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Darauf haben nicht nur schwule Star-Trek-Fans über 40 Lichtjahre lang gewartet, ein ambitioniertes Fanprojekt macht es wahr: Endlich ist ein schwules Paar an der Bord der Enterprise zu sehen.

Von Christian Scheuß

Nein, die letzte Grenze des Universums hat die erfolgreichste Science Fiction-Serie aller Zeiten bislang nicht durchbrochen. Trotz mehrerer hundert Folgen in der Original- und fünf Spin-Off-Serien (die Comicreihe mitgezählt) und trotz elf Kinofilmen: Offen schwul-lesbisches Leben hat es bei Star Trek noch nicht gegeben. Ein bisschen Geschlechterverwirrung und -verwandlung in der einen oder anderen Folge, und ein paar effeminierte Bösewichte, das war es auch schon. Die Forderungen der Trekkies, doch auch einmal Gay life zu zeigen versickerten im Zeit-Raum-Kontinuum der Produzenten, die immer Angst hatten, die Quoten würden dadurch einbrechen. Eine aus heutiger Sicht schwer nachvollziehbare Furcht. War doch "Star Trek" bei seinem Start im Jahr 1966 bereits ein unglaublicher Tabubrecher: Ein weißer Mann küsst eine schwarze Frau. Russen und Amerikaner arbeiten Hand in Hand, gemeinsam mit allen möglichen Aliens, Frauen laufen halbnackt durchs Bild, der Vietnam-Krieg wird kritisiert.

Kurz vor Weihnachten nun ist die Lücke geschlossen worden. An Bord der Enterprise hat ein schwules Paar seinen Dienst aufgenommen. Alex Freeman arbeitet in der Krankenabteilung unter Doktor McCoy, Und Peter Kirk, ein Neffe des Haudegens Captain James T. Kirk, arbeitet in der technischen Abteilung. Nein, der TV-Sender CBS hat keine neue Serie in Auftrag gegeben. Ein ambitioniertes Fanprojekt hat den Wunsch vieler Trekkies wahr werden lassen. "Star Trek – Phase II" nennt sich die Gruppe, die seit ein paar Jahren eigene Folgen von hoher Qualität produziert und diese im Internet zum Download bereitstellt. Die ehrenamtliche Arbeit der "Phase II"-Crew wird sowohl von den Rechteinhabern geduldet, die solange keine Probleme mit Fan-Fiction haben, wie kein Geld damit verdient wird, als auch von einem Teil der Stars der Originalserien tatkräftig unterstützt. So hatten bereits George Takei als Sulu und Walter Koenig als Pavel Checkov Gastauftritte. Dennis Crosby (spielte Sicherheitsoffizier Tasha Yar in "Star Trek – Next Generation") wird in Kürze zu sehen sein.

Youtube | Star Trek Phase II Blood and Fire, Trailer mit deutschen Untertitel

Ende Dezember ist nun die vierte Episode unter dem Titel "Blood and Fire" erschienen, ein Zweiteiler, der im Februar seine Fortsetzung findet. Diese Folge wurde gemeinsam mit David Gerrold geschrieben und produziert, dem offen schwulen Drehbuchautoren, der die Folge "Immer Ärger mit den Tribbles" der Classic-Serie geschrieben hatte und der Produktionsassistent des ersten Spin Offs "The Next Generation" war. "Blood and Fire" war ursprünglich für diese Serie geschrieben und vom Erfinder der Serie, Gene Roddenberry, sehr befürwortet worden. Doch die als Metapher für die Immunschwächekrankheit AIDS gedachte Episode fiel bei den Entscheidern beim Sender durch. David Gerrold war deswegen sehr begeistert, als man bei ihm anklopfte und fragte, ob man das Drehbuch für das Projekt "Phase II" verwenden dürfe.

Das schwule Paar, das nun zu sehen ist, zeigt keinerlei Ambitionen, die sexuelle Revolution im All auszurufen, sie laden auch nicht zur Naked-Alien-Sexparty ein, im Gegenteil. Ihre Beziehung halten sie eher im Verborgenen und insgeheim schmieden sie bereits Hochzeitspläne. Captain Kirk soll sie trauen. Doch bevor es soweit ist, müssen beide zunächst auf eine gefährliche Außenmission, bei der ihr Leben durch fiese Blutwürmer bedroht wird. Ob sie es schaffen, heil vor das intergalaktische Standesamt zu gelangen, werden wir spätestens im Februar wissen, wenn "Blood and Fire"-Teil 2 zum Download freigegeben wird.

Galerie:
Episode: Blood and Fire
8 Bilder


11 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.01.2009, 15:23h
  • Na endlich! Ich dachte schon, es passiert in diesem Leben überhaupt nicht mehr! Endlich trauen sich die Produzenten was!
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#2 Mirror
  • 29.01.2009, 20:16h
  • Also ich persönlich finde Liebesgedusel in SF eher langweilig (ist aber als Pause um noch ein Bier zu holen willkommen)weil die wirklich interessanten Dinge,die zwischen Menschen abgehen, kaum an der Oberfläche angekratzt werden.Und da ist es mir egal ob es da um Homo oder Hetero-Libido geht.
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#3 SaschaEhemaliges Profil
  • 29.01.2009, 23:39h
  • Antwort auf #2 von Mirror
  • Offenbar ist dir entgangen, wie extrem wichtig und dringend erforderlich (da praktisch nicht vorhanden) schwule Identifikationsfiguren - und zwar solche, deren Sexualität, Liebe, Partnerschaft IN DER GLEICHEN WEISE dargestellt werden, wie das bei Heteros selbstverständlich der Fall ist - gerade in den Medien, in Film, Fernsehen und vor allem der Musik- und Popbranche für junge Männer sind, die ansonsten rund um die Uhr nur mit heterosexistischer Gehirnwäsche zugedröhnt werden!

    Daher ist es ganz und gar nicht "egal", ob immer nur "Hetero-Libido" zum Besten gegeben wird - nein, ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass wir nach den Regeln menschlicher und kultureller Evolution in der medialen Darstellung des 21. Jahrhunderts zumindest wieder auf das Maß an homosexuellen Anteilen kommen sollten, das vor dem mittelalterlichen Siegeszug der Hetero-Zwangs-Kultur in der Antike selbstverständlich war!

    Und wenn noch nicht einmal wir das begreifen und uns aktiv dafür einsetzen, wer dann??? Barack Obama hätte es mit Blick auf "Change" und "Hope" nicht treffender formulieren können: "Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben"!
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#4 Mirror
  • 30.01.2009, 19:07h
  • Oh entschuldige Sascha,ich weiss dass Du jetzt wieder mit Lieblingssätzen aufwartest.ich geb Dir auch in allem recht,nur lass mich mit dem soziologischen Scheiss zufrieden.
    Unsachlich wie ich manchmal bin sag ich einfach

    Lieber ein Sozialist als ein Soziologe,erstere haben wenigstens eine Überzeugung, letztere immer nur (R)Ausreden.
    (Marlon Radl)

    Ansonsten find ich Dich intelligent und eifrig .
    Du wirst sicher auch mal in die Politik gehen und was werden.
    Nur kann ich das wort Heteronormativ und andere Phrasen nicht mehr lesen.Und vor allem, dass nur die grundsätzliche Veränderung der Gesellschaft allein glückseeligmachend ist.Die Gesellschaft verändert sich doch ständig,(sonst hätten wir heut noch keine gewerkschaften oder die Linke .)Nur nicht so schnell wie wir es uns wünschen.Wir können doch alle eh nur einen kleinen Teil zu beitragen.
    So und jetzt kannst du Dich wieder in einer Fachsimpelei mit anderen, die Dir in Vernunft, Logig,Dialektik,Scholastik usw.gewachsen sind begeben.ich bin es nicht
    und hab heute auch keine Lust zu solch langen treads .Nicht böse sein.
    Und bleibe dabei,dass MICH in einem SF Film der auf äktion ausgerichtet ist und NICHT SF mit hauptsachlich gesellschaftlichen
    hintergrund (das wäre dann sehr interessant für mich) das nichtssagende geflirte und küssen egal ob mann mann Mann Frau, Frau Frau öde ist.Und auf die typischen Identifikationsfiguren die alle Schwulen NUR als Tunte zeigen kann man ehe verzichten,denn dies ist auch kein reales bild von uns.Aber , wem aus dem Forum soll ich Dir denn empfehlen für das weiterführen der diskussion ?
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#5 Mirror
  • 30.01.2009, 19:11h
  • Antwort auf #3 von Sascha
  • noch was ja,sascha ,ich trau mich ja kaum noch was zu schreiben,kannst Du nicht mal etwas lockerer hier sein hast du doch schon bewiesen als AlexBerlin Dir unterschwellig versprochen hat den arsch zu hauen.
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#6 AxelBerlinAnonym
  • 30.01.2009, 20:16h
  • Antwort auf #5 von Mirror
  • ach mirror, du machst dir gar keine vorstellungen, was das für eine langwierige prozedur ist, um endlich an den arsch des obersten obersozialisten zu gelangen.
    2 tage verhandle ich nun schon mit der UNO-Menschenrechtskommission, weil er vorgetragen hat, er werde von einem kapitalisten verfolgt. und nun wurde auch noch die genfer konvention hinzugezogen. ein endloses verfahren, sage ich dir.
    es sieht so aus, als ob ich reparationen bezahlen muss, obwohl ich ihn gar nicht angefasst habe.
    ich frage mich, wieso der stalin so problemlos sich an den genossen vergreifen konnte.
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#7 AxelBerlinAnonym
#8 Mirror
  • 30.01.2009, 20:46h
  • Antwort auf #6 von AxelBerlin
  • Achtung ,ich bin auch eher etwas links aber ich will für mich nicht in Anspruch nehmen nur in DENKMODELLEN denken zu dürfen,ich denke gern was ich denken will und will mich da nicht
    von irgendeiner Partei oder anderen organisation einkaufen lassen,die verkaufen doch ALLE nur Denkmodelle und wenn sie was anderes verkaufen sind das alles nur lockmittel wie sonderangebote im Supermarkt.Es läuft aber immer auf das Motto hinaus willst du das Sonderangebot kriegst Du den ganzen anderen Mist auch in den Wagen -aber ans Sonderangebot kommst Du erst wenn Du links oder rechts oder mittig
    orientiert bist.bäh
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#9 AxelBerlinAnonym
#10 Mirror
  • 30.01.2009, 22:15h
  • Antwort auf #9 von AxelBerlin
  • beissen nicht so schlimm wie die rechten,aber manchmal halt immer nur in die selben wunden ,die sich dewegen niemals schließen können.
    und ausserdem ist es manchmal so ,dass nicht nur in der Elektrik Gleichstrom verkauft wird.
    (Ehrlich gesagt ging bei mir bis jetzt jede sture zuordnung in die Hose,wie es mit Scheisse eben manchmal ist.)Aber ich bin FREI und dass ist das wichtigste und ich liebe meine Beliebigkeit
    (ich weiss das sollte ich nicht schreiben)
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