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- 06. Februar 2009 1 Min.
Im Thüringer Landtag weigert sich die CDU, einen Gesetzentwurf der Linkspartei zur Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartnern mit Eheleuten in den Ausschüssen weiter zu beraten.
Das erklärte Linke-Justizexperte Ralf Haubold am Donnerstag. Er bezeichnete es als "weltfremd", dass die Christdemokraten die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes weiter abstreiten. Die größte Oppositionspartei im thüringischen Landtag strebt an, 52 Gesetze und Verordnungen zu ändern, damit Eingetragene Lebenspartner die gleichen Rechte erhalten wie Eheleute.
Der thüringische Lesben- und Schwulenverband wirft der CDU-Alleinregierung schwere Versäumnisse bei der Frage der Homo-Rechte vor. So würden nicht nur Beamte etwa bei der Hinterbliebenenversorgung ohne Grund benachteiligt, in vielen Landkreisen dürften sich Schwule und Lesben zudem nicht in Standesämtern verpartnern, sondern müssten auf die Ordnungsämter ausweichen. (dk)
Mehr zum Thema:
» Thüringen: Linke will Gleichstellung (22.01.09)















Die thüringische CDU könnte da viel von der hamburgischen oder saarländischen CDU lernen.
Es wird doch wohl Zeit, dass im Bundesland Thüringen im Herbst bei den Wahlen, die dortige Alleinregierung der CDU kippt, damit dann eine andere Regierung das thüringische Landesrecht anpassen kann, wie es bereits in vielen anderen Bundesländern geschehen ist.
An den CDU-Landesverbänden in Thüringen und Baden-Württemberg im Vergleich zu den CDU-Landesverbänden in Saarland und Hamburg läßt sich gut erkennen, dass ein Riß durch die CDU geht, wenn es um die Rechte homosexueller Paare geht.