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- 02. Februar 2009 1 Min.
Die Russisch-Orthodoxe Kirche hat Metropolit Kyrill am Sonntag als Patriarchen eingesetzt. Der 63-Jährige hat in Interviews Schwule mit Kinderschändern verglichen.
"Moral ist entweder absolut, oder es gibt sie nicht. Wenn Sie Homosexualität rechtfertigen, warum dann nicht gleich Pädophilie?", erklärte Kyrill vor einem Jahr im Interview mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (queer.de berichtete). Der neue Chef der 135 Millionen Russisch-Orthodoxen Christen begründete seinen Vergleich mit der Heiligen Schrift: "Die Bibel nennt das Sünde", so Kyrill zur Homosexualität. Der CSD Moskau sei daher lediglich "eine aufdringliche Zurschaustellung von Unzucht".
Kyrill gilt in sozialen Fragen als sehr konservativ und hat in der Vergangenheit auch nicht gezögert, seine Meinung zu vertreten. In Russland nimmt Beobachtern zufolge derzeit der Einfluss der Kirche auf die Politik zu. Insbesondere wird die Einführung von Religionsunterricht an staatlichen Schulen gefordert.
Bislang war Kyrill Chef des Außenamtes seiner Kirche. In traditionsbedachten Kreisen ist er allerdings nicht sehr beliebt, weil er die Ökumene befürwortet. (dk)














