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  • 13. Januar 2009 13 2 Min.

Der offen schwule anglikanische Bischof Gene Robinson wird beim Auftakt der Feierlichkeiten für Barack Obamas Amtseinführung als 44. US-Präsident am Sonntag das Gebet am Lincoln-Denkmal sprechen.

An der öffentlichen Veranstaltung werden auch Obama und der designierte Vizepräsident Joe Biden teilnehmen. Nach Angaben aus dem Umfeld Obamas soll die Einladung Robinsons keine Reaktion auf die Kritik an der Einladung von Pfarrer Rick Warren zur offiziellen Amtseinführung am 20. Januar gewesen sein. Homo-Gruppen hatten kritisiert, dass der bekennende Homo-Gegner Warren die zentrale Predigt bei den Feierlichkeiten halten wird (queer.de berichtete). "Robinsons Gebet war schon vor den Beschwerden über Warren geplant", zitiert die gewöhnlich gut informierte Zeitung "Politico" einen Obama-Vertrauten.

Robinson, seit 2003 Bischof von New Hampshire, hat die Entscheidung Obamas für Warren scharf kritisiert. Er erklärte vor rund einem Monat gegenüber dem "Concord Monitor", er glaube nicht, dass Obama ihn zur Amtseinführung einladen werde.

Youtube | Das Robinson-Gebet ist auch ein Thema bei CNN

Noch wisse er nicht, was er bei seinem Gebet sagen werde, sagte er nun gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Er sei sich aber sicher, dass er sich nicht ausdrücklich auf die Bibel berufen werde: "Für mich ist das ein heiliger Text, aber für viele Amerikaner ist das nicht so", erklärte Robinson. "Ich werde vorsichtig sein, nicht zu christlich in meinem Gebet zu sein. Das soll ein Gebet für die ganze Nation werden." Da schwierige Zeiten anstünden, würde es auch kein "fröhliches Gebet zum Mitklatschen" werden.

Gene Robinson ist der umstrittenste Bischof der Vereinigten Staaten, seit er vor sechs Jahren als erster offen Schwuler in das Amt gewählt wurde. Das führte zur Abspaltung einzelner Landeskirchen, die Homosexualität als Sünde interpretieren. Er hat sich auch stets für Homo-Rechte eingesetzt. Mit seinem langjährigen Partner ging er Mitte 2008 eine Eingetragene Lebenspartnerschaft ein (queer.de berichtete).

Im August 2007 hatte er bereits bei den demokratischen Vorwahlen Barack Obama unterstützt (queer.de berichtete). (dk)

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-w-

#1 jochen
  • 13.01.2009, 15:51hmünchen
  • ein gutes zeichen einen offen schwulen bischof einzubeziehen und eine nicht ungeschickte politische entscheidung.

    das verquere und absurde gerede von merkwürden bischof laun (untenstehender artikel) kann man doch bestenfalls nur ignorieren.
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#2 stromboli
  • 13.01.2009, 15:57hberlin
  • na, da hat doch sascha mit seiner theorie von obamas "brückenbau" der einbindung vollauf im trend gelegen!
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#3 gatopardo
  • 13.01.2009, 16:33h
  • Antwort auf #2 von stromboli
  • Dass Brückenbauer Obama ein Meister überraschender, aber intelligenter Schachzüge sei, hat uns @sascha bereits vor Monaten orakelt, wofür ihm nun Anerkennung gebührt. Weiss zwar nicht, was Gebetsmühlen in der Politik zu tun haben, aber ein schwuler anglikanischer Bischof ist immer noch besser als Ratzinger,Meisner oder Rouco Varela.
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