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https://queer.de/?9942
  • 30. Januar 2009 9 1 Min.

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat dem Druck evangelikaler Christen nachgegeben und gibt im ersten Halbjahr 2009 zwei Publikationen zum Thema "Christliche Verantwortung in der demokratischen Gesellschaft" heraus.

Damit entschuldigt sich die Behörde des Bundesinnenministeriums offenbar für einen Artikel in der geförderten Schülerzeitung "Q-Rage", in dem Jung-Journalisten unter anderem kritisierten, dass radikale Christen Homosexuelle "heilen" wollten. Darin ging es insbesondere um ein geplantes Seminar in der evangelischen Jugendmassenveranstaltung Christival, in dem die Umpolung von Schwulen und Lesben propagiert werden sollte (queer.de berichtete). Die Autoren verurteilten in "Die evangelikalen Missionare" die Radikalisierung von evangelikalen Christen und verglichen sie mit radikalen Moslems.

Am Donnerstag hat nach Angaben der "taz" das aus 22 Bundestagsabgeordneten bestehende Gremium der Behörde zudem mit knapper Mehrheit entschieden, die Evangelikalen in einer Ausgabe der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" und einer Ausgabe der "Informationen zur politischen Bildung" zu Wort kommen zu lassen. Zuvor hatte sich der Bundeszentralenchef Thomas Krüger bei den Evangelikalen für den Artikel entschuldigt. (dk)

-w-

#1 hwAnonym
#3 xyAnonym
  • 30.01.2009, 18:40h
  • "Damit entschuldigt sich die Behörde des Bundesinnenministeriums offenbar für einen Artikel in der geförderten Schülerzeitung 'Q-Rage', in dem Jung-Journalisten unter anderem kritisierten, dass radikale Christen Homosexuelle 'heilen' wollten."

    Das ist das Ergebnis nach sechzig Jahren Bundesrepublik und dokumentiert hervorragend den mittlerweile herrschenden Zeitgeist: Wer rechte Umtriebe offen benennt und kritisiert, hat sich dafür zu entschuldigen und tätige Reue zu leisten.

    Immer schön das Maul halten, den ganzen Mist mitmachen und nie darüber nachdenken, wohin wir steuern.
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