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- 11. Mai 2004 2 Min.
Du hast keinen dicken Bauch, keine Muskelberge und wild behaart bist Du auch nicht. Wie hast Du es trotzdem geschafft, German Mr. Leather zu werden?
Das müsstest Du vor allem die Jury fragen. Ich denke, die sie hat meine Antworten auf die Frage, was ich während meiner "Regentschaftszeit" tun würde, positiv beurteilt. Das hat wohl andere Dinge, wie zum Beispiel mein geringes Alter, wieder wettgemacht.
Warum ist das ein Nachteil, dass Du als Jüngster ins Rennen gegangen bist?
Weil der Altersdurchschnitt der Lederszene um einiges höher liegt. Der gewählte Vertreter soll die gesamte Lederszene repräsentieren. Aber ich denke, das wird in diesem Jahr kein Problem sein: Ich selber bin ein traditionsliebender Mensch, ich weiß, wo die Lederszene herkommt und ehre ihre Wurzeln.
Was hast Du vor in Deiner "Regentschaftszeit"?
Es ist mir wichtig, innerhalb der Fetischcommunity Vorurteile abzubauen. Ich möchte auch mich für mehr Kommunikation in den Lederkneipen stark machen – allerdings gilt das wohl für alle schwulen Lokale. Meist schleichen die Kerle ziellos umher und versuchen krampfhaft, etwas fürs Bett oder den Darkroom zu finden. Warum kann man sich nicht einfach mal gut unterhalten, egal, ob man vom anderen mehr will oder nicht. Und dieses "Mehr" muss immer ohne Ausnahme safe ablaufen. Ich bin ein absoluter Bareback-Gegner.
Warum nennst Du Dich "Krieger"?
So wie Namen wie Schuster oder Schmidt aus Berufen hervorgegangen sind, so hat sich bei mir der Name Krieger aus meiner Berufung gebildet. Mein Ziel war es schon immer, für positive Aspekte im Leben zu kämpfen: Mehr Frieden, mehr Nächstenliebe, mehr Toleranz. Manchmal wird das als provozierend empfunden, selbst wenn es nicht so gemeint war.
Wieviele Tattoos hast Du an Deinem Körper?
Eins. (lacht)
Wirklich?
Ein paar Tattoos sehe ich noch als einzelne, weil sie nicht im Rahmen des Gesamtkunstwerkes entstanden sind. Das waren die ersten zwei. Ich hab mir Mühe gegeben, alle zu integrieren, damit alles eins wird. Es werden auch noch einige mehr werden. Da sind auch viele heilige Symbole mit eingearbeitet, auch heilige Zahlen. Die Zahlen sieben und 22 sind meine Glückszahlen, die treten immer wieder auf, genauso Engelsymbole, Flügel und ähnliches. Es soll ein Schutz sein und sind auch dazu da, mich an den Weg zu binden, den ich eingeschlagen habe. Dann werde ich mir in den Hintern beißen, weil mein ganzer Körper voller Tattoos ist.















nix gegn lebenslang, aber so lange hat man tatoos
und ich wage zu bezweifeln ob man das sogenannte kunstwerk mit 60 noch als hängende gärten so toll findet. sei´s drum jedem das seine.
aber warum treibt die fetisch und lederszene so einen kult um sich selbst ?
wäre doch mal schön von älteren schwulen männern sowas wie community zu erfahren,
oder sind die alle so verklemmt oder verheiratet ?
gruß