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Die Bundeszentrale für politische Bildung hat dem Druck evangelikaler Christen nachgegeben und gibt im ersten Halbjahr 2009 zwei Publikationen zum Thema "Christliche Verantwortung in der demokratischen Gesellschaft" heraus.

Damit entschuldigt sich die Behörde des Bundesinnenministeriums offenbar für einen Artikel in der geförderten Schülerzeitung "Q-Rage", in dem Jung-Journalisten unter anderem kritisierten, dass radikale Christen Homosexuelle "heilen" wollten. Darin ging es insbesondere um ein geplantes Seminar in der evangelischen Jugendmassenveranstaltung Christival, in dem die Umpolung von Schwulen und Lesben propagiert werden sollte (queer.de berichtete). Die Autoren verurteilten in "Die evangelikalen Missionare" die Radikalisierung von evangelikalen Christen und verglichen sie mit radikalen Moslems.

Am Donnerstag hat nach Angaben der "taz" das aus 22 Bundestagsabgeordneten bestehende Gremium der Behörde zudem mit knapper Mehrheit entschieden, die Evangelikalen in einer Ausgabe der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" und einer Ausgabe der "Informationen zur politischen Bildung" zu Wort kommen zu lassen. Zuvor hatte sich der Bundeszentralenchef Thomas Krüger bei den Evangelikalen für den Artikel entschuldigt. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 hwAnonym
#3 xyAnonym
  • 30.01.2009, 18:40h
  • "Damit entschuldigt sich die Behörde des Bundesinnenministeriums offenbar für einen Artikel in der geförderten Schülerzeitung 'Q-Rage', in dem Jung-Journalisten unter anderem kritisierten, dass radikale Christen Homosexuelle 'heilen' wollten."

    Das ist das Ergebnis nach sechzig Jahren Bundesrepublik und dokumentiert hervorragend den mittlerweile herrschenden Zeitgeist: Wer rechte Umtriebe offen benennt und kritisiert, hat sich dafür zu entschuldigen und tätige Reue zu leisten.

    Immer schön das Maul halten, den ganzen Mist mitmachen und nie darüber nachdenken, wohin wir steuern.
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#4 smallAnonym
  • 30.01.2009, 21:51h
  • Unglaublich das ganze…. Und das mitten in Deutschland….

    Da nehmen 2 Jugendliche kein Blatt vor dem Mund, pinkeln diesen Kirchenfuzis etwas ans Bein und die rasten total aus…. Aus deren Sicht verständlich, da wird ja die Top-Zielgruppe verunsichert…

    Das schlimmste aber die Rolle dieser Zentrale für politische Bildung…
    Ich kann mich erinnern, zu Oberstufenzeiten von denen diese Broschüren bekommen zu haben. Ich habe damals daraus viel gelernt über Faschismus, Indoktrination, Feindbildaufbau, Ideologien, religiösen Wahn und vor allem deren Mechanismen…

    Es ist schon bedauerlich, dass der Chef dieser Behörde offensichtlich die eigenen Publikationen nicht liest, oder was noch schlimmer ist, diese nicht verstanden hat, bzw. nicht in der Lage ist das gelernte anzuwenden!!!

    Wenn ich aus diesen Publikationen eins gelernt habe, die Mechanismen bleiben immer die gleichen ob die Anwender nun Göbbels oder Steeb heißen…
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#5 metökeAnonym
  • 30.01.2009, 23:43h
  • Zitat aus dem Artikel: "...das aus 22 Bundestagsabgeordneten bestehende Gremium der Behörde [hat] zudem mit knapper Mehrheit entschieden..."
    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Weder hat Herr Krüger denen irgendetwas angeboten, noch diese Aktion befürwortet. Hingegen hat der Vorsitzende des Kuratoriums, ein CDU-Bundesdtagabgeordneter aus dem evangelikalen Umfeld, ihn massiv unter Druck gesetzt. Ebenso eine unglaublich krasse gezielte Kampagne gegen die Q-Rage und die bpb:
    Bei der taz und Spiegel.de sind reichlich Informationen zu dem Vorgang zu finden. So wurden Fotos der 18jährigen Schreiber und ihrer Wohnhäuser im Internet veröffentlicht! Der Wikipedia-Artikel zu Thomas Krüger besteht nun zu zwei Dritteln aus gezielter Propaganda zu diesem scheißirrelevanten Theater.
    Wenn also Kritik angebracht ist, dann erstmal an dem offenbar demokratische Grundwerte verachtenden Teil der Evangelikalen Allianz, der die Kampagne betrieben hat.
    Krüger kann dafür kritisiert werden, dass er so schnell den Schwanz eingezogen hat; muß aber nicht, da die bpb tatsächlich extrem neutral zu sein hat. Hingegen muß man ihm vorwerfen, dass er die jugendlichen Autoren im Regen hat stehen lassen.
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#6 FloAnonym
  • 31.01.2009, 14:20h
  • Also das ist ein echter Skandal:
    man kann ja zu Homoehe, etc. unterschiedlicher Meinung sein, aber diese angeblichen Homoheilungen sind schwerste Gehirnwäsche und funktionieren nicht ohne massivste psychische Schädigungen, die Missbrauch in nichts nachstehen und teilweise sogar zum Suizid führen.

    Dass eine staatliche Stelle solche faschistische Propaganda verbreitet, ist ein riesiger Skandal und zeigt, wie mächtig die Homohasser schon sind!!

    Dass sich ausgerechnet die Bundeszentrale für politische Bildung so vor den Karren demokratiefeindlicher Bewegungen spannen lässt ist eine Riesensauerei!!
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#7 remixbebAnonym
#8 stephan
  • 03.02.2009, 00:19h
  • Da fehlen auch mir die Worte und heute Abend noch landen die Publikationen der Bundeszentrale allesamt im Altpapier! Ich habe sie sonst gerne selber gelesen und auch an Schüler weiter empfohlen, aber wenn es nun dort dezidiert um christliche und nicht staatsbürgerliche Verantwortung geht, so haben diese Veröffentlichungen keinen Wert mehr, das muss ich - der ich durchaus daran glaube, dass in Jesus von Nazareth eine menschenfreundliche Seite Gottes aufleuchtet - in aller Entschiedenheit konstatieren. Wenn man sich nun entschieden hat, Müll zu produzieren, dann kommt er auch dorthin, wohin er gehört ...
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#9 stromboliProfil
  • 03.02.2009, 12:03hberlin
  • Antwort auf #8 von stephan
  • das nenne ich bürgerliche verantwortung übernehmen!

    Aber vorher lesen, damit es keine falsche zensur wird... was wenn die jugendlichen redakteure sehr wohl in der lage sind, diesen dumpfbacken paroli zu bieten... ??
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