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- 27. Januar 2009 1 Min.
Papst Benedikt XVI hat den Kirchenausschluss der "Bruderschaft Pius X" aufgehoben - die Entscheidung löste sofort einen Proteststurm aus.
Die 1970 von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründete Bruderschaft war 1988 aus der katholischen Kirche ausgeschlossen worden, weil sie ohne Erlaubnis Bischöfe ernannt hatte. Die Vereinigung gilt als äußerst konservativ und lehnt etwa Ökumene oder Religionsfreiheit ab. Auch Homosexualität wird verdammt. So hat die Bruderschaft etwa beim letztjährigen CSD in Stuttgart eine Gegendemonstration organisiert (queer.de berichtete). Dabei hielten die Gläubigen Schilder mit Aufschriften wie "Rettet die Kinder vor Perversion" in die Höhe.
Die Entscheidung des Papstes wurde insbesondere kritisiert, weil manche Mitglieder der Bruderschaft den Holocaust leugnen. So hat der britische Weihbischof Richard Williamson in einem vor einer Woche im schwedischen Fernsehen gesendeten Interview erklärt, kein Jude sei in deutschen KZs vergast worden. Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet. Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeigte sich entsetzt, dass eine "dezidiert antisemitische Gruppe in den Schoß der Kirche" geholt werde. (dk)















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