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Einzelkommentar zu:
Papst rehabilitiert Homo-Hasser und Holocaust-Leugner


#34 GerdAnonym
  • 28.01.2009, 15:12h
  • Ach ja spätestens mit dieser Entscheidung von Benedikt XVI. zur Rehabilitierung der Bruderschaft Pius X zeigt sich, wessen Geistes Kind Ratzinger auch als Papst ist. Einige Kommentatoren hatten gehofft, dass Ratzinger sich als Papst mäßigen und offener der Moderne gegenüberstehen könnte. Dies ist nicht der Fall und diejenigen Kommentatoren, die dies erhofft hatten, werden abgestraft. Ein guter Artikel findet sich beispielswiese in der Sueddeutschen mit dem Titel "Der rätzelhafte Papst":

    *
    www.sueddeutsche.de/politik/629/456298/text/

    Benedikt mystifiziert die Zeit vor dem Konzil und möchte die europäische Gesellschaft in die 1950er gern zurückbefördern, wo die Frauen nur treusorgende Hausfrauen und Mutter waren und konservative Kräfte die Gesellschaft bestimmten. Daher wird es auch unter ihm nie Frauen als Priesterin geben.
    Ratzinger stützt auch weiterhin das Zölibat und hört sich Vertreter von "Wir sind Kirche" oder die Forderungen des Kirchenvolksbegeherens von 1995 nicht an. Das mittlerweile selbst ÖVP Politiker den Priestermangel der Katholiken beklagen und die Reform des katholischen Klerus fordern, ist ihm egal. Lieber wendet er sich den rechtskonservativen und rechten Kräften zu und integriert sie in die Katholische Kirche. Diese Schäfchen sind ihm als Hirte lieber, als die vielen verlorenen Schäfchen der Katholischen Kirche: berufstätige Frauen (Frauenordination), homosexuelle Paare, Geschiedene mit Wierheiratungswunsch, Mastubierende, zusammenlebende Paare ohne Trauschein, ... werden von ihm und der katholischen Kirchenleitung in Rom nicht akzeptiert. Da wendet sich der Vatikan unter Ratzinger lieber der rechten Bruderschaft Pius X. zu und stößt damit gleichzeitig den Juden vor den Kopf , da diese Gemeinschaft sehr weit rechts steht und durch judenfeindliche Einstellungen geprägt ist, wie dies der Holocaustleugner Richard Williamson durch seine strafbaren Äußerungen zeigt.

    Aber nicht nur dort wird die katholische Kirche immer verknöcherter unter Ratzinger: er läßt wieder die tridentinische Messe zu, er fördert, dass katholische Gläubige wieder die Mundkommunion erhalten sollen, in Rom gibt es jetzt ein Seminar für Teufelsaustreibung, ...

    Nein unter Ratzinger haben auch wir homosexuellen Paare nichts Gutes von der Katholischen Kirchenleitung zu erwarten, da lobe ich mir doch dann die lutherischen und reformierten Kirchen, die jetzt sogar auf dem Wege sind die Gleichstellung bei ihren Bediensteten in der Beamtenversorgung durchzusetzen und wo befreundete Paare von mir bereits in den lutherischen/reformierten Kirchen einen öffentlichen Segnungsgottesdienst erhalten haben. Übrigens auch die anglikanische Kirche in England marschiert in die gleiche gute Richtung, wie dies Lutheraner/Reformierte machen. In England wird beispielsweise jetzt die Frauenordination bei anglikanischen Bischöfen ermöglicht.

    Demgegenüber wählt Ratzinger die Gegenrichtung und aus der einstmals katholischen Volkskirche aller Schichten wird ein rechtskonservatives/rechtes Bollwerk, wo Sozialdemokraten, Linke oderLiberale keine geistige Heimat mehr finden können. Selbst linkskonservativen Menschen dürfte die Kirchenleitung unter Ratzinger suspekt werden.

    Die größte Hoffnung für die Katholische Kirche auf Veränderung besteht allein durch die Verschärfung des Priestermangels, wodurch die Kirchenleitung in Rom gezwungen sein könnte, den Klerus zu reformieren. Vielleicht aber täusche ich mich da und selbst dieser Seelsorgenotstand ist dem Vatikan egal.

    Der Vatikan bräuchte dringend einen Barack Obama an der Spitze.
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