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- 02. Februar 2009 2 Min.
Das Bistum Fulda verteidigt die Worte ihres Bischofs Heinz Josef Algermissen, der letzte Woche die Homo-Ehe als "abartig" bezeichnet hatte.
Nicht "alle Handlungen von Menschen in gleicher Weise richtig und nicht alle Lebensformen gleich gut", erklärte Christof Ohnesorge, Pressesprecher des Bistum Fuldas. "Homosexuelle Beziehungen lehnt die Kirche ab, da die Geschlechtlichkeit nach der Schöpfungsordnung auf die eheliche Liebe von Mann und Frau hingeordnet ist." Bischof Algermissen hatte bei einer Fragestunde vor rund 40 Jugendlichen die Ehe von gleichgeschlechtlichen Paaren sowie die Adoption durch Lesben und Schwule für "abartig" erklärt (queer.de berichtete).
Dafür war er auch aus der Politik scharf kritisiert worden. So erklärte Volker Beck, grüner Fraktionsgeschäftsführer im Bundestag, dass die Bezeichnung "abartig" eine "üble biologistische Entgleisung und Diffamierung" sei. "Sie ist für Demokraten nicht akzeptabel." Diffamierende Reden von Bischöfen müssten Konsequenzen haben, fordert Beck: "Die antisemitischen Ausfälle von Bischof Williamson und die antihomosexuellen Diffamierungen von Bischof Algermissen darf man nicht durchgehen lassen."
Williamson ist ein von Papst Benedikt XVI rehabilitierter Bischof, der in Interviews den Holocaust geleugnet hat (queer.de berichtete). Das Bistum Fulda wehrt sich allerdings gegen den Vorwurf, dass homofeindliche Äußerungen so schlimm seien wie judenfeindliche: "Bischof Algermissen verwahrt sich entschieden gegen jeden Versuch, seine Aussagen in die Nähe der entsetzlichen holocaustleugnerischen Äußerungen Williamsons zu bringen. Für Antisemitismus ist in der katholischen Kirche absolut kein Raum", erklärte Ohnesorge.
Weiterer Homo-Hasser zum Bischof ernannt
Papst Benedikt XVI hat unterdessen einen weiteren ultrakonservativen Priester zum Bischof ernannt: Gerhard Wagner ist neuer Weihbischof der Diözese Linz in Österreich. Er erklärte 2005, dass Schwule Schuld an der Zerstörungskraft des Hurrikans Katrina in New Orleans gehabt hätten. Schließlich hätten "Homo-Verbände" zwei Tage später eine Veranstaltung geplant, so Wagner im Pfarrblatt. Ferner sei nicht zufällig die Stadt "mit den besten Bordellen und den schönsten Huren" zerstört worden. Auch in der Belletristik weiß Wagner, wo der Teufel sein Unwesen treibt: Die Harry-Potter-Reihe ist nach Ansicht des 54-Jährigen "satanisch". (dk)















Nanu ? Waren seine Excellenz die letzten Tage
auf Wolke 7 um zu frohlocken ?Oder kann er nur Lateinisch gedruckte Vatikanproduktionen lesen.?
Das wird ja immer schlimmer.
Jetzt sind es schon drei ,die zurücktreten müssten,ersst Finanzkrise dann Glaubenskrise und jetzt auch noch Auftrittskrise,einfach inflationär