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Der gerade von Papst Benedikt zum Linzer Weihbischof ernannte Priester Gerhard Maria Wagner hat im österreichischen Nachrichtenmagazin "profil" die Umpolung von Homosexuellen propagiert.

Wagner erklärte auf die Frage, ob Homosexuelle behandelt werden sollen: "Dafür gibt es genügend Beispiele, nur davon spricht man nicht." Zudem bezeichnete er die österreichische Abtreibungsgesetzgebung als "mörderisch". Diese Aussagen führten zu heftigen Reaktionen von liberalen katholischen Gruppen, die nun eine erhebliche Zunahme der Kirchenaustritte befürchten.

Auch die grüne Nationalratsabgeordnete Ulrike Lunacek erklärte, mit seiner angestrebten Heilung von Schwulen und Lesben trete er auch dem Klerus "direkt ins Gesicht", da er eine "wissenschaftlich und gesellschaftlich völlig unhaltbare Forderung" aufstelle: "Der ‚Läuterung' und Behandlung bedürfen nicht Lesben und Schwule, sondern jene, die unheilbar von solchen Vorurteilen infiziert sind", so Lunacek.

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Kritik gab es auch an einem Interview des Gottesmannes in der Tageszeitung "Kurier", in der der Weihbischof "unmoralische" Taten des Menschen für Naturkatastrophen verantwortlich machte. Er wiederholte damit seine Meinung aus dem Jahr 2005, in der er den Schwulen die Schuld an der Zerstörungskraft des Hurrikans Katrina in New Orleans gab. "Homo-Verbände" hätten die rund 1800 durch den Wirbesturm getöteten Menschen auf dem Gewissen, weil sie eine Veranstaltung geplant hätten: "Nein, ich nehme gar nichts zurück, das ist doch wahr", erklärte Wagner jetzt im "Kurier". Gott würde auf diese Weise die Menschen maßregeln: "Eltern strafen ja auch ihre Kinder – und das hoffentlich aus Liebe. Warum soll Gott nicht auch ein Signal setzen? In der Heiligen Schrift haben wir ganz klar das Prinzip des strafenden Gottes."

In den letzten Wochen steht die katholische Kirche vermehrt in der Kritik, weil Papst Benedikt XVI den Ausschluss der ultrakonservativen Pius-Bruderschaft rückgängig gemacht hat. Deren Weihbischof Richard Wiliamson leugnet seit Jahrzehnten den Holocaust und hat die Aussage erst vor kurzem im schwedischen Fernsehen wiederholt (queer.de berichtete). Auch Homosexuelle waren in den letzten Wochen Opfer katholischer Ausfälle: So erklärte der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen vergangene Woche die Homo-Ehe für "abartig" (queer.de berichtete). Im Januar hat zudem der Salzburger Weihbischof Andreas Laun vor der "Homosexualisierung der Gesellschaft" gewarnt (queer.de berichtete). Für den 65-Jährigen haben Schwule 'keinen Nutzen für die Allgemeinheit'. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

71 Kommentare

#1 yetAnonym
  • 08.02.2009, 10:58h
  • Hier stellt sich die Frage, wer kränker ist - einer Schwuler oder der Bischof. Es ist erstaunlich, dass so ein Mann noch frei rumrennen darf. Der Mann gehört in die Gummizelle.
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#2 Tim_ChrisProfil
  • 08.02.2009, 11:25hBremen
  • Oh Bene, bitte mach weiter und hol dir noch mehr solcher Dummdödel ins Boot, um dich damit möglichst schnell selbst ins Aus zu kicken und die kath. Kirche gleich mit. Damit zeigst du dann auch der Politik wie "wichtig" Kirche für das gesunde Volk und den Weltfrieden ist. Nämlich genauso wichtig wie ein Pickel am A....
    Ich hoffe, die Politiker kapieren endlich und streichen diesen lästigen Schwanz aus der Liste derer, die noch immer Einfluss auf Innen- und Außenpolitische Themen nehmen dürfen, staatlich sanktioniert und getragen und mit Ausnahmeregeln überhäuft werden müssen.
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#3 werters echterAnonym
  • 08.02.2009, 11:32h
  • Schon lustig: Erst wird einer von Benedict wieder aus der Versenkung geholt, der ein eindeutiger Extremist ist und nun meldet sich noch so einer zu Wort...
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#4 Tim_ChrisProfil
  • 08.02.2009, 11:33hBremen
  • Ich muss mich korrigieren:
    "Nämlich genauso wichtig wie ein Pickel am A...." muss eher heißen: Genauso wichtig wie ein streuendes Krebsgeschwür.
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#5 gatopardo
  • 08.02.2009, 11:43h
  • Ja, sollen sie ruhig fortfahren, ihre lächerlichen und unwissenschaftlichen Ansichten zu verbreiten, was sie immer weiter von denen isoliert, die sie noch zu kontrollieren glauben. Nur weiter so !
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#6 werters echterAnonym
#7 gerdAnonym
  • 08.02.2009, 12:11h
  • Ach dann möchte Weihbischof Wagner also die Bürgermeister von Hamburg, Berlin und Paris sowie die isländische Regierungschefin heilen ?

    Der hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank und solch ein Mensch wird dann auch noch gegen den Willen der örtlichen Kirchenvorständ und obgleich er nicht auf der Liste der Weihbischofsanwärter stand, gewählt. Bestimmt ist er mit dem Salzburger Weihbischof Laun gut befreundet und in Rom hat dies bekanntlich Methode, dass immer wieder Bischöfe ernannt werden, die von den katholischen Laien vor Ort nicht gewollt sind. Bei Bischof Meissner in Köln war dies bekanntlich damals auch so, dass der nicht von der Bistumsleitung vorgeschlagen war.

    Es wird dringend Zeit, dass Laun und Wagner von ihre Irrvorstellungen in bestimmten Themen geheilt werden.
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#8 CafeLatteAnonym
  • 08.02.2009, 12:16h
  • Ein weiterer Geistlicher, der von Naturwissenschaften und der gesellschaftlichen Realität keine Ahnung hat.
    is.gd/iJO3

    Nach den zuletzt getätigten Aktionen des Papstes wundert mich bei diesem "Verein" nichts mehr. Die kath. Kirche wird immer mehr zu einer Ansammlung fundamentalistischer Ewiggestriger.

    Wer's noch immer nicht getan hat, nun wäre es wirklich Zeit, aus der kath. Kirche auszutreten.
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#9 nino89
  • 08.02.2009, 12:22h
  • Hoffentlich treten mehr Menschen aus der RKK aus. Auch wenn das nicht unbedingt viel bringt.
    Aber die RKK ist so oder so absolut krank. War sie zwar schon immer, aber jetzt wirds ganz offensichtlich. Woraus besteht denn die RKK noch? Aus homophoben, antisemitischen und erzkonservativen alten Männern, die sich aus der Welt völlig entfernt haben und mit einem Bein in der Hölle...eh im "Himmel" und dem anderen im Beichtstuhl stehen...
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#10 AxelBerlinAnonym
  • 08.02.2009, 12:23h
  • so soll die linzer maria ihre behandlungskunst an der obersten römischen ornamentschwester und anderen kath. weiberrockträgern vorführen. möglicherweise erledigt sich das problem katholizismus damit auf natürliche weise.
    auch das prinzip "aus liebe strafen" kennen wir.
    diese sau lebt seine perverse sexualität unter dem deckmantel der liebe.
    bei der liebenden züchtigung der schutzbefohlenen kriegen die männer-weiber dann einen hoch und diese erektikon geschieht auf grund des prinzips des strafenden gottes und natürlich des liebenden gottes, der die zölibatären so ganz nebenbei mit pädophilen erlebnissen zwangs-belohnt.
    ein simpler verständlicher kreislauf, der ähnlich funktioniert wie hurrikan katrina.
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