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- 27. Januar 2009 2 Min.
Ted Haggard, Ex-Chef der US-Evangelikalen, hat offenbar in seiner Zeit als Kirchenoberhaupt auch ein junges Gemeindemitglied verführt.
Das erklärte der neue Chef-Pfarrer der New Life Church in Colorado Springs, die Haggard einst aufgebaut hatte. Pastor Brady Boyd erklärte, dass es "überzeugende Beweise" gebe, dass sein ehemaliger Boss eine "unsittliche sexuelle Beziehung" mit einem jungen Mann Anfang 20 gehabt habe, der regelmäßig die Kirche besucht hat. "Das lief über eine lange Zeit. Es war kein einmaliges Ereignis", so Boyd gegenüber der Nachrichtenagentur AP.
Der Beschuldigte gab auf Anfragen keinen Kommentar zu den Vorwürfen ab.
Haggard ist 2006 über eine Affäre mit einem Callboy gestürzt (queer.de berichtete). Dieser hatte die gemeinsamen Sex- und Drogen-Exzesse des Kirchenführers publik gemacht, weil sich dieser öffentlich gegen Homo-Rechte eingesetzt hatte. Haggard war zu diesem Zeitpunkt auch Chef der National Association of Evangelicals, die 30 Millionen "wiedergeborene" Christen vertritt.
Die Enthüllung kommt zu einem Zeitpunkt, in dem Haggard versucht, ein Image als geläuterter Christ aufzubauen. So zeigt der Pay-TV-Sender HBO eine Dokumentation über sein Leben nach dem Fall. Außerdem tritt Haggard in mehreren Talkshows auf, darunter in den einschaltquotenstarken Sendungen von Oprah Winfrey und Larry King.
Mehr Enthüllungen angekündigt
Pfarrer Boyd erklärte, der junge Mann werde in Kürze von seiner Beziehung in einem TV-Interview berichten. Die Kirche habe die Geschichte geheim halten wollen, aber er bevorzugte es, an die Öffentlichkeit zu gehen. Nach Angaben der AP habe die Kirche dem Mann sogar Schweigegeld angeboten.
Haggard selbst erklärte vor kurzem, er sei nun von seiner Homosexualität "geheilt". Schuld an seinem Verhalten sei ein Fall von sexuellem Missbrauch gewesen (queer.de berichtete). (dk)











Und es wird immer Menschen geben, die ihm diesen Schwachsinn auch noch glauben.