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Einzelkommentar zu:
Linzer Weihbischof will Schwule "heilen"


#32 stromboliProfil
  • 09.02.2009, 07:31hberlin
  • Antwort auf #30 von AxelBerlin
  • fataler könnte man die regression auf die biologie nicht umschreiben: "wenn nun die natur es so gewollt hat, dass 90% der männer nicht auf männer stehen, ist das eben so hinzunehmen."

    Abgesehen das es so inhaltlich nur auf grund gesellschaftlich gewollter rollenzuweisungen funktioniert, nähmlich der mann einer konditionierung unterworfen ist ( wie ebenso die frau) um in dem gewollten system funktionstüchtig zu sein lässt es fragen offen über die vorhandenen ( verschütteten !) fähigkeiten des mannes am/hin zum eigenen geschlecht.
    Zu sagen: der mann ( zu 90%) steht nicht auf mann bassiert auf einer statistischen zahl; nicht auf der der möglichkeiten, die dem mann trotz gesellschaft, repression und moral zu verfügung stehen.
    Aber, dem eigenen beweis nützlich, nähmlich das wir qua natur eine existenzberechtigung haben, machen wir es uns bequem. Bequem indem wir den biologischen ansatz gegen ein model der sich weiterentwicklung annahmen. Selbst der vatikan wird still wenn die biologie es will. Bis dann die forschung eine medikametierung , ein gen entdeckt das doch umpolt... ja freunde, was dann?
    Entdecken wir dann wieder das feld der psycho-soziologie mit dem vesprechen der wandlung durch annäherung... der geschlechter?
    Ich erinnere mal an das erstaunen das die ergebnisse der kinseyuntersuchungen damals in den 50zigern hervorbrachte: die erkenntnis das fast 50% mit dem eigenen geschlecht experimentierten... Experiment: sind die voraussetzungen für ein experiment günstig , fällt das ergebnis entsprechend aus... !
    Man stelle sich vor: 50 ziger mief und doch 50% experiment. Damit ist nicht die bleibende ausrichtung gemeint , weil die eben den sozial-gesellschaftlichen bedingungen unterworfen. Aber die lust und damit auch das vergnügen am ausprobieren.
    Wenn ich mir die gestörte sicht der heutigen jugendlichen zu sexualität ingesamt und die zur homosexualität im speziellen ansehe, graust mir vor der kommenden generation. Besonders wenn die dann die "verantwortung" im staate tragen wird: da kommt ein rollback miefiger unkultur an moralischen bedenken, wissenschaftsgläubigkeit und bequemen platznehmen in gesellschaftlich zugewiesenen nischen auf uns zu! Und wie meine eltern (eure großeltern) fangen wir wieder an die vorgegebenen "wahrheiten" aus dem reich der forschung nachzukäuen ("das naturgesetze nun mal nicht geändert werden können, wissen wir und nehmen wir für uns auch in anspruch.") wie die ochsen im stall! Menschliche verhaltensformen, sozialale kompetenz als naturgesetz hinstellen... axelBerlin, schwimmst du da immer noch dem konrad lorenz und seinen grauenten hinterher?? Verhaltensforschung nannte sich das unding!
    Überhaupt den begriff naturgesetz im zusammenhang mit gesellschaftlichen entwicklungen ( auch nichtentwicklungen..) zu besetzen ist fatal: so sichteten und ordneten auch die forscher der naziideologie. Da wurden dann auch die nicht änderbaren naturgesetze der menschlichen rassen entdeckt... Biologisch erklärbar was oben und was unten zu sein hat.
    Als gebe es die erkenntnis des sozialen lernens nicht mehr , die zumindest dem biologischen primat NICHT untergeordnet wird.

    Wir sollten mal wieder (!) anfangen, die beschränkungen die uns aufgelegt und von uns sogar noch "kultiviert" werden, nicht nur zu hinterfragen, sondern auch wieder dort hin zu werfen wo es hingehört: auf den müll wissenschaftlicher einbahnstrassen.

    "auch in der sozialistischen gesellschaft war die frau sexualisierter als der mann; lediglich gab es keine bildwerbung" ...
    kanns du das hier mal beweisen?
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