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  • 28. Januar 2009 20 1 Min.

Im krisengeschüttelten Island soll Sozialministerin Jóhanna Sigurðardóttir als erste offen homosexuelle Politikerin gewählte Regierungschefin eines Landes werden.

Wie eine Sprecherin der Sozialdemokraten bekannt gab, soll Sigurðardóttir eine Übergangsregierung gemeinsam mit den Linksgrünen anführen. Die Minderheitsregierung will dann in Kürze Neuwahlen abhalten lassen.

Island ist derzeit in eine tiefe Wirtschaftskrise geraten, nachdem der überbewertete Bankensektor des Landes zusammengebrochen war. Für dieses Jahr wird ein Minuswachstum von rund zehn Prozent auf der Insel erwartet. Nach anhaltenden Protesten ist der bisherige Premierminister Geir Hilmar Haarde von der liberal-konservativen Unabhängigkeitspartei von seinem Amt zurückgetreten.

Die 66-jährige Sozialdemokratin Sigurðardóttir ist Meinungsumfragen zufolge die populärste Politikerin Islands. Sie begann ihre berufliche Laufbahn Anfang der 60er Jahre als Stewardess bei der staatlichen Fluglinie und engagierte sich bald in der Gewerkschaft der Flugbegleiter, deren Vorsitzende sie schließlich wurde. Seit 1978 ist sie Abgeordnete im Althing, dem isländischen Parlament. Heute lebt sie mit ihrer Lebenspartnerin Jónína Leósdóttir zusammen. Das Paar hat drei erwachsene Kinder.

Island gehört zu den homofreundlichsten Ländern der Erde. Alle Gesetze gegen Homosexualität wurden 1940 aufgehoben. Seit 1996 gibt es Eingetragene Partnerschaften, die die gleichen Rechte und Pflichten beinhalten wie die Ehe. (dk)

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-w-

#1 Mirror
  • 28.01.2009, 17:56h
  • Na also ,geht doch.
    Wir zwingen jetzt unsere Bundesregierung zur vollen Gleichstellung andernfalls wandern wir alle aus nach Island und eröffnen dort mit dem Papst einen schwulen Sexshop
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#2 GerdAnonym
  • 28.01.2009, 18:25h
  • Na das freut mich, dass nach Per-Kristian Foss in Norwegen (Finanzminister, führte Übergangsregierung) es nun eine offen lesbische Frau mit Familie an die Spitze Islands schafft. Sie scheint sehr beliebt in Island zu sein und das dürfte auch nicht weiter wundern, da die Konservativen in Island jahrelang auf Neoliberalismus und bommenden Finanzmarkt mit wilden Spekulationsgewinnen gesetzt haben und jetzt dort alles in Island zusammengekracht ist. Das ganze Bankensystem mußte in der Not verstaatlicht werden. Als Sozialministerin mit langjähriger Gewerkschaftsarbeit gehörte sie nicht zu den Verfechtern neoliberaler Gewinnmaximierung. Das isländische Volk ist richtig sauer auf die Politik der Konservativen und der Grossen Koalition in Island.

    Da wünsche ich Jóhanna Sigurðardóttir viel Erfolg, dass sie diese Herkules aufgabe lösen kann, die Konservative und neoliberale Marktverfechter ihr hinterlassen haben.
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#3 RabaukeAnonym
  • 29.01.2009, 10:07h
  • Also ich finde das Spitzenklasse!!! Wäre ich nochmal 20zig, ich würde nach Island auswandern.
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