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  • 27. Januar 2009, noch kein Kommentar

Der Gewalttäter, der den deutschen Abgeordneten Volker Beck 2006 beim CSD in Moskau blutig geschlagen hatte, soll nun doch vor Gericht gestellt werden.

Wie Gayrussia.ru berichtet, soll das Verfahren gegen Alexej Napilow eröffnet werden. Der Mann hatte Beck beim verbotenen CSD am 27. Mai 2006 angegriffen und vor laufenden Kameras verprügelt (queer.de berichtete). Später fanden die Reporter der russischen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Newsweek" die Identität des Täters heraus und interviewten ihn. Napilow zeigte keine Reue: "Ich bin stolz darauf, dass ich den Deutschen verprügelt habe". Er sagte auch, dass er keine Anklage erwarte.

Homo-Aktivisten in Russland begrüßten das Verfahren: "Wenn der Angreifer von Volker Beck verurteilt werden sollte, wäre das ein gutes Zeichen über die sich wandelnde Haltung hierzuladen", erklärte CSD-Organisator Nikolai Aleksejew. Die Justiz dürfte keine Probleme bei der Beweisführung haben, da Napilow die Tat bereits zugegeben habe.

Der CSD in Moskau ist in den letzten Jahren von Bürgermeister Juri Luschkow verboten worden. Er bezeichnete die Parade als "Werk des Satans" (queer.de berichtete). Zuletzt warf er Schwulen vor, durch ihre "Propaganda" die Ausbreitung von HIV zu fördern (queer.de berichtete). (dk)