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- 16. Januar 2009 2 Min.
In einem offenen Brief an Verteidigungsminister Franz Josef Jung beschwert sich der sexualpädagogische Berater des Rostocker Schwulenzentrums Rat+Tat über homophobe Auswüchse bei der Bundeswehr.
Jörgen Heiser erklärte darin, dass einer seiner Klienten in seiner Ausbildungszeit als Grundwehrdienstleistender mit der Homophobie bei der Truppe nicht fertig werden könne. Vorgesetzte würden sich im schreienden Befehlston über Homosexualität lustig machen und damit Schwule gezielt einschüchtern. So sagten die Befehlshaber beim Antreten: "Steht ordentlich oder seid ihr Schwuchteln". Außerdem sollten die Jungsoldaten beim Marschieren Abstand zum Vordermann halten, denn "alle die dichter dran sind, sind schwul!". Auch Beleidigungen wie "Bist du schwul, oder was?" seien an der Tagesordnung.
"Demokratie beruht auch auf Akzeptanz und Toleranz. Ich finde es sehr erschreckend, dass so eine eindeutig schwulenfeindliche und damit auch menschenverachtende und herabwürdigende Verhaltensweise von Ausbildern in der Bundeswehr immer noch praktiziert und somit den jungen Soldaten vorgelebt wird", so Heiser in seinem Brief an das Verteidigungsministerium. "Unser Klient ist durch diese Vorfälle psychisch sehr belastet (er ist nicht einmal 2 Wochen dort gewesen), so dass die Fortführung des Grundwehrdienstes in Frage steht. Er befindet sich derzeit in ärztlicher und psychologischer Behandlung". Der Berater forderte, "solche Ausbildungspraktiken sofort zu
unterbinden und diesen Fall gemeinsam mit uns aufzuklären." Ferner solle Minister Jung öffentlich zu diesem Fall Stellung nehmen. (pm/dk)











JA es gibt schwulenfeindliche Ausbilder bei der Bundeswehr. Nebenbei: bei Kick, H&M, Aldi und BASF auch.
Aber: Diese aufgeführten Sprüche sind VÖLLIG VERBOTEN!!! Diese Ausbilder haben MASSIV gegen Dienstvorschriften verstoßen!!
Auch wenn es sehr, sehr schwer ist sich zu überwinden, da gibt es nur ein Mittel: Beschwerde einlegen! Es gibt keinen Beruf in dem man so umfassend geschützt ist wie als Wehrpflichtiger.
Entweder bei einem Vorgestzen, wenn man im eigenen Zug Skrupel hat oder kein Gehör findet eine Eben höher, und wenn das nicht hilft: Direkt an den Wehrbeauftragen schreiben, die Adresse findet sich in jeder Stubenmappe. Spätens wenn der dann per Hubschrauber einfliegt (ein Freund durfte das mal im Standort erleben) kracht es richtig!!