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  • 02. Februar 2009
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Die Berlinale startet am 5. Februar mit einer Fülle queerer Filme. Beim TEDDY Award erhält die ehemalige Sexikone Joe Dallesandro den Spezial-Preis.

Von Carsten Weidemann

Der TEDDY Award, der älteste und weltweit wichtigste queere Filmpreis wird im Februar 2009 während der Internationalen Fimfestspiele Berlin (05.02.2009 bis 15.02.2009) bereits zum 23. Mal vergeben.

Die internationale TEDDY-Jury aus acht schwul-lesbischen Filmemachern und Queer-Filmfestival-Organisatoren wird Filme aus allen Berlinale-Sektionen sichten, die in einem schwulen, lesbischen oder transidentischen Kontext stehen. Der TEDDY wird in den Kategorien Bester Spielfilm, Bester Dokumentarfilm und Bester Kurzfilm vergeben. Und in diesem Jahr wird es eine Menge queerer Filme zu bestaunen geben (siehe Galerie).

Erstmals ist UNAIDS institutioneller Partner des Teddy Award. Der Unter-Generalsekretär der Vereinten Nationen und neue Excecutive Direktor von UNAIDS, Michel Sidibé, wird Gast der 23. TEDDY Award Verleihung und Gesprächspartner auf der Bühne im Haus der Kulturen der Welt sein.

Der diesjährige Special TEDDY Award wird an Joe Dallesandro verliehen, der in den 70er Jahren als Warhol Superstar zur sexuellen Ikone einer ganzen Generation wurde. Die Filme von Andy Warhol, Paul Morrissey oder Serge Gainsbourg's Je T'Aime Moi Non Plus (1975) machten Dallesandro legendär.

Wieland Speck, Leiter der Berlinale-Sektion Panorama und Vorsitzender des Vereins TEDDY e.V., erinnert sich: "Dallesandro war zu der Zeit nicht nur der schönste Mann seiner medialen Generation, sondern bot seine erotische Anziehungskraft an und hat sich bewusst objektivieren lassen. Er hat eine physische Erscheinung, derer man nie müde wird zuzusehen. Das gilt für das bewegte Bild genau so wie für Fotos – und für Männer wie Frauen."

Am 13. Februar 2009 werden im Rahmen der von Annette Gerlach moderierten Gala im Haus der Kulturen der Welt Filmschaffende ausgezeichnet, die, wie schon Pedro Almodovar, Gus van Sant, François Ozon, Stanley Kwan, Todd Haynes, Heiner Carow, Oscar Preisträgerin Peggy Rajski, Rob Epstein und Jeffrey Friedman, Special TEDDY und Oscar Preisträgerin Tilda Swinton und viele andere vor ihnen, die Welt um queere Themen und Filme bereicherten.

"Wir werden für 2009 auf gute Übertragungsmöglichkeiten innerhalb des Hauses setzen, sodass auch die Besucher, die kein Ticket für das große Auditorium bekommen konnten, live an der Preisverleihung teilnehmen können" verrät Elser Maxwell von der Produktionsfirma Cine Plus. "Im Partyangebot nach der Preisverleihung gibt es Chillout-Zonen mit Lounge Charakter und Ambient Sounds, sowie einer live Rockshow um Mitternacht mit der SQUEEZEBOX, so dass sich das Flanieren im Haus der Kulturen der Welt nach der Verleihung wirklich lohnt." Für die traditionelle Gala haben die TEDDY-Macher Las Vegas Showgröße und Performance- Künstler Joey Arias gewinnen können, weitere illustre internationale Festival-Gäste werden erwartet.