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Kommentare zu:
Linzer Weihbischof will Schwule "heilen"


#1 yetAnonym
  • 08.02.2009, 10:58h
  • Hier stellt sich die Frage, wer kränker ist - einer Schwuler oder der Bischof. Es ist erstaunlich, dass so ein Mann noch frei rumrennen darf. Der Mann gehört in die Gummizelle.
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#2 Tim_ChrisProfil
  • 08.02.2009, 11:25hBremen
  • Oh Bene, bitte mach weiter und hol dir noch mehr solcher Dummdödel ins Boot, um dich damit möglichst schnell selbst ins Aus zu kicken und die kath. Kirche gleich mit. Damit zeigst du dann auch der Politik wie "wichtig" Kirche für das gesunde Volk und den Weltfrieden ist. Nämlich genauso wichtig wie ein Pickel am A....
    Ich hoffe, die Politiker kapieren endlich und streichen diesen lästigen Schwanz aus der Liste derer, die noch immer Einfluss auf Innen- und Außenpolitische Themen nehmen dürfen, staatlich sanktioniert und getragen und mit Ausnahmeregeln überhäuft werden müssen.
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#3 werters echterAnonym
  • 08.02.2009, 11:32h
  • Schon lustig: Erst wird einer von Benedict wieder aus der Versenkung geholt, der ein eindeutiger Extremist ist und nun meldet sich noch so einer zu Wort...
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#4 Tim_ChrisProfil
  • 08.02.2009, 11:33hBremen
  • Ich muss mich korrigieren:
    "Nämlich genauso wichtig wie ein Pickel am A...." muss eher heißen: Genauso wichtig wie ein streuendes Krebsgeschwür.
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#5 gatopardo
  • 08.02.2009, 11:43h
  • Ja, sollen sie ruhig fortfahren, ihre lächerlichen und unwissenschaftlichen Ansichten zu verbreiten, was sie immer weiter von denen isoliert, die sie noch zu kontrollieren glauben. Nur weiter so !
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#6 werters echterAnonym
#7 gerdAnonym
  • 08.02.2009, 12:11h
  • Ach dann möchte Weihbischof Wagner also die Bürgermeister von Hamburg, Berlin und Paris sowie die isländische Regierungschefin heilen ?

    Der hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank und solch ein Mensch wird dann auch noch gegen den Willen der örtlichen Kirchenvorständ und obgleich er nicht auf der Liste der Weihbischofsanwärter stand, gewählt. Bestimmt ist er mit dem Salzburger Weihbischof Laun gut befreundet und in Rom hat dies bekanntlich Methode, dass immer wieder Bischöfe ernannt werden, die von den katholischen Laien vor Ort nicht gewollt sind. Bei Bischof Meissner in Köln war dies bekanntlich damals auch so, dass der nicht von der Bistumsleitung vorgeschlagen war.

    Es wird dringend Zeit, dass Laun und Wagner von ihre Irrvorstellungen in bestimmten Themen geheilt werden.
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#8 CafeLatteAnonym
  • 08.02.2009, 12:16h
  • Ein weiterer Geistlicher, der von Naturwissenschaften und der gesellschaftlichen Realität keine Ahnung hat.
    is.gd/iJO3

    Nach den zuletzt getätigten Aktionen des Papstes wundert mich bei diesem "Verein" nichts mehr. Die kath. Kirche wird immer mehr zu einer Ansammlung fundamentalistischer Ewiggestriger.

    Wer's noch immer nicht getan hat, nun wäre es wirklich Zeit, aus der kath. Kirche auszutreten.
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#9 nino89
  • 08.02.2009, 12:22h
  • Hoffentlich treten mehr Menschen aus der RKK aus. Auch wenn das nicht unbedingt viel bringt.
    Aber die RKK ist so oder so absolut krank. War sie zwar schon immer, aber jetzt wirds ganz offensichtlich. Woraus besteht denn die RKK noch? Aus homophoben, antisemitischen und erzkonservativen alten Männern, die sich aus der Welt völlig entfernt haben und mit einem Bein in der Hölle...eh im "Himmel" und dem anderen im Beichtstuhl stehen...
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#10 AxelBerlinAnonym
  • 08.02.2009, 12:23h
  • so soll die linzer maria ihre behandlungskunst an der obersten römischen ornamentschwester und anderen kath. weiberrockträgern vorführen. möglicherweise erledigt sich das problem katholizismus damit auf natürliche weise.
    auch das prinzip "aus liebe strafen" kennen wir.
    diese sau lebt seine perverse sexualität unter dem deckmantel der liebe.
    bei der liebenden züchtigung der schutzbefohlenen kriegen die männer-weiber dann einen hoch und diese erektikon geschieht auf grund des prinzips des strafenden gottes und natürlich des liebenden gottes, der die zölibatären so ganz nebenbei mit pädophilen erlebnissen zwangs-belohnt.
    ein simpler verständlicher kreislauf, der ähnlich funktioniert wie hurrikan katrina.
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#11 Lars3110
  • 08.02.2009, 12:54h
  • Warum nur haben diese katholo-Perversen eigentlich keine anderen Themen?

    Das Thema Homosexualität scheint bei denen ja eine gewisse Faszination auszuüben. Warum nur?

    In der Bibel kommt sowas nur peripher vor und kann je nach Blickwinkel anders gedeutet werden.
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#12 seb1983
  • 08.02.2009, 13:02h
  • Momentan manövriert sich die katholische Kirche für alle deutlich sichtbar ins Aus.

    Was mich immer interessiert: Warum gehts imme nur um Schwule?? Zu Lesben hört man eigentlich nie etwas...
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#13 AxelBerlinAnonym
  • 08.02.2009, 13:17h
  • Antwort auf #12 von seb1983
  • die frau hat bei denen so eine geringe bedeutung, dass sie gar nicht erwähnenswert ist; sündig von der paradiesgeschichte an.
    und wenn man bedenkt, dass ein grossteil des klerus schwul ist, dürfte da auch noch ein unterschwelliger hass gegen frauen vorhanden sein, weil sie die männer abbekommen, für deren körperliches heil man sich auch verantwortlich fühlt (saschasyndrom).
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#14 gatopardo
#15 gerdAnonym
  • 08.02.2009, 14:06h
  • www.kurier.at/nachrichten/292970.php

    Im österreichischen Kurier befindet sich ein interessanter Artikel über die Lage in Österreich. Selbst ÖVP-Politiker ("und das heißt schon was") haben mittlerweile eine Laienbewegung gegründet und wehren sich gegen den ultra-konservativen Weg in Rom, der die rechten Strömungen in der katholischen Kirchenleitung immer wieder stärkt.

    Die Piusbruderschaft und Wagner sind da nur zwei Beispiele unter vielen, dass dies von Ratzinger politisches Kalkül ist.

    Die Bistumsleitung in Linz hatte Wagner gar nicht auf der Dreiervorschlagsliste und gleichwohl wurde er von Ratzinger ernannt.
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#16 CarstenFfm
#17 SaschaEhemaliges Profil
  • 08.02.2009, 14:26h
  • Antwort auf #13 von AxelBerlin
  • So, wenn du schon ganz nebenbei meinen Namen in die Diskussion einführst und mit Frauenhass verknüpfst, noch dazu im Zusammenhang mit der von dir ausgeführten "perversen Sexualität", dann erkläre uns hier und jetzt, was du unter dem "saschasyndrom" verstehst und belege dies an Hand entsprechender Zitate! Ansonsten läufst du nämlich Gefahr, nichts als billige Beleidigungen auszustoßen (die eher DEINE Komplexe offenbaren als die von irgend jemandem sonst), was hier ja in letzter Zeit allgemein in Mode gekommen und auch großen Zuspruch zu finden scheint.
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#18 alexander
  • 08.02.2009, 15:45h
  • jetzt endlich erschliesst sich mir der sinn des zölibates, man möchte die erdbevölkerung vor der fortpflanzung dieser hirnamputierten schützen, bislang wuchsen ja genügend nach, deren man kaum herr werden konnte, wie man sieht und ertragen muss !
    wem jetzt nicht klar wird, dass sich hier nichts mehr schön reden lässt und eine entschuldigung (die nie erfolgen wird) ausreicht, dem ist nicht mehr zu helfen !

    ich, der ich selbst streng konfessionell, im kirchlichen internat erzogen wurde, bekomme nur noch das grausen ! selbst mit dem weitesten abstand kann man diesem verein keinen respekt mehr zollen !

    die unverschämtheit der übergriffe auf andersgläubige und atheisten sind so rotzfrech, dass sie eigentlich keine staatsform mehr hinnehmen kann ohne sich selbst unglaubwürdig und lächerlich zu machen !

    die linzer maria wartet wohl immer noch auf die eigenen unbefleckte empfängnis ?

    ich möchte nicht in die seelen dieser würdenträger blicken, da kann nur abartigkeit vorhanden sein, eine andere erklärung gibt es nicht.

    der vatikan als geschlossene einrichtung, wäre doch erst einmal eine interimslösung !
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#19 AxelBerlinAnonym
  • 08.02.2009, 16:49h
  • Antwort auf #17 von Sascha
  • niemand wie du verfolgt hier so vehement die sexualisierung des mannes bzw. des jugendlichen mannes in der öffentlichkeit.
    ich denke die kath. kirche hat diesen männerkult, den du herbei sehnst, bereits erreicht.
    dich stören bspw. frauenabbildungen in der öffentlichkeit; in der kath. kirche spielen abgebildete frauen auch nur eine untergeordnete rolle, sozusagen, als hausfrau, in gewisser gesellschaftlicher stellung als "fürbitterin".
    die göttlichen funktionen stehen den männern zu.
    jene funktionen beinhaltet selbst die verbindung des religiösen eros mit dem menschlichen. jesus wird nackt am kreuz dargestellt. nackte putten umschwärmen die gottheit. nackte männliche märtyrer erzählen von der stärke ihres glaubens.
    der homosexualisierte klerus lebt in dieser spirituellen sexualität und übersieht des öfteren die grenzen zur realität.
    wie in der kirche die evolution nie eine chance hatte, weil die schreiber des buches männer waren, so ist sie bei dir chancenlos, weil deine männlich narzisstischen ideen im vordergrund stehen.
    gott bewahre mich vor deinem gesellschaftstraum, wenn die vergangenheit zeigt, dass das schicksal der homosexuellen sehr mit dem der frauen verbunden ist.
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#20 seb1983
#21 Mirror
  • 08.02.2009, 18:55h
  • Antwort auf #5 von gatopardo
  • Vieleicht hast Du recht und wir sollten sie sogar darin bestärken ihren Unsinn zu verkünden und zu verbreiten.Sie passiv machen zu lassen wird nicht soviel bringen.Man müsste sie dazu bringen es selbst so zu übertreiben dass ein großer Teil der eigenen Klientel einfach nur noch sagt ,jetzt dreht der Klerus durch.Auf dem Weg dazu ist er ja schon Wir sollten weiter ein Stachel mit Widerhaken sein in denen
    sich die Kirche verfängt.
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#22 MoritzAnonym
  • 08.02.2009, 19:04h
  • Ihr Deutschen und Österreicher... REAGIERT... tretet aus dem Verein aus... Ihr habt die Macht...

    wir Italiener können nicht oder nur auf Umwegen... und auch wenn wir austreten, macht es für den römischen Haufen keinen Unterschied... sie haben die Verteilung der Steuern zwischen religiösen Gemeinschaften nämlich so geregelt, dass auch wenn ich ausdrücklich dagegen stimme, der grösste Teil meiner Steuern trotzdem an die katholische Kirche geht...

    aber Ihr könnt ihnen durch Euren Austritt klar zeigen, wie der Hase läuft.

    NUTZT diese Macht!!! auch für uns :)
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#23 Michel
  • 08.02.2009, 19:31h
  • Ich finde es gut wie momentan die katholische Kirche momentan gegen sich arbeitet. Das Bild der "Unfehlbarkeit" wird immer deutlicher. Erst der Papst, dann die Linzerschnitte und was weiss ich noch. Vielleicht wachen ja jetzt mal ein paar auf. Einige sind ja wegen der Papstsache aus der Sekte ausgetreten. Bitte mehr davon.
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#24 stephan
  • 08.02.2009, 19:44h
  • Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viele Gedanken sich die "Eunuchen für das Himmelreich" um das sexuelle Leben anderer Menschen machen! Aber was diese unsäglichen Personen noch nie begriffen haben, ist wohl, dass im modernen Rechtsstaat die Handlungen und Lebensweisen danach beurteilt werden, ob sie anderen Menschen schaden oder deren Lebensmöglichkeiten einschränken oder ihre Rechte verletzen. Insofern sind Menschen, die schwul, lesbisch, promisk, keusch oder sonst wie leben, kein Thema, in das sich irgendwer einmischen dürfte. Ganz anders sieht es allerdings mit Personen aus, die fortgesetzt den gesellschaftlichen Frieden durch Hasstiraden, absurde Äußerungen über vermeintliche Gottesstrafen stören und andere Lebensformen herabsetzen. Sie sind extrem gefährlich, da es stets einen gesellschaftlichen Bodensatz gibt, der auch die dümmsten Aussagen noch ernst nimmt - nur weil ein höherer Religionsvertreter sie äußert. Für solche Personen sollte dringend die Möglichkeit der Nachschulung und Therapie geprüft werden, damit sie endlich einmal den Wert, Sinn und die Funktionsweise eines demokratischen Gemeinwesens erkennen und begreifen lernen. Für den Fall der nachgewiesenen Unbelehrbarkeit schlage ich eine Form von Sicherheitsverwahrung hinter sehr hohen Klostermauern vor!
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#25 schlumpfwarriorAnonym
#26 gatopardo
  • 08.02.2009, 20:52h
  • Antwort auf #23 von Michel
  • Als Hobby-Bäcker und -Koch wende ich ein, dass es die Linzer Torte ist, nicht die -Schnitte, die in ihrer Verarbeitung sehr aufwendig sein soll, weshalb man es den regional-kompetenten Backfritzen überlassen kann, sie unfehlbar in die Röhre und wieder rauszuschieben.
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#28 SaschaEhemaliges Profil
  • 08.02.2009, 21:59h
  • Antwort auf #19 von AxelBerlin
  • Na, da kann ich dich beruhigen, @AxelBerlin, denn meine Überzeugungen entsprechen nicht unbedingt deinen subjektiven (und in diesem Fall rundum unzutreffenden) Projektionen! Ich muss mich auch fragen, wie du zu solchen Schlussfolgerungen kommst, denn geschrieben habe ich sowas noch nie. Aber vielleicht liegt das Problem ja darin, dass du allein schon die gesellschaftliche Realität ein wenig anders interpretierst als ich.

    In der Gesellschaft, die ich wahrnehme, wird die breite Masse der jungen Menschen immer aggressiver sexualisiert, und zwar mit vornehmlich kommerzieller Motivation, allerdings bestimmt nicht von mir (und auch nicht von der Kirche - eines der wenigen Dinge, die man denen nicht vorwerfen kann). Und sie wird ausnahmslos in die EINE Richtung sexualisiert, was du mir ebenfalls nicht vorwerfen kannst, denn genau dagegen trete ich ja ein!

    Und auch wenn du es nicht wahrhaben willst: Die Rollenverteilung ist bei dieser zwangsheteronormativen Sexualisierung absolut eindeutig: Frauen werden als die vermeintlich unwiderstehlichen Sexsymbole inszeniert, Männer als diejenigen, die sie anzuschmachten haben. Hieraus ergibt sich auch die grotesk ungleiche Darstellung von Männern und Frauen hinsichtlich ihrer Körperlichkeit, und u.a. die Tatsache, dass miteinander erotisierende Frauen in den Medien inzwischen fast schon zum guten Ton gehören, während man Jungs und Männer in solchen Posen vergeblich sucht.

    So, vielleicht ist damit deutlicher geworden, wie meine "Traumgesellschaft" aussieht: nämlich wie eine, in der nicht immer nur in eine Richtung zwangssexualisiert wird, sondern in der Mann und Frau, homo- und heterosexuelle Identität gleichwertig behandelt und dargestellt und insbesondere die männliche Geschlechtsidentität ("Männlichkeit") nicht in derart aggressiver Weise mit Heterosexualität verknüpft wird.

    Wer die genannten Realitäten nicht wahrhaben will, der wird freilich nur schwer für effektiven gesellschaftlichen Fortschritt eintreten können. Und leider muss ich dir in diesem Zusammenhang auch hinsichtlich der von dir unterstellten, automatisch positiven Korrelation zwischen der Situation von Frauen und schwulen Männern, und dem behaupteten Automatismus einer stetigen Übereinstimmung femininistischer und schwuler Belange widersprechen.

    Empirische Daten zeigen leider das Gegenteil, wenn man sieht, dass junge Frauen sich heute weitaus freier fühlen, sexuelle Erfahrungen mit dem gleichen Geschlecht zu sammeln als noch vor 15 Jahren (der Anteil hat sich gegenüber 1994 verdoppelt), während bei männlichen Jugendlichen eine klar rückläufige Tendenz im Vergleich zu Erhebungen vor 15, 20 oder 30 Jahren festzustellen ist. Außerdem solltest du dich mal mit einem guten Sozialpsychologen unterhalten, der dich darüber aufklären wird, dass die einseitige gesellschaftspolitische Konzentration auf Mädchen und Frauen im Zuge der feministischen und der Gender-Debatte leider auch zu einer Vernachlässigung der speziellen Probleme und nicht gerade einfacher gewordenen Lebenssituation männlicher Jugendlicher geführt hat. All dies sind wichtige und empirisch unstrittige Fakten, die den Hintergrund meiner Ausführungen in diesem Themenfeld bilden und deren Kenntnisnahme und Reflexion ich dir dringend empfehle!
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#29 gatopardo
  • 08.02.2009, 22:10h
  • Antwort auf #27 von hw
  • Huhn gab´s heute, welch ein Zufall.... Hatte drei schwule Gäste, so dass ich eine souveräne vierköpfige Homo-Minigruppe aus Deutschland,Irak,Spanien und Irland zu Tisch bat. Der Nachtisch hatte in der Form geklebt, hab´ihn dann aber als Mandelkuchen mit Zitronenzuckerguss verkleidet und keiner hat´s gemerkt. Wusstest Du, dass Ärger Falten macht und dass man diesen Dingsbums aus Linz deswegen am besten vergisst ?
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#30 AxelBerlinAnonym
  • 09.02.2009, 01:32h
  • Antwort auf #28 von Sascha
  • wenn nun die natur es so gewollt hat, dass 90% der männer nicht auf männer stehen, ist das eben so hinzunehmen.
    darüber will ich gar nicht diskutieren. das naturgesetze nun mal nicht geändert werden können, wissen wir und nehmen wir für uns auch in anspruch.
    auch in der sozialistischen gesellschaft war die frau sexualisierter als der mann; lediglich gab es keine bildwerbung, so dass diese sexualisierung weniger auffällig war.
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#31 GargamelAnonym
#32 stromboliProfil
  • 09.02.2009, 07:31hberlin
  • Antwort auf #30 von AxelBerlin
  • fataler könnte man die regression auf die biologie nicht umschreiben: "wenn nun die natur es so gewollt hat, dass 90% der männer nicht auf männer stehen, ist das eben so hinzunehmen."

    Abgesehen das es so inhaltlich nur auf grund gesellschaftlich gewollter rollenzuweisungen funktioniert, nähmlich der mann einer konditionierung unterworfen ist ( wie ebenso die frau) um in dem gewollten system funktionstüchtig zu sein lässt es fragen offen über die vorhandenen ( verschütteten !) fähigkeiten des mannes am/hin zum eigenen geschlecht.
    Zu sagen: der mann ( zu 90%) steht nicht auf mann bassiert auf einer statistischen zahl; nicht auf der der möglichkeiten, die dem mann trotz gesellschaft, repression und moral zu verfügung stehen.
    Aber, dem eigenen beweis nützlich, nähmlich das wir qua natur eine existenzberechtigung haben, machen wir es uns bequem. Bequem indem wir den biologischen ansatz gegen ein model der sich weiterentwicklung annahmen. Selbst der vatikan wird still wenn die biologie es will. Bis dann die forschung eine medikametierung , ein gen entdeckt das doch umpolt... ja freunde, was dann?
    Entdecken wir dann wieder das feld der psycho-soziologie mit dem vesprechen der wandlung durch annäherung... der geschlechter?
    Ich erinnere mal an das erstaunen das die ergebnisse der kinseyuntersuchungen damals in den 50zigern hervorbrachte: die erkenntnis das fast 50% mit dem eigenen geschlecht experimentierten... Experiment: sind die voraussetzungen für ein experiment günstig , fällt das ergebnis entsprechend aus... !
    Man stelle sich vor: 50 ziger mief und doch 50% experiment. Damit ist nicht die bleibende ausrichtung gemeint , weil die eben den sozial-gesellschaftlichen bedingungen unterworfen. Aber die lust und damit auch das vergnügen am ausprobieren.
    Wenn ich mir die gestörte sicht der heutigen jugendlichen zu sexualität ingesamt und die zur homosexualität im speziellen ansehe, graust mir vor der kommenden generation. Besonders wenn die dann die "verantwortung" im staate tragen wird: da kommt ein rollback miefiger unkultur an moralischen bedenken, wissenschaftsgläubigkeit und bequemen platznehmen in gesellschaftlich zugewiesenen nischen auf uns zu! Und wie meine eltern (eure großeltern) fangen wir wieder an die vorgegebenen "wahrheiten" aus dem reich der forschung nachzukäuen ("das naturgesetze nun mal nicht geändert werden können, wissen wir und nehmen wir für uns auch in anspruch.") wie die ochsen im stall! Menschliche verhaltensformen, sozialale kompetenz als naturgesetz hinstellen... axelBerlin, schwimmst du da immer noch dem konrad lorenz und seinen grauenten hinterher?? Verhaltensforschung nannte sich das unding!
    Überhaupt den begriff naturgesetz im zusammenhang mit gesellschaftlichen entwicklungen ( auch nichtentwicklungen..) zu besetzen ist fatal: so sichteten und ordneten auch die forscher der naziideologie. Da wurden dann auch die nicht änderbaren naturgesetze der menschlichen rassen entdeckt... Biologisch erklärbar was oben und was unten zu sein hat.
    Als gebe es die erkenntnis des sozialen lernens nicht mehr , die zumindest dem biologischen primat NICHT untergeordnet wird.

    Wir sollten mal wieder (!) anfangen, die beschränkungen die uns aufgelegt und von uns sogar noch "kultiviert" werden, nicht nur zu hinterfragen, sondern auch wieder dort hin zu werfen wo es hingehört: auf den müll wissenschaftlicher einbahnstrassen.

    "auch in der sozialistischen gesellschaft war die frau sexualisierter als der mann; lediglich gab es keine bildwerbung" ...
    kanns du das hier mal beweisen?
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#33 alfonsoXII
  • 09.02.2009, 08:09h
  • Religion ist ein Arschloch!!

    Und in Rom ist die Zentrale der Volksverdummung.
    Wie schon Karl Marx nicht nur dieses Problem richtig erkannt hat. "Die Religion ist das Opium des Volkes." Dies haben "Die Toten Hosen" 1996 mit ihrer CD - Opium fürs Volk - den toten Hosen in Rom nochmals rüber musiziert.

    Auf ein neues:- jetzt dieser Weihrauch Junkie-unsere Linzertorte - Gerhard Maria kann auch nicht mehr helfen-Wagner, ein berüchtigtes Urgestein aus, wie kann es auch anders sein, dem braunen Landstrichen Österreichs. Pfui deipi.
    War der nicht auch im Priesterseminar, der grässliche Lutscher?

    Eines-mein "lieber" Wagner-schreibe er sich in sein Gebetsbuch: "Von Typen, die durch ihre kriminelle Aidspolitik in Afrika und anderen Ländern Millionen von Menschen auf dem Gewissen haben, müssen einfach mal ihr dummes Maul halten.
    Ein Vorteil habt ihr, aber nur einen. Die weltliche Legislative kann Verbrecher eures Couleurs nicht habhaft werden, sehr schade.
    Aber einer wird euch an eurem jüngsten Tag holen, ja Gerhard und Konsorten, eben der-holt`s euch der Teufel.
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#34 AxelBerlinAnonym
  • 09.02.2009, 09:40h
  • Antwort auf #32 von stromboli
  • dann mach dich mal an die heterosexuellen männer ran in neu-kölln.
    aber bitte nicht demos veranstalten, wenn du eine auf die nuss bekommst. so ein faustschlag ist eine menschliche verhaltensform und man bekommt ihn als belohnung für übergreifende soziale kompetenz.
    spürbare verhaltensforschung.
    da lachen ja die hühner. selbst will man nicht geheilt werden, aber der heterosexuelle mann soll so eine prozedur über sich ergehen lassen. lol.
    und dann den nazi-eimer ausgießen.
    ich will über solchen blödsinn nicht mehr diskutieren.
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#35 TobiAnonym
  • 09.02.2009, 10:30h
  • "Für den 65-Jährigen haben Schwule 'keinen Nutzen für die Allgemeinheit'. "

    Und für mich haben Hassprediger aus diesem totalitären Verein "Katholische Kirche" keinen Nutzen für die Allgemeinheit. Ganz im Gegenteil: sie verbreiten nur Hass um ihre Macht und ihr Geld zu erhalten...

    Das einzige was die von einer Sekte unterscheidet, sind Geld, Macht, Mitgliederzahl und lange Geschichte.

    Als Sekte wäre die katholische Kirche längst als demokratiefeindlich verboten worden... Aber so wird sie von Parteien wie der CDU/CSU (und oft genug auch von den anderen) hofiert...
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#36 skydiverProfil
  • 09.02.2009, 10:40hStuttgart
  • Also - im Moment dreht bei den katholischen Schwarzkitteln wieder mal ganz mächtig jemand am Rad :-) Ich hab vor 25 Jahren schon die Konsequenz daraus gezogen, und bin aus diesem Verein ausgetreten ...

    Wer im Glashaus sitzt, sollte meiner Meinung nach nicht mit Steinen werfen! Mir fallen auf Anhieb gleich mindestens 5 schwule Priester aus meinem weitläufigen Bekanntenkreis ein, die mit Männern vögeln ...

    Vielleicht sollte Man(n) erst mal damit beginnen, die katholische Kirche selber dahingehend umzupolen, das Priester auch bloss Menschen sind ... der eine hetero und der andere eben schwul ...

    Wowi würde sagen: "Und das ist auch gut so!" :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#37 Mirror
  • 09.02.2009, 13:52h
  • Antwort auf #33 von alfonsoXII
  • Eines-mein "lieber" Wagner-schreibe er sich in sein Gebetsbuch: "Von Typen, die durch ihre kriminelle Aidspolitik in Afrika und anderen Ländern Millionen von Menschen auf dem Gewissen haben, müssen einfach mal ihr dummes Maul halten.
    Ein Vorteil habt ihr, aber nur einen. Die weltliche Legislative kann Verbrecher eures Couleurs nicht habhaft werden, sehr schade.

    Ich muss das mit der Verantwortungslosigkeit der Kath Kirche zur Aidspolitik hiermit einfach nochmal hervorheben.
    Zusätzlich zu Ihrer Mitschuld am Hunger wegen des Verhütungsverbotes, greift beides ineinander, zu einem ungeheuerlichen
    Tatbestand von Massentotschlag zumindest fahrlässiger Tötung .Dafür gehört die kath Kirche
    und ihre Vertreter vor einen Kadi.Aber nein,dagegen geht ja der Gesetzgeber nicht vor obwohl ein Offizialdelik.Im Vergleich- seine Anstrengungen und die der Kirche wenn es darum geht einen einzigen qualvoll sterbenden Menschen human und auf eigenen Wunsch hin sterben zu lassen.
    Verrückter gehts nicht.Kirche Vatikan Papst und dieser Bischof verstossen indirekt gegen wichtige Gesetze und Menschenrechte,ohne dass ihnen das von offizieller Seite jemand ankreidet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#38 alexander
  • 09.02.2009, 14:04h
  • dieses blöde geschwafel über : "wenn es die natur gewollt hätte" ist doch nur kokolores !
    offensichtlich hat die natur die "männchen "schillernder und prächtiger ausgestattet als die weibchen. demnach muss die menschheit so manipuliert worden sein, dass es bei ihr genau umgekehrt funktioniert ! von wem wohl ???
    die kirche und der adel haben die homosexualität letztlich nur verteufelt, weil sie kein kanonenfutter hervorgebracht hat !
    bei allen NATURvölkern spielte homosexualität keine, und schon gar keine negative rolle !
    in den sechziger jahren hatten 90% aller männlichen jugendlichen homosexuelle kontakte, sei es pubertär oder anderweitig.
    diese saudumme programmierung auf männliche oder weibliche verhaltensweisen, lassen sich entsetzlicherweise die heute unter 40jährigen wieder eintrichtern, da waren wir vor 50 jahren schon mal weiter !
    genau das ist aber auch beabsichtigt, denn nur hier können die normen greifen und damit der wundervolle machterhalt garantiert wird. schaut euch alle nur jeden tag die "killermöpse" auf rtl und ähnlichen sendern an, kaum eine frau möchte sich damit indentifizieren, hat aber das gefühl, das gleiche darstellen zu müssen.
    natürlich ist jeder manipulierbar, aber die frage ist zu welchem zweck ? in der werbung, um kohle zu machen, in der kirche um die macht zu erhalten, in unseren regierungen kommt beides zusammen !
    eigentlich überhaupt nicht kompliziert, man muss sich nur gegen die interessen einzelner machtfaktoren wehren!
    wer in der heutigen globalen, medialen welt, die dinge auf das wesentliche reduziert, wird schnell begreifen, dass diese sogenannte gesellschaft eigentlich nur als hammelherde funktioniert, das aber nur weil man ihr keinen freiraum zur entfaltung lässt, aus oben genannten gründen !
    es hat aber keiner mehr lust selbst zu denken, denn wenn man die dinge, sei es politisch oder gesellschaftlich hinterfragt, wird einem nur noch schlecht !
    das letzte jahrzehnt an wirtschaftsskandalen ect. muss uns erst mal jemand nachmachen, egal wohin man schaut, ob im kommunismus, sozialismus oder kapitalismus ! die mechanismen sind und waren immer die gleichen ! und wir stellen uns hin und tun so als wäre alles "normal "? in den 60zigern hätte es einen bürgerkrieg ob der datenmissbrauchschweinerei gegeben !
    zugegeben , wir schwule sind nicht der nabel der welt, wollen wir auch nicht sein, aber wir sind leider abhängig von der "restgesellschaft", uns geht es um unser selbstverständnis ! und das müssen wir massiv einfordern ! denn es kann nicht sein, dass uns irgendwelche hirnverbrannten "würdentäger", einer kirche, die uns z.t. nicht mal betrifft, unser alltägliches leben zur hölle machen.
    aus diesem grunde gibt es die gesetzliche trennung von staat und kirche ! wie kann eine protestantische pfarrerstochter mit sozialistischer agitationserfahrung und einer wissenschaftlicher ausbildung eine audienz beim papst wahrnehmen ?????
    die dame hat ihren familieären schuss nicht mitbekommen, oder aber ihr ist jedes mittel recht ihre macht zu untermauern!
    was muss diese trutschen für einen charakter haben ?
    dieser beelzebub auf dem papstthron ist nicht dumm genug um zu wissen was er macht ? genau das ist jetzt sein dilemma, nur dieser staat ist gefordert uns eine religionsfreihe bürgerschaft zu ermöglichen und zu garantieren, in der jeder einzelne das glauben kann was er will !!!!!
    interessant, dass uns schon italiener bitten, aus dieser kirche auszutreten, da sie es nicht können ?! eigentlich ein witz im 2100 jahrhundert !!!!! spricht aber bände !
  • Antworten » | Direktlink »
#39 gatopardo
  • 09.02.2009, 15:04h
  • Antwort auf #33 von alfonsoXII
  • Da mich das Thema von Betbrüdern und ihren Handlangern anödet, werde ich dagegen umso aufmerksamer auf Deinen Nick AlfonsoXII , dieser spanische Märchenkönig Ende des XIX.Jahrhunderts und seine María de las Mercedes, die mit 18 an Tuberkulose starb, wovon Monarchisten noch heute nostalgisch schwärmen. Schreib´doch mal, was Du damit zu tun hast, um die "Toten Hosen" um diese übersüsste Linzer Torte ein bisschen aufzumuntern.
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#40 stromboliProfil
  • 09.02.2009, 15:20hberlin
  • Antwort auf #34 von AxelBerlin
  • wenn du in deiner eitelen attütüde einfach mal weg, die sätze dir nicht mundgerecht zurechtlegen würdest, könnte man sogar mit dir zu reden !

    Ich spreche nicht von umpolung und nicht von heilung wessen/wer auch immer es sein mag!
    Das interessiert doch gar nicht!
    Von interesse ist: was ist an übergreifenden möglichkeiten vorhanden, was auch nicht erst von uns neu erfunden werden muß! Da ist der blick auf die eigene warme kuhle in der man platz genommen hat zwar angenehm aber geht nur bis an die eigene nasenspitze. Bequem weil sie einmal sexualhistorische tatsachen einfach wegleugnet. Die homosexualität , abgesehen das es diesen terminus erst seit knapp 100 jahren gibt, es in anderen zeiten anders gewicht gegeben hat. Was nicht heist: es gab keine verfolgung der/die denunziert oder inflagranti erwischten. Aber (!) es gab abstufungen und (!) wenn nicht aus irgendwelchen gründen opportun, wurde es ignoriert.
    Überhaupt hatte sexualität in anderen jahrhunderten eien anderen stellenwert( auch unter der religion christentum) und hat diverse entwicklungsmomente durchgemacht, in der gleichgeschlechtliche handlungen zwar kirchlich verfolgt aber ansonsten gedultet; zumindest vertuscht gedultet wurde (Wandergesellensschaft, gesellenlogen, zunftreglen) . Von der vorchristlichen zeit, der zeit der vormonotheistischen religionen wie juden,chriten,islamisten wissen wir, dass gleichgeschlechtlichkeit teil öffentlicher dultung war. Teils sogar bestandteil sakraler handlungen. vom soldatischen nicht zu reden.
    Ich will das nun nicht idealisieren , mir das altertum herbeireden. Aber es ist teil auch UNSERER geschichte!

    Mal auf die heutige zeit bezug nehmend: es gibt weder den zwangsheterosexuellen wie es nicht den zwangshomosexuellen gibt! Wer das gegenteil behauptet ist ein dummkopf zu schimpfen! Es gibt gesellschaftliche zwänge, die, wenn der druck entsprechend groß, die sanktionen entsprechend gesellschaftsausgrenzend (!) , das ausleben und austesten einschränken! Mehr aber auch nicht!
    Alles andere sind (!) krankhafte veränderungen sozialer mängel. Ein homophober/heterophober/frauenphobiker teil einer erkrankung ist, nicht teil eines gesunden reagierens!
    Trotz druck wird sich der /die wege suchen, in denen ausgelebt, ausprobiert wird, was gelebt, probiert werden will.
    Alles andere ist vom hohen ross herab die wahrheit verkünden: biologische naturgesetze!
    Da hol ich nicht mal die nazieimer aus der rümpelkammer, es sei denn, andere, jüngere hier im forum an die herkunft dieser "gesetze" zu erinnern.
    Wenn du dich nicht darüber einlassen willst ok; aber dann lass deinen biologismus hier auch aussen vor!
    Oder wir loten gemeinsam aus was das eine dem anderen sagt.

    Ich hab in jüngeren jahren oft mit hetenmännern geschlafen! Nicht weil sie mein fetisch waren ( scharf drauf einen umzudrehen..) sondern weil sich das meist so ergeben hatte. Was immer auf gegenseitigkeit beruhte. Die zeiten waren schlicht besser! Wer nicht mal schwules ausprobiert hatte galt als spießer und versager.. und umgekehrt! Auch wir schwule experimentierten frisch fröhlich was da gerade mal so rüber kam. Heute haben wir das gegenbild dessen, aber da ich alt genug, auch die zeit vor 1969 -2009 kannte , ist mir die heutige entwicklung unter den jugendlichen irgendwie total bekannt: Der druck ist wieder der selbe, die selbstwahrnehmung wie die verurteilung des abweichenden die selbe. Selbst die sprache erfindet sich nicht neu, wenns um uns warme, arschficker, schwuchteln und säue geht! Das mag zwar in einzeln bereichen unterschiede vorweisen, aber die generelle lage hat sich zurückentwickelt. Da sind wir teil des KOhlschen wendeprgrams geworden: realpolitik,systemfreundliche kritik,glaube an familie und arbeitswelt, erhaltend gegen änderungen, unsicherheit und chaos!
    Und die rechnung wird uns heute präsentiert!
    Männliche sicht auf männlichkeit ist wieder im mainstream des konservativ aggierenden: familie ( trotz scheidungsraten..) ernährer ( trotz arbeitsunsicherheit) ; die alternativen möglichkeiten des erlernen sozialer kompetenzen ( jaja, alex , das gibt es doch!) werden/wurden als gescheitert abgelegt, hervorgekramt die sicherheit der alten "tugenden" . Entsprechend dünn ist ihre/deine fähigkeit, fremdes aufzunehmen!

    Im lotto verliere ich regelmäßig; trotzdem eine wette: ich bin überzeugt, dass mehr als 65% der schwulen um 18- 50 der meinung sind, dass homosexualität ausschlieslich ein biologisches phänomen ist! Ebenso wie sie die grenze zur heterosexualität bei 6-10% sehen. Könnte nun sagen: wartet auf die nächsten schädelvermessungen, die vermessung des beckenrandes, dann seit ihr in eurer biologisch geschützten welt entgültig angekommen. Hier noch ein chromosom gefunden, da eine genschwelle. Und lebt sich nicht gut in dieser welt? kinderkriegen ohne ficken. Um das weiblche chromosom rauszubringen brauchts noch den biologischen rückgriff auf die einzellige, und schon leben wir glücklich in unserer gemeinschaft. Auf der basis aber schaffe ich mir mein eigenes gedankengefängnis. Gefangen in einer erklärung, die "gnade" ob der biologischen "unschuld" einverlangt. Seit nett zu uns, weil, wir können ja nicht anders; deshalb anerkennen wir den uns angebotenen status quo! In dieser seifenblase der wohldultung schillern wir in allen regenbogenfarben!
    Umso schriller der aufschrei, wird die nadel sichtbar, die die blase platzen lassen könnte: heilbarkeit/umpolbarkeit!
    War die sicht aufs biologische, in zeiten der "unverrückbaren erkenntnisse" ein guter einfall sich zu schützen, wirds schnell zum bumerang wenn die bedingungen sich ändern.
    Gerade die biologische begründung z.b. von Hirschfeld und anderen, begründete die experimente, ausgeführt in den KZs, die den beweis der heilbarkeit herbeiführen sollten.Wir wissen doch als blumen und hundezüchter wie das mit der selektiven auslese funktioniert...
    Soviel geschichtsbewusstsein sollten wir von uns und unserer geschichte noch haben! Wenn nicht, ist es zeit daran zu erinnern!
    Und selbst der linzer dorftrottel beruft sich auf ein theologisches: das biologisch abweichende sei durch den glauben überwindbar!
    Wenn aber wir nicht dem auch ein prinzip des glaubens an ein sich wohlfühlen in der gewählten rolle ( ach , und da sind wir wieder im soziologischen kompetenz erarbeiten!) entgegenstellen können, ja was dann? Eine biologische magisterarbeit...?
    Es ist einfach billig und unverantwortlich, der biologie eine rolle zu findung homosexueller identitäten zuweisen zu wollen! Das erklärt nicht mal DEIN bild, dass sich leute von dir machen können , wenn sie denn das glück haben, deine bekanntschaft zu machen. Der blick auf uns, und unser blick auf das uns umgebende, ist produkt einer von uns nicht eigenständig beherrschten reihe von vorgaben.
    Wir spielen dabei die rolle , die , so glauben wir die uns entsprechende ist. Aber überprüft wird das bild nicht durch den blick in den spiegel, sondern durch die gesellschaftlich vermittelte vorstellung vom homosexuellen. Ob ich , du, dragon oder sascha, alle unterliegen wir diesen projektionen:
    Der erfolgreiche, unabhängige freigeist. Der an sich gewachsene bewegungsmensch.
    Frei von der leber weg erklären wir uns und die welt! Umgeben vom habitus des im normalen angekommenen: alle wissen bescheid , die es wissen sollen!
    Aber es ist halt nur TEIL einer wahrheit! Selbstbestimmt sind wir alle NICHT! Allenfalls auf der suche danach.

    Zu den jugendlichen, die hier in neukölln mein umfeld ausmachen: mit 60 suche ich keine jugendlichen sexpartner mehr! Die männer die ich immer noch kennenlerne sind ältere , jedenfalls in der regel über 30/35. Und die verstehn immer noch zu unterscheiden: nämlich das ich mit ihnen spass will und keine umpolung!

    Abschließend: Ich war immer mißtrauig gegenüber denen, die leben, gesellschaft als etwas unveränderliches betrachten. Nicht weil sie daran glauben, sondern eigene vorteile zu verteidigen glauben.
    Böse bin ich ihnen, wenn sie ihre vorteile, nutzen um auf kosten anderer zu leben! Wenn sie wie die fettaugen auf der gesellschaftsuppe schwimmen... die waltz und lindners, die westerwelles dieser zeit, die uns nicht zu sagen haben, aber immer etwas von oben herab sagen.
    Wütend aber werde ich, wenn sie , trotz besseren wissens, ihren unfug weiter verbreiten
    indem sie anderen dummheit unterstellen!
    Denk dran axelB.:Nur tote fische schwimmen mit dem strom!
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#41 TomBerlinAnonym
  • 09.02.2009, 15:42h
  • So ein Weihnbischof kann doch - wie schon der Name sagt - segnen.

    Möge er doch bitte das zeitliche segnen !

    Amen
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#42 Lars3110
#43 Let_B_GayProfil
  • 09.02.2009, 18:03hBad Dürrheim
  • Es darf doch (wieder mal) nicht wahr sein ...
    ... bitte wo sind die HERRSCHAFTEN
    a) in den Kindergarten gegangen ???
    b) zur Schule gegangen ???
    c) studieren gewesen ???
    bzw. was hatten die
    a) für Eltern die nichts im Kopf haben/hatten
    b) ein völlig vermurgstes soziales Umfeld
    c) wahrscheinlich untereinander schon Homo-Sex ..

    Soll noch einmal einer was über muslimische Extremisten sagen ... da ist mir jeder Muslim oder Jude, der normal tickt, lieber im Bett, mal davon abgesehen, das ich beim Kennenlernen nie jemanden nach seiner Religion gefragt habe ;-)

    Eine Schande für die gesamte römisch-katholische Kirche! Egal ob Bischöfe (wie Wagner, Fürst, Lehmann usw.) oder gar der "Hexenjäger" Papst "Benedikt", früher auch "nur" Bischof Ratzinger ...

    Fazit:
    Lauter alte, meist häßliche, im Mittelalter lebende, a-sexuelle, bedauerswerte Menschen (Menschen ?) ...
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#44 Berti von der MuldeAnonym
#45 I.Ramos GarciaAnonym
#46 u-bahn-bertaAnonym
#47 hwAnonym
#48 12 mit 14 nullenAnonym
#49 AxelBerlin Anonym
#50 AxelBerlinAnonym
#51 werters echterAnonym
#52 antosProfil
  • 09.02.2009, 23:49hBonn
  • Antwort auf #47 von hw
  • Unglaublicher Zufall, hw! Genau dieses Rezept hab ich neulich - quasi als einer der Hobbyköche, die wir ja nach grob geschätzt 10 Mio Kochsendungen im Fernseh alle sind - nachgekocht. Und was soll ich sagen? Lecker bzw. "da kannst nix kritisieren".
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#53 der ReporterAnonym
  • 10.02.2009, 00:06h
  • Spätestens jetzt dürfte klar sein, welcher Wind im Vatikan weht. Die Äusserung des Linzer Bischof zeigt meiner Meinung nach einen eindeutigen Trend. Genau diese Äusserung der Kirche hatten wir vor rund 70 Jahren schon einmal. Wer in Geschichte aufgepasst hat, kann sich vielleicht erinnern. Da die Kirch ja noch immer die stärkste Macht im Staat ist und selbst unsere Politiker von der Kirche beeinflusst werden, kommt wohl als nächstes ein Verbot der Ausübung öffentlicher Ämter wie Polizist, Staatsanwalt, Richter oder Arzt für alle schwulen und lesbischen Mitbürger. In weiterer Hinsich, auch wenn man es nicht hoffen will, die Einrichtung so genannter "Besserungsanstalten" zur Umerziehung von uns Schwulen und Lesben oder um das Kind beim Namen zu nennen "Konzentrationslager" für Schwule und Lesben sowie ein Aufruf zum Holocaust gegen uns. Na dann gute Nacht Deutschland und Welt. Also wenn ich nicht schon 1992 aus der Kirche ausgetreten wäre, jetzt würde ich es auf jeden Fall tun.
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#54 HannibalEhemaliges Profil
#55 hw Anonym
  • 10.02.2009, 11:25h
  • Antwort auf #52 von antos
  • ..wobei mir der sinn dieser sendungen eher darin zu bestehen scheint, sich zu trauen...

    bei mir ging das verschärft bei meinem ersten besuch meiner verwandten in brasilien los.
    südwest- und norddeutsche, die im vorletzten
    jahrhundert wegen hunger und armut auswandern mußten und auch noch konnten.
    mischung aus süddeutscher, jüdischer, norddeutscher und brasilianischer arme leute küche...dort außernrum noch italienische, polnische einflüße...
    ein

    @ axel

    was soll ich in der supp ???

    kochschlumpf ? kochbanane ??

    laß das kinder erst ab einem gewissen alter lesen...du bist dann aber nicht mehr ihr freund !

    www.tvdb.info/gfx/epg/081/0810221015040019.jpg
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#56 SaschaEhemaliges Profil
  • 10.02.2009, 11:47h
  • Antwort auf #38 von alexander
  • @axel: Danke für diesen ausgezeichneten, pointierten und aufschlussreichen Beitrag. Bitte mehr davon!

    Du und @stromboli, ihr habt hier in eindrucksvoller und fundierter Weise deutlich gemacht, was wir als Gay Community endlich in den Mittelpunkt unseres Kampfes um Gleichberechtigung rücken müssen: nicht etwa eine "Homo-Ehe" zweiter Klasse oder den Ehegattenzuschlag für homosexuelle Beamte - so wichtig diese Dinge in der spießbürgerlichen Denkwelt der um ihr "Ankommen in der gesellschaftlichen Mitte" so besorgten Anpassungsschwulen erscheinen mögen!

    Nein, was über unsere gesellschaftliche Zukunft entscheiden wird, sind in erster Linie die effektiven Freiräume junger Männer, sich sexuell angst- und zwangfrei zu entdecken und selbstbestimmt auszuleben. Wie können wir die empirisch unstrittigen (aber von den kläglichen Überresten der so genannten Homo-Bewegung in diesem Lande konsequent ignorierten) massiven Rückschritte in den genannten Punkten wirkungsvoll begegnen? Wie kann es uns gelingen, Heteronormativität soweit wie nur irgend möglich, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens aktiv zu bekämpfen und aufzulösen? Welche konkreten Maßnahmen sind dafür im Bildungs- und "Erziehungs"wesen (wir sollten zunächst einmal eine begriffliche Revolution vornehmen und von "Aufklärungs"wesen sprechen), hinsichtlich unserer Repräsentation in den Medien, in den gesellschaftlichen Institutionen etc. erforderlich? Wie können wir den von euch beschriebenen Geist, dass Einfalt, Einfältigkeit, Konformismus und Uniformismus "spießig" und im neudeutschen Sinne "OUT" und von gestern, Vielfalt und Individualität hingegen "cool" und "IN" sind, im 21. Jahrhundert endlich wiederbeleben?

    Es ist höchste Zeit, dass wir uns darüber intensiv und strategisch Gedanken machen, unter Einbeziehung aller relevanten Fragen im psychologischen, soziologischen, Marketing-Bereich usw... Entweder wir setzen der immer aggressiveren, vor allem durch die kommerziellen Medien beförderten heteronormativen (und damit implizit homophoben) Selbstinszenierung, die offenbar gerade jungen Männern immer mehr ihre effektive sexuelle Freiheit raubt, etwas Wirkungsvolles entgegen, oder wir sollten nie wieder den Begriff "Gleichberechtigung" in den Mund nehmen bzw. nur davon träumen, dass selbige mit den überkommenen, durch und durch gescheiterten Ansätzen der letzten rund zwanzig bis dreißig Jahre jemals zu erreichen sein wird.
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#57 SaschaEhemaliges Profil
  • 10.02.2009, 11:57h
  • PS @axel (#38) und @stromboli:
    Aus euren Beiträgen liest man heraus, dass ihr Zeiten erlebt habt, in denen es effektiv weniger verklemmt und heteronormativ zuging als in den pseudoliberalen und ach so fortschrittlichen Jahren/Jahrzehnten (mit ihrer "Homo-Ehe" als oberstem Ziel und angeblichem Wundermittel für "Gleichberechtigung), in denen ich großgeworden bin, und ehrlich gesagt beneide ich euch darum!
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#58 XDAAnonym
  • 10.02.2009, 12:27h
  • Weiß jemand von Euch mit welchen Medikamenten mal probiert wurde Homosexualität zu heilen? Danke.
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#59 obaschwesta holgaAnonym
#60 DragonWarrior
  • 10.02.2009, 12:55h
  • Antwort auf #57 von Sascha
  • @ sascha

    dann solltest du sie auch darum beneiden, dass sie die AIDS-Krise in ihrer vollen härte miterlebt haben...

    das ist dir mit 26 beispielsweise weitgehed erspart geblieben...

    und wenn du glaubst, dass es damals einfacher war, sein coming-out zu haben, hast du dich geschnitten...

    es gab keine seiten für lesbische und schwule jugendliche im internet wie dbna
    www.dbna.de/

    oder lambda

    www.lambda-online.de/

    es gab keine aids-hilfen und keine beratungsstellen für homosexuelle, außer vielleicht (und selbst da bin ich nicht sicher) in berlin...

    damals (bei mir 1981) war's eine sensation, als ein buch für schwule und lesbische jugendliche bei rowohlt erschien...

    ich wär damals beinahe von der schule geflogen, weil ich es gewagt hatte, den verlorenen kampf gegen meinen schuldirektor ("ein plakat für eine schwulesbische schülergruppe? da könnte man ja genausogut werbung für einen puff machen!!") gegen die bezirksregierung ("das verbot ist rechtens, denn der bildungsauftrag der schule enthält eine erziehung zu heterosexualität und familie") in der vor dem schulgelände verteilten schülerzeitung zu kritisieren...

    von der "freien liebe" die stromboli schildert, hab ich nicht viel mitbekommen, vielleicht weil selbst ich dazu noch zu jung war...

    verklär eine vergangenheit, die du nicht erlebt hast nicht zu sehr... das geht leicht daneben... da nützen auch statitiken nichts.

    das die eingetragene lebenspartnerschaft nicht das oberste ziel ist und auch kein wudermittel haben wir schon an -zig anderen stellen diskutiert... *gähn* auf diesen versuch, zu polemisieren steige ich jetzt nicht wieder ein, sondern warte weiter gespannt auf die ersten früchte deiner arbeit...

    ich bin eh der meinung, dass es gut ist von verschiedenen seiten aus anzugreifen... also... lass den großen worten einfach taten folgen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »
#61 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 10.02.2009, 13:39h
  • "Nein, ich nehme gar nichts zurück, das ist doch wahr"

    Also ich habe irgendwo gehört, der Klimawandel und daraus resultierende Klimakatastrophen treten deshalb vermehrt auf, weil der Böse Wolf Frau Holle regelmäßig des Nachts ins Maul scheißt, weswegen sie aus Frust ihren Job vernachlässigt und nicht die Betten aufschüttelt. Daher schneit es weniger, es gibt eine Klimaerwärmung und heftigere Hurrikans wie Katrina. Das ist die reine Wahrheit. Wenn das nicht die Wahrheit ist, beweisen Sie mir das Gegenteil.

    "Eltern strafen ja auch ihre Kinder – und das hoffentlich aus Liebe. Warum soll Gott nicht auch ein Signal setzen? In der Heiligen Schrift haben wir ganz klar das Prinzip des strafenden Gottes."

    Solch "liebende" Eltern, die meinen ihre Kinder dadurch maßregeln zu müssen, indem sie sie und Außenstehende in ernsthafte Lebensgefahr bringen bzw. sogar wirklich umbringen, gehören in Sicherheitsverwahrung, so wie ihr strafender durchgeknallter Gott in die geschlossene Abteilung der intergalaktischen Klappse gehört. Der kann sich mal ins Knie ficken und soll uns in Ruhe lassen
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#62 AxelBerlinAnonym
#63 alfonsoXII
  • 10.02.2009, 16:51h
  • Antwort auf #54 von Hannibal
  • @Hannibal

    Damit wäre alles gesagt:

    Wer nicht versteht, glaubt und wer glaubt wird seelig. Da bin ich dann mal lieber sowas von schwul und freue mich meines Leben.
    "Ach - wie gut dass jeder weiß, dass ich Rumpelheinzchen stieß."
    ...
    Da Hannibal auf das großartige Buch von Dawkins hingewiesen hat, kann ich noch ein weiteres von ihm empfehlen. >Der entzauberte Regenbogen
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#64 SaschaEhemaliges Profil
  • 10.02.2009, 17:09h
  • Antwort auf #60 von DragonWarrior
  • Wenn hier irgend jemand etwas "verklärt", dann bist du das, und zwar die Gegenwart, deren von deutlichen Rückschritten geprägte Realität du schlichtweg nicht wahrhaben willst oder doch zumindest herunterspielst!

    Der wesentliche Unterschied zwischen uns beiden besteht darin, dass wir gesellschaftlichen Fortschritt offenbar grundlegend anders definieren - und ich messe ihn an dem, was schon immer über die gesellschaftliche Zukunft entschieden hat: die Entwicklung junger Menschen! Und wie wir sehen, ist diese in Sachen effektiver, gefühlter sexueller Freiheit unter männlichen Jugendlichen eindeutig negativ! Das ist eine Tatsache, die sich nicht nur in statistisch eineindeutigen (ja, so heißt das!) empirischen Daten niederschlägt, sondern die auch jeder wahrnimmt, der mit offenen Augen durch die Welt geht und sieht, wie aggressiv gerade junge Männer auf DIE EINE und nur DIE EINE sexuelle Identität getrimmt werden und in welch extremer Form wie sich dies allein in ihrer Sprache schon im Grundschulalter niederschlägt. Das war zu meinen Grundschulzeiten übrigens noch anders!

    Wer angesichts eines solch offensichtlichen Rollbacks noch die angeblichen Fortschritte im Zuge der "eingetragenen Lebenspartnerschaft" oder ähnliche Errungenschaften der Verbandsklüngelei in den letzten Jahren beschwört bzw. sein Hauptaugenmerk weiterhin auf eben letztere richtet, der verschläft die eigentliche Herausforderung!
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#65 seb1983
  • 10.02.2009, 17:30h
  • Antwort auf #64 von Sascha
  • Jetzt muss ich dich mal wieder.
    Dieses "früher war alles besser" kannst du gerne mit deinen Großeltern diskutieren.
    Wann wars denn besser??
    Als Ende der 60er Homosexualität endlich erlaubt wurde??
    Als in den 70er Jahren schwule Kneipen und Discotheken eröffneten?
    Als in den 80ern endlich Beratungsstellen im Zuge der Aidsproblematik aufkamen?
    als in den 90ern der §175 endgültig gestrichen wurde und die Homoehe wenige Jahre später eingeführt wurde??

    Homosexualität ist heute so sichtbar wie noch nie.
    Tatsächlich wird die Abgrenzung stärker, man muss ich erklären, den "schwulen Ausrutscher" wie in den 60ern gibts so nicht mehr. Homosexuaität war damals einfach nicht existent, das lässt auf eine Art mehr Freiheit zu ja. Wer heute einmal Sex mit einem Mann hat ist sofort schwul.

    Wo ich erst aufm Gymi erfahren hab was schwul überhauot heißt sind dagegen heute schon Grundschüler oft im Bilde. Informationen über Homosexualität überall erhältich wenn man sie denn will. Und aus eigener Erfahrung: Aufm Altstadtfest, Oktoberfest oder in irgendnem Club rumknutschen? Interessiert doch keine Sau.
    Der Weg zur vollen Gleichberechtigung ist noch weit, keine Frage. Wir sind jedoch um Welten weiter als vor 20 oder 30 Jahren.
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#66 SaschaEhemaliges Profil
  • 10.02.2009, 18:23h
  • Antwort auf #65 von seb1983
  • Wie lange noch, @seb1983, wenn die Homophobie unter jungen Menschen erwiesenermaßen in den letzten Jahren wieder deutlich zunimmt, wenn junge Männer weniger Freiheit empfinden, sich mit dem gleichen Geschlecht auszuprobieren als vor 15, 20 oder 30 Jahren (und eben diese Freiheit ist die GRUNDVORAUSSETZUNG für jedwede Gleichberechtigung)??? Was ist das für eine Pseudo-Liberalität, die du da bejubelst??? Eine, die in die Sackgasse führen wird!
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#67 stromboliProfil
  • 10.02.2009, 19:12hberlin
  • Antwort auf #65 von seb1983
  • gut beobachtet, falsche schlüsse gezogen:

    die sichtbarkeit der homosexualität ist eine konstruierte weil mediale sichtbarkeit. Das gross der schwulen ist immer ein nur zum teil sichtbarwertendes objekt der hetenneugierde. Wo keine neugierde, da auch weiterhin unsichtbarkeit. Einfach weil wir im mutterkuchen der normalität verschwinden.
    Es gibt eine sichtbarkeit die sich über distanz herstellen lässt: so wie der schwule der vor 70ziger ebenso sichtbar war, man nur nicht darüber sprach! Alle nachbarn wussten, was an der klappe ablief, warum da männer in dauerkreisbewegung die lokalität verliesen, um 5 mintuten später wieder zu erscheinen... an der blase lag es mit sicherheit nicht! Und das wussten auch unsere nachbarn! Auch der verwandenbesuch, der sich seltsamerweise immer nur in herrenbesucher äusserte, verblüffte nur eine eingeschränkte hausmeisterin; ansonsten war die sache klar: man sprach halt nicht drüber! Zumindest nicht vor UNS! Hinter unserem rücken sehr wohl! Eben sichtbar!

    Das war/ist es, was wir großväter Euch enkelkindern zu sagen haben : sichtbarkeit ist das, was ausgesprochen werden wird/kann! Sichbarkeit durch benennen dessen was geschieht! Was ist!Wir haben uns sichtbar gemacht, indem wir über uns redeten, indem wir forderten, indem wir das uns zugewiesene schweigen durchbrochen haben. Und indem wir unser verhalten an die öfffentlichkeit brachten! Auch jene verhalten, wie das tuntig sein, die teil der spekulation von aussen waren!

    Heutige sichtbarkeit funktioniert über funktionsträger wie AIDS hilfen, beratungsstellen, ja auch den lsvd oder lsu! Es ist das gemeinsam erarbeitete sich artikulieren! Zum SICHTBARWERDEN brauchts jemanden der anwesend/präsent ist! Da sind wir eine welt weiter , aber nicht welten! Oder händeln wir nicht immer noch die trennung des beruflichen vom "privaten".. wie @gonzo an anderer stelle meint betonen zu müssen!

    So, jetzt mal zu der von dir prognostizierten sichtbarkeit: Richtig , der grundschüler weiß etwas (!) über homos, aber er weiß etwas aus medien, fernsehen, csd (vieleicht) ; er kennt also was für ihn abstraktes, keinen gegenüber, der homo wäre! Ergo: er weiß null; nur ein paar aufgeschanppte (vor)urteile.
    Was wissen wir über juden? Wenn wir nicht welche kennen, WENIG bis gar nichts! Ausser vieleicht ein paar (yor)urteile!
    Um über etwas im bilde sein zu wollen, muß das bild real werden, greifbar, personalisiert!
    Sich über brochüren informieren, ist ein edler zug, aber kein richtiger weg des kennenlernens!
    Das macht es auch so dramatisch den homophoben kick an den schulen aus: das fehlen des schwulen tischnachbarn!
    Da hilft keine broschüre diesen weg des kennenlernens zu gehen! Aber der weg dahin ist weiterhin größtenteils immer noch blockiert. Die ausnahmen sind an der hand abzulesen und dies wird von den schwulen lehrern in berlin auch bestätigt: das coming out findet weiterhin isoliert vom alltäglichen (schule, freunde,familie) in der schwulen community statt. Trotz aufgebot an hilfestellungen!

    Dabei ist deine andere erkenntnis der hinweis darauf was fehlt: "wer heute einmal Sex mit einem Mann hat ist sofort schwul." Eine vorstellung geboren aus unverdauten "kenntnissen" und ängsten.
    Es fehlt die erfahrung, sich am anderen zu messen! Vergleichende erforschung würd ich das mal nennen!

    Wir bewegen uns auf einer dünnen folie hochglanzpapier und sehen uns mitten in der gesellschaft: wieviel mal am tage, in der woche, im monat oder jahr aber bemühst du dich, einem hetero deine sexualität verständlich zu machen? Ach, du siehst dich bereits als so verstanden, das diese anstrengung nicht mehr von nöten ist... ich trag doch mein schwulsein nicht wie eine laterne vor mir her. Das sagen leute, die sich als emanzipiert vorstellen! Das die vermittlung aber notwendig ist wird mittlerweile immer wenigeren bewusst: wir sind ja angekommen. Einen scheiß sind wir!
    Wieviel mal hingegen wirst du täglich mit der "aufklärung" heterosexueller normen konfrontiert? Lass die finger ruhen, du kämst aus dem zählen nicht mehr raus!

    Wenn wir uns also wahrnehmen, aber gar nicht präsent sind, ausser zu csd und stadtteilfest; wo werden wir dann sichtbar:
    Man könnte antworten : bei 10% anteil an der gesamtbevölkerung genügen 10% anteilsnahme.
    Ergibt sich daraus auch die wahrnehmung? 10% unseres schwulen ich, der rest bleibt verborgen!
    Sorry, da waren wir/ich vor 20/30 jahren aber um welten weiter!
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#68 DragonWarrior
  • 10.02.2009, 19:15h
  • @ sascha

    ich verkläre hier keine gegenwart... sonst würde ich mich entspant zurückziehen können, anstatt weiter daran zu arbeiten, dass es besser wird...

    mach ich aber nicht.

    ich sehe fortschritte in teilbereichen, in anderen sehe ich durchaus rückschritte.

    wenn du glaubst - und eigentlich war es die aufgabe des bezirksregierungszitates, darauf hinzuweisen - dass "damals" eine einnordung auf "die eine" heterosexuelle identität nicht stattgefunden hätte, dann hast du nichts von dem verstanden, was ich geschrieben habe.

    das es zu deinem grundschulalter anders war als zu meinem, durfte - seb hat darauf zurecht verwiesen - auch daran liegen, dass schwule zu meiner schulzeit so weit aus der öffentlichkeit gedrängt wurden, dass sie praktisch garnicht darin vorkamen. damals schaltete sich der bayerische rundfunk aus der ARD aus, um seinen zuschauern "Die Konsequenz" vorzuenthalten... glücklicherweise war ich niedersachse

    damals konnte man sich vermutlich tatsächlich leichter mit klassenkumpels zum wichsen verabreden, weil "schubladen" wie schwul und hetero für uns garnicht existierten... dr. sommer schreibselte permanent von "durchgangsphasen"...

    jetzt existieren diese schubladen, weil wir immer sichtbarer geworden sind. und damit entsteht auch der mechanismus von einordnung in diese schubladen. heute wird tatsächlich eher befürchtet, das man gleich als schwul gilt, wenn man mal probieren möchte, wie es einem gefällt...

    insofern führt größere sichtbarkeit nicht zwangsläufig zu einem leichteren coming-out.

    zumal sich die eine heterosexuelle identität an den rändern mehr und mehr aufzulösen beginnt, was zu weiterer verunsicherung führt - derartige verunsicherung führt oft zum mechanismus der ausgrenzung und die zeigt sich in schärfster form eben auch darin dass die RKK wieder versucht "klare regeln" von gut und schlecht von "Reinheit" und "Sünde" durchzubringen. ich beobachte das hilflose rudern mit immer größerem vergügen, muss ich gestehen, denn je drastischer sie werden, umso abstoßender werden sie auch.

    nicht alles ist eineindeutig, sascha, vieles ist multidimensional.

    da spielt ami-hip-hop-gangsta-kult genauso eine rolle (und deren männerbild ist auch nicht so ganz kompatibel mit der gesellschaftlich gewünschten heteroidentität) und es gibt den konflikt mit patriachalen gesellschaftsnormen und rollenbildern im migrationsbereich, um nur zwei weitere faktoren zu nennen, die die derzeitige situation mitbestimmen...

    ich freue mich, dass du nun bald anfängst, die schwullesbische jugendarbeit voranzubringen.

    davon kann es nicht genug geben. weder im LSVD (jepp, auch wir haben da ansätze, der berliner landesverband ist da z.b. mit den respekt-gaymes recht aktiv) noch in den anderen verbänden, in den unzähligen vor-ort-initiativen.

    es gibt -zig möglichkeiten, sich konstruktiv einzubringen. falls man sich mit keinem anderen einigen kann, kann man auch soloprojekte starten...

    nur: man muss es irgendwann einfach mal tun, anstatt nur zu lamentieren.

    ich bin nicht der LSVD. ich bin einer, der im verband arbeitet, zu einem thema, was ihm am herzen liegt - und da spielen meine erfahrugen aus der aids-arbeit als ausgangsbasis eine wichtige rolle, später die anderen probleme und ungerechtigkeiten, die schwule und lesbische paare betrafen. viele davon lassen sich mittlerweile durch eintragung einer lebenspartnerschaft lösen, an anderen arbeiten wir weiter. (und ich bin immer wieder über die mangelnde sachkenntnis derer erstaunt, die sagen es gäbe nur pflichten und keine rechte... wir sind nicht gleichberechtigt, haben aber weitaus mehr rechte als die meisten denken. ud wir werden irgendwann auch die ehe geöffnet bekommen.)
    zu einigen anderen arbeite ich auch noch. ich spar mir die aufzählung, denn sie gehört nicht in diesen thread...
    die jugendarbeit überlasse ich gerne jüngeren, die näher dran sind an der zielgruppe. daraus den schluss zu ziehen, dass ich die arbeit unwichtig finde, ist verkehrt...

    wenn du die arbeit des LSVD unwichtig findest... nun niemand zwingt dich einzutreten... dann komm in die hufe und mach was anderes...

    ich freu mich über ergebnisse jedweder art
    wirklich mehr als über phrasen, die sich in endlosschleife wiederholen.
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#69 alfonsoXII
  • 10.02.2009, 19:47h
  • Antwort auf #64 von Sascha
  • @Sascha

    Eigentlich sehr schade:- nämlich, was Du hier tust.
    In der Schule würde unter deinem Aufsatz folgendes stehen: Thema verfehlt!!

    Sehr unglücklich, wie Du dein schwules Weltbild definierst. Ich gebe dir in einigen Punkten nicht unrecht, aber so kannst Du das echt nicht bringen. Du schmeißt alles in einen Topf, differenzierst absolut nicht. Die Errungenschaften der Schwulenbewegung in den letzten 30 Jahren sind für dich einfach nicht nachvollziehbar, das ist schlicht und einfach eine Verkennung der Tatsachen.
    Ein Gaisburger Marsch ist sicher nicht jedermanns Sache, aber deiner ist so-ungenießbar.
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#70 DragonWarrior
  • 10.02.2009, 20:09h
  • Antwort auf #67 von stromboli
  • @ stromboli

    du sprichst mir aus der seele...

    einige von uns gibt's ja immer noch...
    nicht selten gelten wir als "berufsschwul" - ein internes schimpfwort, was mich echt sauer werden lässt.
    andere haben irgendwann keinen bock mehr gehabt, sich den arsch aufzureißen und haben privatisiert, sich zurückgezogen...

    was es braucht ist jedes einzelne mutige gesicht, hier im forum, bei gayromeo und co. , aber eben auch im job, im fitnesscenter, beim einkaufen und auf der straße. wenn wir alle uns die freiheit nehmen würden, die uns zusteht, wenn wir alle bereit wären, etwas zu riskieren, wären wir relativ schnell weiter...

    das wären dann auch vorbilder, an denen sich junge schwule orientieren könnten und von denen heterojungs was über wirkliches selbstbewusstsein lernen könnten.

    schaut man sich aber um und überlegt sich mal, wieviel leute sich engagieren - egal wo, zu welchem lesbisch-schwulen-unterthema und wie! - dann wird einem schnell bewusst, dass einige wenige für viele arbeiten und sich riskieren.

    die beste mediale aufmerksamkeit ist einen dreck wert gegen das coming-out im alltag.
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#71 stromboliProfil
  • 10.02.2009, 21:05hberlin
  • Antwort auf #69 von alfonsoXII
  • gut, du bist unglücklich wie sascha sein schwules weltbild definiert.
    Es könnte aber sein das sascha nicht seinen blick auf sich sondern auf das sich ereignende meint, und das wäre ein unterschied!

    Aber du schreibst auch mit einigen punkten saschas übereinzustimmen! Dan sag doch welche deinen beifall finden, dass macht es leichter die strittigen einzugrenzen. So vermeidet man wiederholungen! Vieleicht wird dann bei der analyse klar das sascha von 2 ebenen redet: von dem was erreicht wurde durch einsatz persönlicher betroffenheit, und dem was verspielt wird durch beharren auf angebotsmuster, die eben nicht auf unserem mist gewachsen, sondern uns peu à peu als angestrebtes untergejubelt wird.
    Macht das die sicht auf seine ungeduld, seine wut klarer?
    Sind also die sichten etwas geklärt, bedarf es nur noch dem gemeinsamen willen um aussprache... und schwups, schon kann man mit abweichenden meinungen leben ohne gleich ungenießbares zu wittern...
    Da ist man dann sogar mit köhler vom selben Teller (
    de.wikipedia.org/wiki/Gaisburger_Marsch
    )
  • Antworten » | Direktlink » | zu #69 springen »

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