenn versucht wird, Menschen von ihrer Homosexualität zu heilen", erklärte dazu Bildungs- und Kulturminister Ronald Plasterk. Bischof Laun sieht in dieser und anderen Entscheidungen eine "Entwicklung zur Homosexualisierung der Gesellschaft".

Laun bezeichnete in dem auf der Seite kath.net veröffentlichtem Text schwul-lesbische Aktivisten als "unlogische Menschen" und fordert, dass Homosexuelle ein "Recht auf Gleichbehandlung" mit Transsexuellen haben müssten: "Wenn Männer oder Frauen eine Geschlechtsumwandlung fordern und sich darum sogar einem chirurgischen Eingriff, so nutzlos er im Grunde ist, unterziehen, schweigen [die homosexuellen Ideologen] und halten die Erfüllung solcher Verlangen für richtig", argumentiert Laun. "Wenn Menschen mit homosexuellen Neigungen eine Veränderung ihrer 'sexuellen Orientierung' anstreben, sind sie empört und wollen sie verbieten lassen."

Der österreichische Weihbischof ist bereits wiederholt durch seine homofeindlichen Äußerungen aufgefallen. So bezeichnete er im Mai 2008 die aktive Teilnahme von Schwulen und Lesben am Deutschen Katholikentag als "skandalös" (queer.de berichtete). Ein Jahr zuvor hatte er argumentiert, dass Homosexuelle "keinen Nutzen für Allgemeinheit" hätten (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

107 Kommentare

#1 alfAnonym
  • 12.01.2009, 17:00h
  • Wie konnte ich diesem menschenverachtenden, verlogenen Verein so lange angehören. Die Kirchen wissen warum sie für Kindstaufe und Religion als Pflichtfach sind!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 perviraveProfil
  • 12.01.2009, 17:08hSchöneberg
  • wir sollten wirklich versuchen, diese verblendeten menschen von ihrer krankheit namens "religion" zu heilen. jedenfalls sollte sie baldmöglichst als geisteskrankheit anerkannt werden!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AxelBerlinAnonym
  • 12.01.2009, 17:28h
  • oha. heute gibt´s den herrn jesus im schokoladenpudding; serviert vom österreichischen inquisitor.
    da erstaunt mich aber die denk-flexibilität der kath. kirche. das kommt sicher daher, weil die mit dem hirn furzen und mit dem arsch denken.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Liedel
  • 12.01.2009, 17:39h
  • Ein glattes Egentor des Herrn Bischof...wohlgemerkt, die Stiftung ist eine EVANGELISCHE Stiftung (bzw. vermutlich evangelikal). Hat aber nicht der Papst auf dem Weltjugendtag vor den "Verlockungen der Freikirchen" gewarnt?

    Siehe:

    www.n24.de/news/newsitem_1153416.html

    Schon schlimm, wenn päpstliche Worte noch nicht mal bei den eigenen Leuten ankommen
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Tim_ChrisProfil
  • 12.01.2009, 17:46hBremen
  • Gab es nicht mal irgendwann eine Studie über die Gefährlichkeit des Weihrauchschnüffelns? Laun hat zumindest hiermit mal wieder den Beweis angetreten, das zu intensives Schnüffeln am Weihrauchgebimsel über zu lange Zeit zu extremer Verkloakung im Kopf führt. Folge: die stinkende Gülle blubbert dann auf recht peinliche Weise immer wieder mal hervor.
    Ich bin dafür, dass so verblödete... Entschuldigung, verblendete Menschen wie Laun dringendst als Gefahr für die Allgemeinheit und wegen Verdummungsversuchen der kirchlichen Schäfchen einer speziellen Therapie zugeführt werden sollten. Vorzugsweise mit Habmichlieb-Jacke in einer geschlossenen Psychiatrischen Klinik unter strengster Bewachung und natürlich Einzelhaltung in speziell schallisolierten Räumen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 12.01.2009, 17:57h
  • Antwort auf #2 von pervirave
  • >pervirave>, Dein Wort in Gottes Ohr. Jedenfalls dann, wenn Religiosiät allgemeingefährlich wird, wie das im Falle des Andreas Laun mehr als offenkundig ist. In diesem Falle kann sich eine Gesellschaft letztlich nur schützen, lieferte man den Irren in eine geschlossene psychiatrische Abteilung ein.
    Nein, Spaß beiseite. Eher wäre wohl zu überlegen, ob ein Aufsatz wie ihn Laun verfasst hat, nicht den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt. Und ich meine, er erfüllt ihn. Laun gehört zunächst nicht in die Psychiatrie, sondern vor ein Gericht, und wenn das dann zu dem Schluss kommt, Laun sei nur beschränkt für sein Tun und Lassen verantwortlich, dann bleibt die Psychiatrie ja immer noch als eine Möglichkeit, die Gesellschaft vor dem Mann zu schützen. Aber momentan ist dieser Weihbischof ein Volksverhetzer. Und dies in bester Gesellschaft mit seinem obersten Dienstherren, dem Herrn Benedict dem soundsovielten.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Katrin
  • 12.01.2009, 18:10h
  • Da haben uns die Niederländer was vorraus und entziehen den Heilern die staatliche Knete. Ich werde ab jetzt nicht mehr zetern wenn Bekehrer bzw.Umkehrer mich umkehren bzw heilen wollen, sondern werde allen eine reelle Chance geben mich umzukehren. Hat einer die E-Mail Adresse von Andreas Laun damit ich ihm seine Freizeit ausfüllen kann. Werd in zu mir einladen. Mal sehen ob er kommt.
    Queer: Bitte gebt in Zukunft Kontaktdetails der Heiler an.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 CarstenFfm
  • 12.01.2009, 18:15h
  • Ich könnt gerade kotzen.... aber nur weiter so, so macht sich dieser Verein derart lächerlich, dass es hoffentlich jeder Hinterwäldler mekt.

    Ehr ticken doch diese Katholibans wie fundamentalistische Moslems.... oft geht bei der UNO ja auch der Vatikan seltsame Allianzen mit islamischen Staaten ein, wenn es gilt Homo-Rechte zu verhindern.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 HannibalEhemaliges Profil
  • 12.01.2009, 18:28h
  • Antwort auf #8 von CarstenFfm
  • "So bezeichnete er im Mai 2008 die aktive Teilnahme von Schwulen und Lesben am Deutschen Katholikentag als "skandalös""
    Da muss ich dem Herrn ausnahmsweise Recht geben.
    Denn schwule und Lesben haben auf dem Katholentag genauso viel zu suchen, wie Türken auf einem Skinhead-Treffen.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 AnsakAnonym
  • 12.01.2009, 18:44h
  • "...Schwule sollten geheilt werden.." meint Laun. Das ist richtig nett von ihm. Aber wer heilt Laun ??
  • Antworten » | Direktlink »