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Der arabische Inselstaat Bahrain will fortan den Zugang zu schwulen und lesbischen Internetseiten vollständig blockieren.

Wie die "Gulf Daily News" berichten, sind bereits jetzt englischsprachige Seiten wie Gaydar nicht mehr erreichbar. Damit will das Land verhindern, dass sich Homosexuelle vernetzen und verabreden können. Offiziell ist die Zensur ein Teil des Kampfes gegen Pornografie.

Bereits in den vergangenen Monaten haben Politiker angekündigt, stärker gegen Homosexualität vorzugehen. Im Februar hat ein Parlamentarier angekündigt, dass zukünftig mutmaßlich homosexuelle Treffpunkte wie "Frisör-, Beauty- und Massage-Salons" überprüft werden würden. Zudem würden die Behörden mehr gegen schwule Ausländer vorgehen (queer.de berichtete).

In Interviews mit der "Gulf Daily News" zeigten sich Schwule und Lesben geschockt über die Internetzensur. Einer erklärte, dass Ausländer womöglich das Land wegen der zunehmenden Repressalien verlassen würden. Ein anderer sagte, er habe bereits einen technischen Weg gefunden, die Zensoren zu umgehen.

Bahrain ist ein wohlhabendes Königreich in etwa von der Größe Hamburgs, in dem rund eine Million Menschen leben, die Hälfte davon Ausländer. Homosexualität ist seit der Einführung des britischen Kolonialrechts im Jahre 1956 illegal. Sie kann mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden. Auch nach der Unabhängigkeit von Großbritannien 1971 blieb das Verbot in den Gesetzesbüchern bestehen. Dennoch gilt der Inselstaat bislang als einer der toleranteren muslimischen Länder im Nahen Osten. (dk)



#1 Mirror
  • 27.01.2009, 20:41h
  • Ein anderer sagte, er habe bereits einen technischen Weg gefunden, die Zensoren zu umgehen.

    kann man nur hoffen dass es möglichst vielen gelingt,dies zu tun und den Zensoren eine Nase zu drehen.
    Gegen gewisse arten von Pornografie vorzugehen hab ich nichts aber hier wird ja
    das kind mit dem bad ausgeschüttet und ist
    eine Ausrede gegen Schwule vorzugehen.
    Hier hilft nur der Markt, indem schwule die Frisöre,Beauty und Massagesalons Boykottieren
    und die Inhaber in Not, Druck auf das Parlament ausüben (auch wenn es wahrscheinlich nichts zu sagen hat)
    Vieleicht steckt sogar eine gewisse reislamisierungsabsicht dahinter weil bedingt durch den großen Ausländeranteil aus nicht so strengen staaten eine gewisse lockerheit
    in den Sitten aufgetaucht ist die den Islam bedroht.Wunschdenken halt.
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#2 xyAnonym
  • 27.01.2009, 23:44h
  • Die Jugend, die Nichtraucher, die Nichtkaffeetrinker, das schwache Weib, die Kultur und das Abend-(wahlweise Morgen-)land, Sitte und Anstand, Moral und Religion, Volk und Vaterland - immer geht es darum, daß irgendetwas angeblich ganz dringend geschützt werden muß, wenn mal wieder irgend jemand einen Vorwand braucht, sich mit Verboten wichtig zu machen und anderen Menschen seine eigene Art zu leben aufzuzwingen. Und wenn einem gar nichts mehr einfällt, kreischt man eben "Pornographie". Oder "Prostitution". Womit übrigens nie gemeint ist, unter unwürdigen Bedingungen in Fabriken, Läden usw. für einen Hungerlohn schuften zu müssen. Natürlich nicht. Denn man stelle sich vor, was aus der feinen, so umfassend geschützten Gesellschaft würde, wenn die dummen Schafe mitbekämen, daß sich mit Pornographie oder Prostitution womöglich mehr verdienen läßt, und das womöglich auch noch einfacher.
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