https://queer.de/?9898
- 22. Januar 2009 2 Min.
Offenbar aus schwulenfeindlichen Motiven haben in Berlin-Schöneberg fünf unbekannte Täter einen Mann zusammengeschlagen, der sich auf dem Weg in die Fetischbar "Bull" befand. Das Opfer schwebt in Lebensgefahr.
Am Mittwochmorgen gegen 1.30 Uhr haben die Täter den 23-Jährigen und seinen ein Jahr älteren Freund unweit der Kleiststraße Ecke Eisenacher Straße angesprochen. Die Täter schlugen dann sofort auf die Geschädigten ein. Der 24-Jährige konnte sich in ein nahe gelegenes Lokal flüchten, um dort Hilfe zu verständigen. Ein 21-jähriger Bekannter kam ihnen sofort zu Hilfe, wurde dann selbst auch von den Tätern angegriffen und mehrfach ins Gesicht geschlagen. Der 21-Jährige berichtete, dass er beobachtet habe, wie die Täter auf den schwer verletzten 23-Jährigen, der bereits bewusstlos auf dem Boden lag und stark blutete, weiter eingetreten hätten; auch den Kopf hätten sie nicht verschont.
Während Krankenwagen, Notarzt und Polizei verständigt wurden, habe er sich um seinen Bekannten gekümmert. Dieser habe so stark auf dem Mund geblutet, dass er drohte, am eigenen Blut zu ersticken. Wie die Polizei mitteilt, wurde der 23-Jährige mit massiven Gesichtsverletzungen, einer Schädelfraktur und Hirnblutung ins Krankenhaus gebracht, wo er notoperiert werden musste.
Bei den Tätern handelte es sich laut Zeugen um Osteuropäer. Sie flüchteten ohne Beute. Bastian Finke vom Antigewaltprojekt Maneo geht davon aus, dass sie es gezielt auf schwule Männer abgesehen haben. Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizei der Polizeidirektion 4 übernommen. Maneo bittet Zeugen, die etwas um diese Uhrzeit beobachtet haben, sich bei der Polizei zu melden oder sich auch vertraulich ans Überfalltelefon zu wenden (Tel. 030/2163336). (pm/dk)
Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg sowie Maneo rufen anlässlich der homophoben Gewaltakte mitten im schwul-lesbischen Kiez zu einer Mahnwache auf. Die Versammlung findet am Samstag, um 12.00 Uhr, Kleiststraße Ecke Eisenacher Straße in Berlin-Schöneberg statt.














Herr WOWEREIT, Sie sind Chef der Landesregierung und verantworten die Berliner Polizei. Innere Sicherheit und Justiz sind Landes- und damit IHRE Angelegenheit. Sie sind nicht nur "Grußonkel" auf CSD's, sondern tragen Verantwortung für die Berliner - und deren Leben.
Wo bleibt Ihr Sicherheitskonzept für Schwule und Lesben in Berlin und in Schöneberg? Der Bezirk befast sich im Moment lieber mit dem Verbot von Heizpilzen. Handeln Land und Bezirk erst, wenn es den ersten Toten gibt???