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Eine Website veröffentlicht die Namen aller US-Wähler, die für die kalifornische Kampagne zum Verbot der Homo-Ehe Geld gespendet haben – und stellt diese auf Landkarten dar.

Bislang sind auf eightmaps.com die Städte San Francisco und Salt Lake City sowie der Landkreis Orange County aufgeführt, aber die Karte wird ständig erweitert. Die Aktivisten erhalten die Daten von der kalifornischen Wahlbehörde. Dargestellt wird der Name des Spenders, dessen Adresse und Beruf sowie den Betrag, den sie der Kampagne gegen die Homo-Ehe überwiesen haben. Eine Veröffentlichung der Privatnamen ist legal.

Homo-Gegner wollen nun allerdings mit einer Klage erreichen, dass die Spendernamen geheim gehalten werden sollen. Sie erklärten, sie befürchten die Belästigung von Spendern. Tatsächlich gingen auch einige Spenden aus beliebten Schwulenvierteln in San Francisco ein – die Spender dürften nun Probleme mit ihren Nachbarn kriegen.

Die Behörden sind derzeit noch dabei, Spendernamen zu veröffentlichen. In den nächsten Wochen würden damit noch tausende Namen von Homo-Gegnern im Internet Verbreitung finden.

"Ist das eine Hexenjagd? Nein. Ist es gemein? Vielleicht ein bisschen", kommentierte die alternative Zeitung "sfist" die Veröffentlichung. "Aber haben die 36.000 Menschen, der Ehen jetzt auf der Kippe stehen, nicht das Recht zu erfahren, welche Nachbarn ihre Scheidung herbeiführen wollen?".

Anfang November haben die Kalifornier in einem Volksentscheid ("Proposition 8") erstmals die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben wieder rückgängig gemacht (queer.de berichtete). Daraufhin kam es zu hunderten Protestaktionen im ganzen Land. 18.000 gleichgeschlechtliche Ehen wurden bereits in Kalifornien geschlossen. (dk)



Kalifornien: Klage gegen Ehe-Öffnung gescheitert

Der oberste Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien hat am Montag einstimmig einen Antrag von Homo-Gegnern abgelehnt, gleichgeschlechtliche Eheschließungen sofort wieder auszusetzen.

19 Kommentare

#1 alexander
  • 15.01.2009, 18:35h
  • wunderbar, eine besonders wirksame methode dieses homophobe hackepack zur stellungnahme zu zwingen !
    wer , sogar mit geldspenden, in das leben anderer unberechtigt eingreift, soll wenigstens soviel zivilcourage besitzen dazu zu stehen.
    weiter so, diese sprache wird verstanden !
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#2 GerdAnonym
  • 15.01.2009, 19:36h
  • Suuuuper Idee, das finde ich eine richtig gute Aktion. Da werde ich jetzt nachschauen, da ich Freunde in Kalifornien habe.
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#3 Tim_ChrisProfil
#4 VolumeProProfil
  • 15.01.2009, 23:31hMönchengladbach
  • Absolut gerechtfertigt die Sache.

    Bisher haben die Homophoben immer dafür gesorgt, dass unsere Freunde in Kalifornien Stress bekommen haben. Jetzt kriegen sie endlich Stress.

    Früher, in der voraufgeklärten Zeit, haben Homophobe unsere Freunde mit Zwangsoutings bedroht. Jetzt erhalten sie eine Revange. Jetzt werden sie zwangsgeoutet.
    Endlich wird der Spieß mal umgedreht.

    Aber warum hat dieses homophobe Gesindel Angst vor der Veröffentlichung der Namen? Hat das feige Pack etwa Angst, Ärger für dessen antisozialen Meinungen zu bekommen?

    Wenn dieses homophobe Lumpenvolk sich in das Leben unserer Freunde einmischt, dann haben unsere Freunde auch das Recht, sich in die Leben dieser Subjekte einzumischen. Die Wahl der Mittel sollte natürlich im gesetzlichen Rahmen bleiben. Aber innerhalb dessen sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden.
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#5 YrrAnonym
  • 16.01.2009, 00:59h
  • interessant!

    Einfach mal ins Blaue geklickt:

    Mrs. Maren Menke
    Briarglen, Irvine, CA 92614, USA
    Senior Designer
    Blizzard Entertainment
    $200.00 8/6/2008
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#6 KerberosAnonym
#7 AntichristProfil
  • 16.01.2009, 07:22hHH
  • Absolut berechtigte Aktion. Verbrecher werden schließlich auch beim Namen benannt, müssen sich für ihr Verbrechen rechtfertigen, sich den Kritiken stellen. Nichts anderes als Verbrecher sind diese homophoben Prop. 8 Befürworter, die durch ihre Spende, sowie ihre Stimme Unschuldige um ihre ihnen zustehenden Menschenrechte gebracht haben. Die Kalifornier haben ein Recht darauf zu erfahren, wer diese Verbrecher waren.
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#8 fonne1Anonym
  • 16.01.2009, 10:07h
  • ich finde diese aktion extrem schlimm. mag sein, dass es hier für die gay-community so aussieht, als sei das ganze gerecht und fair. aber man darf nicht vergessen, dass solche methoden auch von der gegenseite ausgenutzt werden können. was wenn es plötzlich landkarten mit zwangsoutings usw. gibt?

    diese ganzen us-aktionen mit adressen von privatpersonen finde ich persönlich und verfassungsrechtlich mehr als bedenklich. und auch wenn es sich hier um "homo-hasser" handelt, es macht diese hexenjagd um keinen deut besser. gerade wir sollten uns über die tragweite und konsequenz solche hexenjagden im klaren sein!!!Antworten » | Direktlink »
#9 bananasEhemaliges Profil
  • 16.01.2009, 10:08h
  • Antwort auf #5 von Yrr
  • Ist ja echt heftig, denn gibst Du
    -Briarglen, Irvine, CA 92614, USA- bei Google-Maps ein und klickst dann auf das kleine Foto, dann hast Du das Wohnhaus vor Dir, von der Straße aus gesehen, als Fußgänger.
    Das was Google jetzt auch in Deutschland machen will, denn das geht hier noch nicht, glaube ich. Abgesehen vom Thema hier, kann das recht unangenehm werden.
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#10 RabaukeAnonym
  • 16.01.2009, 10:30h
  • Hammergeil!!!! Sowas sollte es auch in Europa geben! Dafür 5 von 5 Punkte ( an Queer fürn Beitrag und an die Aktion sowieso) *g*
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