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Der offen schwule anglikanische Bischof Gene Robinson wird beim Auftakt der Feierlichkeiten für Barack Obamas Amtseinführung als 44. US-Präsident am Sonntag das Gebet am Lincoln-Denkmal sprechen.

An der öffentlichen Veranstaltung werden auch Obama und der designierte Vizepräsident Joe Biden teilnehmen. Nach Angaben aus dem Umfeld Obamas soll die Einladung Robinsons keine Reaktion auf die Kritik an der Einladung von Pfarrer Rick Warren zur offiziellen Amtseinführung am 20. Januar gewesen sein. Homo-Gruppen hatten kritisiert, dass der bekennende Homo-Gegner Warren die zentrale Predigt bei den Feierlichkeiten halten wird (queer.de berichtete). "Robinsons Gebet war schon vor den Beschwerden über Warren geplant", zitiert die gewöhnlich gut informierte Zeitung "Politico" einen Obama-Vertrauten.

Robinson, seit 2003 Bischof von New Hampshire, hat die Entscheidung Obamas für Warren scharf kritisiert. Er erklärte vor rund einem Monat gegenüber dem "Concord Monitor", er glaube nicht, dass Obama ihn zur Amtseinführung einladen werde.

Youtube | Das Robinson-Gebet ist auch ein Thema bei CNN
- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®

Noch wisse er nicht, was er bei seinem Gebet sagen werde, sagte er nun gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Er sei sich aber sicher, dass er sich nicht ausdrücklich auf die Bibel berufen werde: "Für mich ist das ein heiliger Text, aber für viele Amerikaner ist das nicht so", erklärte Robinson. "Ich werde vorsichtig sein, nicht zu christlich in meinem Gebet zu sein. Das soll ein Gebet für die ganze Nation werden." Da schwierige Zeiten anstünden, würde es auch kein "fröhliches Gebet zum Mitklatschen" werden.

Gene Robinson ist der umstrittenste Bischof der Vereinigten Staaten, seit er vor sechs Jahren als erster offen Schwuler in das Amt gewählt wurde. Das führte zur Abspaltung einzelner Landeskirchen, die Homosexualität als Sünde interpretieren. Er hat sich auch stets für Homo-Rechte eingesetzt. Mit seinem langjährigen Partner ging er Mitte 2008 eine Eingetragene Lebenspartnerschaft ein (queer.de berichtete).

Im August 2007 hatte er bereits bei den demokratischen Vorwahlen Barack Obama unterstützt (queer.de berichtete). (dk)



Schwuler Bischof verpartnert sich

Gene Robinson, erster offen schwuler Bischof in der rund 80 Millionen Mitglieder umfassenden anglikanischen Kirche, ist mit seinem Lebenspartner eine Eingetragene Partnerschaft eingegangen.

13 Kommentare

#1 jochenProfil
  • 13.01.2009, 15:51hmünchen
  • ein gutes zeichen einen offen schwulen bischof einzubeziehen und eine nicht ungeschickte politische entscheidung.

    das verquere und absurde gerede von merkwürden bischof laun (untenstehender artikel) kann man doch bestenfalls nur ignorieren.
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#2 stromboliProfil
  • 13.01.2009, 15:57hberlin
  • na, da hat doch sascha mit seiner theorie von obamas "brückenbau" der einbindung vollauf im trend gelegen!
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#3 gatopardo
  • 13.01.2009, 16:33h
  • Antwort auf #2 von stromboli
  • Dass Brückenbauer Obama ein Meister überraschender, aber intelligenter Schachzüge sei, hat uns @sascha bereits vor Monaten orakelt, wofür ihm nun Anerkennung gebührt. Weiss zwar nicht, was Gebetsmühlen in der Politik zu tun haben, aber ein schwuler anglikanischer Bischof ist immer noch besser als Ratzinger,Meisner oder Rouco Varela.
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#4 AxelBerlinAnonym
#5 SaschaEhemaliges Profil
  • 13.01.2009, 17:17h
  • Antwort auf #4 von AxelBerlin
  • Nein, das muss er ganz sicher nicht. Aber dass aus seinem Umfeld unlängst bestätigt wurde, er werde - wie schon im Wahlkampf angekündigt - beispielsweise in seiner Iran-Politik auf einen direkten Dialog setzen und deutlich unterscheiden zwischen sichtbarem Respekt vor dem iranischen Volk (einschließlich z.B. wirtschaftlicher Unterstützung) und unmissverständlichen Forderungen an deren politische (und damit auch religiöse) Führer, entspricht genau dem Ansatz, den ich an anderer Stelle ebenfalls deutlich zu machen versucht habe. Als ihm die Gegenseite im Wahlkampf deswegen "Naivität" unterstellte, genügte der Verweis darauf, dass die alte Politik offensichtlich nicht funktioniert und keine Probleme gelöst, sondern sogar noch viele zusätzliche Probleme geschaffen hat.
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#6 YavannahAnonym
  • 13.01.2009, 17:40h
  • reine symbolik, an den problemen ändert sich durch irgendeinen auftritt irgendeines dahergelaufenen schwulen gar nichts. aber war ja klar, dass man euch damit beeindrucken und täuschen kann. wie der von sascha und seiner gefolgschaft beschworene "dialog" aussehen soll, würde mich wirklich mal interessieren.
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#7 kirchenmaus/mlAnonym
  • 13.01.2009, 18:01h
  • Antwort auf #4 von AxelBerlin
  • "...und das ganze unter einer lebensgrossen statue von josef stalin..." ????????

    kann nicht sein:

    "...24. 12. 1922
    Genosse Stalin hält, nachdem er Generalsekretär wurde, eine unermeßliche Macht in seinen Händen, und ich bin nicht überzeugt, daß er es immer verstehen wird, diese Macht vorsichtig genug anzuwenden.

    ..04.01.1923

    Stalin ist zu grob, und dieser Makel, der zwischen uns Kommunisten durchaus zu ertragen ist, kann auf dem Posten des Generalsekretärs nicht geduldet werden. Darum schlage ich den Genossen vor, zu überlegen, wie man Stalin ablösen kann, und jemanden auf diesen Posten zu setzen, der sich vom Genossen Stalin nur durch einen einzigen weiteren Vorzug unterscheidet, dadurch, daß er toleranter ist, loyaler, höflicher, aufmerksamer gegenüber den Genossen und weniger launenhaft usw. Es könnte so erscheinen, als sei dieser Charakterzug eine unbedeutende Kleinigkeit. Ich glaube aber, unter der Beachtung der Vermeidung einer Spaltung und unter der Beachtung der von mir oben geschilderten Beziehungen zwischen Stalin und Trotzki ist dies keine Kleinigkeit, oder eine Kleinigkeit von der Art, die eine entscheidende Bedeutung erlangen kann...."

    www.stink-tier.de/lenin_testament_parteitag_brief.htm
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#8 AxelBerlinAnonym
  • 13.01.2009, 18:23h
  • Antwort auf #7 von kirchenmaus/ml
  • ach meine kleine kirchenmaus. über alle maßen hab ich dich vermisst und wie sehr hat es mir gefehlt, mit dir zusammen von deitsche sozialrepublik zu träumen. endlich mein kleiner generalsekretär, lass dich dricken bridderschen genosse.
    habbe immer angst wegen gulag, wenn genosse lange nicht sähen und hören.
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#9 gerdAnonym
  • 13.01.2009, 18:24h
  • Na das ist eine gute Meldung und zeigt klar, wohin die Reise unter Barack Obama und den Demokraten geht. Barack Obama gehört zu den Unterstützern der Einführung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften und sicherlich werden weitere Bundesstaaten, wie beispielsweise der jetzt demokratisch regierte Bundesstaat New York handeln und dann dürfte demnächst auch in New York City das Standesamt homosexuellen Paaren offfen stehen.

    Schön das die Bush-Regierung bald aus dem Amt ist.
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#10 AntichristProfil