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Der erste Gedichtband mit Storyline: Markus Grimms biografisches Buch "Cosmic Dancer".

Von Carsten Weidemann

Dass Markus Grimm ein Casting gewonnen hat und bei "Popstars" im Pelz die Bühnen eroberte, sollte man nicht als "Schatten der Vergangenheit" werten. Denn "Popstars" war vor vier Jahren und eine Vergangenheit besteht aus mehr als vier Jahren. Mit dem Buch "Cosmic Dancer" legt er nun sein gesamtes Leben vor.

Nein, keine Panik, es ist keine Biografie, in der er über sein schwules Leben als Popstar berichtet, obwohl er sich bereits im Casting geoutet hat. Es ist keine Gang-Bang Beichte, es gibt keine Skandale über Outing oder geheime schwule Freunde - es ist ein Gedichtbuch.

"Oh mein Gott ist das langweilig!" Nein, nicht wirklich - denn dieses Buch hat es in sich. Neben allen Texten, die der Gebrüder-Grimm-Nachfahre seit seinem sechzehnten Lebensjahr verfasst hat, beinhaltet "Cosmic Dancer", fein säuberlich nach Jahreszahlen sortiert, alle Songtexte, die er für andere Künstler geschrieben hat, sowie unveröffentlichte Fotos.

Das Gefälligste dürften die Kommentare neben den Texten sein. Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund und geht irrwitzig mit seinen eigenen Werken ins Gericht. Ein Gratis-Hörbuch mit vertonten Grimm-Texten von Doreen Steinert, Martin Kesici oder den brillanten The Snoopy Lads, runden das Buch zusätzlich ab.

Was ist es nun? Eben doch ein ganz schön biografisches Buch – und zugleich das erste Gedichtbuch mit Storyline. Bleibt die Frage, ob ein Hetero auch so gefühlvoll gefühllos sein könnte?

Markus Grimm: Cosmic Dancer, Marco Neumann Verlag, 2009, 152 Seiten, 14,95 €