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- 20. Januar 2009 2 Min.
Nur wenige Minuten nach der Amtseinführung von US-Präsident Obama listet die Webseite des Weißen Hauses eine neue Bürgerrechts-Agenda. Rechte für Lesben und Schwule nehmen einen weiten Teil davon ein.
Von Norbert Blech
Unter dem Punkt "Support for the LGBT Community" listet die Agenda ganze acht Punkte zu Schwulen und Lesben (von insgesamt 15). Die Diskriminierung am Arbeitsplatz soll abgebaut, die Verfolgung von Hassverbrechen verbessert werden. Die Webseite des Präsidenten listet eine völlige Gleichstellung von "Civil Unions" und die Opposition gegen einen Homo-Ehen-Bann in der Verfassung als weitere Ziele der Administration.
Adoptionsrecht für Lesben und Schwule?
Doch der erste schwarze Präsident der USA geht noch deutlich weiter: Die "Don't Ask Don't Tell"-Regelung, die schwulen Soldaten nur solange das Dienen ermöglicht, wie sie sich nicht öffentlich outen, soll aufgehoben werden. Adoptionen sollen Paaren egal welcher Orientierung erlaubt werden. Präsident Obama sei der Auffassung, dass Kinder von einem gesunden und liebenden Heim profitieren, egal, "ob die Eltern schwul sind oder nicht".
Zudem verspricht der Präsident eine neue Aids-Strategie, die deutlich mehr auf Kondome setzt als bei seinem Vorgänger und weniger ideologisch sein soll. Auch das HIV und Aids nach wie vor umgebende Stigma, das laut Webseite oft "mit Homophobie" verbunden sei, wolle er bekämpfen. Frauen sollen mehr Unterstützung im Kampf gegen Aids bekommen.
Historischer Machtwechsel
In den letzten Tagen hatten Homo-Verbände in den USA noch spekuliert, wie viel sich Obama für Lesben und Schwule wirklich einsetzen würde (queer.de berichtete; mit Videos: Äußerungen Obamas zu Homo-Themen). Die Verpflichtung des konservativen Pfarrers Rick Warren zur Amtseinführung hatte viele vor den Kopf gestoßen.
Dem Eid Obamas hatten am Dienstag mehr als eine Million Menschen in Washington beigewohnt. Der 44. Präsident der USA löste mit dem historischen Machtwechsel George W. Bush ab, der nach acht Amtsjahren Washington an Bord eines Hubschraubers verließ. Bush hatte mehrfach geäußert, die Ehe gegen schwule und lesbische Paare verteidigen zu müssen.















Und insbesondere die liebe "S"PD, die auf ihrer mit großem Hype angekündigten neuen Homepage NICHT EIN EINZIGES Wort über Homo-Rechte und die Gay Community verliert (und selbst bei den Grünen köchelt das Ganze auf Sparflamme), sollte sich angesichts eines solch herausragenden Beispiels progressiver gesellschaftspolitischer Artikulation in Grund und Boden schämen!