https://queer.de/?9869
- 15. Januar 2009 2 Min.
Eine Website veröffentlicht die Namen aller US-Wähler, die für die kalifornische Kampagne zum Verbot der Homo-Ehe Geld gespendet haben – und stellt diese auf Landkarten dar.
Bislang sind auf eightmaps.com die Städte San Francisco und Salt Lake City sowie der Landkreis Orange County aufgeführt, aber die Karte wird ständig erweitert. Die Aktivisten erhalten die Daten von der kalifornischen Wahlbehörde. Dargestellt wird der Name des Spenders, dessen Adresse und Beruf sowie den Betrag, den sie der Kampagne gegen die Homo-Ehe überwiesen haben. Eine Veröffentlichung der Privatnamen ist legal.
Homo-Gegner wollen nun allerdings mit einer Klage erreichen, dass die Spendernamen geheim gehalten werden sollen. Sie erklärten, sie befürchten die Belästigung von Spendern. Tatsächlich gingen auch einige Spenden aus beliebten Schwulenvierteln in San Francisco ein – die Spender dürften nun Probleme mit ihren Nachbarn kriegen.
Die Behörden sind derzeit noch dabei, Spendernamen zu veröffentlichen. In den nächsten Wochen würden damit noch tausende Namen von Homo-Gegnern im Internet Verbreitung finden.
"Ist das eine Hexenjagd? Nein. Ist es gemein? Vielleicht ein bisschen", kommentierte die alternative Zeitung "sfist" die Veröffentlichung. "Aber haben die 36.000 Menschen, der Ehen jetzt auf der Kippe stehen, nicht das Recht zu erfahren, welche Nachbarn ihre Scheidung herbeiführen wollen?".
Anfang November haben die Kalifornier in einem Volksentscheid ("Proposition 8") erstmals die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben wieder rückgängig gemacht (queer.de berichtete). Daraufhin kam es zu hunderten Protestaktionen im ganzen Land. 18.000 gleichgeschlechtliche Ehen wurden bereits in Kalifornien geschlossen. (dk)















wer , sogar mit geldspenden, in das leben anderer unberechtigt eingreift, soll wenigstens soviel zivilcourage besitzen dazu zu stehen.
weiter so, diese sprache wird verstanden !