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Das Europäische Parlament hat einen Antrag des italienischen Abgeordneten Giusto Catania (Reformkommunisten) mit klarer Mehrheit angenommen, in dem unter anderem alle Mitgliedstaaten aufgefordert werden, gegenseitig Homo-Ehen anzuerkennen.

401 Abgeordnete stimmten am Mittwoch für den im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres abgesegneten Bericht, 220 dagegen. 67 Parlamentarier enthielten sich der Stimme. Darin werden die EU-Mitgliedstaaten angehalten, stärke gegen verschiedene Formen der Diskriminierung vorzugehen und besser zusammenzuarbeiten. Neben Themen wie "Chancengleichheit" oder "Integration" wird auch die Diskriminierung augrund der sexuellen Ausrichtung beklagt.

Hier werden unter anderem verantwortliche Gremien dazu aufgerufen, "diskriminierende Bemerkungen in Bezug auf Homosexuelle, die Politiker oder religiöse Würdenträger äußern" zu verurteilen. Außerdem fordern die Europarlamentarier "diejenigen Mitgliedstaaten, die Rechtsvorschriften hinsichtlich gleichgeschlechtlicher Partnerschaften erlassen haben, auf, die von anderen Mitgliedstaaten angenommenen Bestimmungen, die ähnliche Auswirkungen haben, anzuerkennen". Es müssten Leitlinien für die gegenseitige Anerkennung geschaffen werden, damit die Freizügigkeit gleichgeschlechtlicher Paare innerhalb der EU gewährleistet wird. Die EU-Kommission solle Vorschläge unterbreiten, um das zu gewährleisten.

Politiker homofeindlicher Parteien haben den Bericht scharf kritisiert. So erklärte der österreichische Abgeordnete Andreas Mölzer (FPÖ), dass so versucht werde, "Familie und Völker" abzuschaffen. "Die Familie als Keimzelle der Gesellschaft soll marxistischen Vorgaben folgend abgeschafft werden", erklärte der 56-Jährige. "Und der Versuch, undemokratisch durch die Hintertür den Mitgliedsstaaten homosexuelle Partnerschaften aufzudrängen, ist wohl ein Vorgeschmack dessen, was bei Umsetzung des Lissabonner Vertrages blüht." Jeder, der es wage, Kritik an Homosexualität oder "Umtrieben im Asylwesen und Zusammenleben mit Ausländern" aufzuzeigen, solle nun "strafrechtlich kalt gestellt werden", so der gelernte Volkskundler. (dk)



35 Kommentare

#1 alexander
  • 15.01.2009, 18:24h
  • na endlich bemüht sich die eu um eine einheitliche richtlinie für die gleichstellung homosexueller partnerschaften. bei diesem abstimmungsergebnis besteht berechtigt hoffnung auf einen erfolg.

    besonders positiv ist der bezug auf religiöse würdenträger und politiker, die endlich zur verantwortung gezogen werden.

    herr mölzer und seine keimzellen würden damit wirklich "kaltgestellt", höchste zeit !!!
    dieser dödel spricht von undemokratischem hintertürversuch homosexuelle partnerschaften den völkern aufzudrängen !
    der gelernte "volkskundler" hat wohl den schuss noch nicht gehört, auf welcher klippschule war der denn ?
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#2 SaschaEhemaliges Profil
  • 16.01.2009, 02:04h
  • Eigentlich bin ich ja gerade im Forumsurlaub, aber das hier konnte ich mir nicht verkneifen (auch wenn's nicht mehr ganz neu ist):

    www.whk.de/OL.gif

    Quelle: www.whk.de
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#3 KonstantinEhemaliges Profil
#4 AntichristProfil
  • 16.01.2009, 07:13hHH
  • "Jeder, der es wage, Kritik an Homosexualität oder "Umtrieben im Asylwesen und Zusammenleben mit Ausländern" aufzuzeigen, solle nun "strafrechtlich kalt gestellt werden", so der gelernte Volkskundler."
    Genau das da es nicht sein darf, dass Menschenrechte im modernen Europa durch verbohrte Ansichten konservativer Scheinmoralprediger noch immer ohne jedwede Auswirkungen immer wieder verletzt werden dürfen.
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#5 RabaukeAnonym
  • 16.01.2009, 10:26h
  • Na die Politik, also Teile der Europäischen Vereinigung sind da ja echt zu loben! Stellt Euch aber mal vor, was die Kachinskybrüder mit ihrer Neofaschistenliga dagegen wettern werden. Das Gesetz und die Gegenseitige "Anerkennung" reichen nicht aus. EU- Mitgliedsstaaten, welche sich nicht an die für die EU grundlegenden Gesetzgebung halten, Mrd Strafen, vorübergehende Mitgliedschaftsaberkennung........Klingt alles banal und wild................vielleicht hat hier Jemand einen konstruktiveren Vorschlag?
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#6 gatopardo
  • 16.01.2009, 12:30h
  • Antwort auf #5 von Rabauke
  • Wir sollten uns jedenfalls freuen, dass die europäische Mehrheit nun wohl die Notwendigkeit der Anerkennung unserer Rechte einsieht und auf die unerträgliche Kazsynski/Fraktion sch...... wir. Natürlich werden Vatikan und alle national-katholischen Moralisten jetzt an ihrer Wut ersticken. Es ist ein ausnehmend schöner Tag heute und man sollte ihre Depressionen zum Anlass nehmen, die Sektkorken knallen zu lassen !
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#7 holger
#8 hwAnonym
#9 stromboliProfil
#10 stromboliProfil