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Ein katholischer Feuerwehrmann aus dem schottischen Glasgow erhält Entschädigungszahlungen in unbekannter Höhe, weil sein Vorgesetzter ihn und andere Kollegen angewiesen hatte, während des CSD Flyer mit Sicherheitshinweisen zu verteilen.

John Mitchell missachtete mit acht weiteren Kollegen die Anweisung, weil er wegen seines katholischen Glaubens nicht an einer schwul-lesbischen Veranstaltung teilnehmen wolle. Intern war Mitchell für sein Verhalten gerügt worden: Er erhielt eine Abmahnung und eine Gehaltskürzung (queer.de berichtete). Die Feuerwehr argumentierte, ein Feuerwehrmann könne sich nicht aussuchen, wem er Sicherheitshinweise gebe und wem nicht.

Der Katholik wollte sich mit dem Urteil nicht abfinden und klagte vor einem Arbeitsgericht wegen Diskriminierung aufgrund der religiösen Überzeugung. Bevor das Verfahren losging, einigte er sich mit den städtischen Behörden außergerichtlich. Die Feuerwehr entschuldigte sich bei Mitchell und überwies ihm eine Geldsumme unbekannter Größenordnung. Teil der Abmachung ist, dass Mitchell nicht mehr öffentlich über den Fall spricht.

Christliche Organisationen zeigten sich erfreut über das Urteil: "Er ist ein Feuerwehrmann, also wissen wir, dass er Mut hat. Es braucht viel Mut, Gerechtigkeit gegen eine Welle von politischer Korrektheit einzufordern", erklärte Mike Judge, Sprecher des Christian Institute. Er bezeichnete es als "tyrannisch", jemanden wegen seiner religiösen Überzeugung zu bestrafen.

Die National Secular Society, die für eine strikte Trennung von Kirche und Staat kämpft, zeigte sich entsetzt über die außergerichtliche Einigung: "Hier wurde kein Leben bedroht, indem die Sicherheitshinweise nicht ausgeteilt wurden. Aber was ist, wenn sich er oder seine Kollegen jetzt entscheiden, sie wollen das brennende Haus eines Homosexuellen nicht löschen?", fragt die Organisation. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 hwAnonym
#2 xyAnonym
  • 21.01.2009, 19:57h
  • Ja, Britannien hat es besser! Da ist der "PC"-Gesinnungsterror mittlerweile soweit gediehen, daß ich vermutlich nicht mehr aus meiner brennenden Wohnung gerettet werde, wenn die mit der Rettung betrauten Feuerwehrleute der Meinung sind, es sei ihnen aus religiösen Gründen nicht zuzumuten, meine Wohnung zu betreten. Und ich bin natürlich selbst schuld, wenn ich meine Wohnung so gestaltet habe, daß vermutet werden kann, ich brächte mit meinem liederlichen Liebesleben das Jesuskind zum Weinen.

    Das ist eben die Endstufe der ewigen, auf allen Ebenen durchgezogenen Weltverbesserungs- und Umerziehungsversuche: Sie gehen nach hinten los und treffen jene, denen sie helfen sollen. (Allerdings sind die CSD-Veranstalter mitschuld, weil sie nicht die erste Regel in einer solchen Welt beachtet haben: Wer zuerst klagt und am hysterischsten "Diskriminierung" schreit, gewinnt. Hätten sie mal den Feuerwehrmann verklagt.)
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#3 stromboliProfil
  • 21.01.2009, 20:18hberlin
  • interessant: liegt also eine hilflose person am wegesrande in GB, fragt der vorbeikommende welcher religionsgruppe er angehöre; bei missfallen weiter gehen!
    Ich werd auch keinem mehr hilfreich zur seite stehn wenn der/die ein kreuz am hals baumeln lässt; unvereinbar mit meiner überzeugung!
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#4 mok120Profil
  • 21.01.2009, 22:05hNürnberg
  • Spannende Meldung. Bekommt man in Schottland auch als Pyromane eine Entschädigung gezahlt, wenn man an seiner Arbeitsstelle angewiesen wird, an einer Feuerschutzübung teilzunehmen?
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#5 alexander
  • 22.01.2009, 08:56h
  • geradezu typisch, dass sich ausgerechnet die konservativen herrschaften mit "christlichem" umfeld das antidiskriminierungsgesetz zu nutze machen, dass sie vorher mit aller macht bekämpft haben. und immer springt hinterher kohle für sie raus ???
    der hammel macht doch diesen job nicht ehrenamtlich ! oder wird er jetzt, aus gewissensgründen, nur noch zum löschen der altarkerzen und des weihrauchbeutels eingesetzt ?
    was wäre wenn der trottel "nur" in einem dienstleistunsberuf arbeiten würde ?
    gerade als feuerwehrmann hat er wesentlich mehr verantwortung und vor allem, geht ihn der inhalt und das anliegen einer veranstaltung überhaupt nichts an, er ist ausschliesslich für die sicherheit verantwortlich !
    er und seine "nächstenliebenden", ach so mutigen kollegen, sollten mut beweisen und sich einen anderen job suchen, der mit ihrem gewissen vereinbar ist !
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#6 kaysiProfil
  • 22.01.2009, 20:44hBangor
  • Na ja die Briten sind sonst eigentlich relativ relaxed aber Schottland ist da noch Konservativer
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#7 DerBastiAnonym
  • 23.01.2009, 09:29h
  • Jesus hat durch sein Leben, seine Werke und seine Geschichten gezeigt, dass man insbesondere denen Hilfe anbieten soll, mit denen man nicht einer Meinung ist. Einem Freund tut jeder - Hilfe zu leisten ohne vorher nach Religion, Abstammung, politischer Ansicht oder sexueller Orientierung zu fragen das sind dir wahren christlichen Werte. Das Urteil ist einfach ein Skandal.
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