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  • 09. Februar 2009, noch kein Kommentar

Rock-Legende Robert Plant (Led Zeppelin) und Country-Superstar Alison Krauss haben fünf Grammys für die CD "Raising Sand" abgeräumt. Unter anderem für das "Album des Jahres". Queer.de stellt das starke Werk vor.

Von Jan Gebauer

Das gemeinsame Album "Raising Sand" schlug Ende 2007 in der Musikwelt ein wie eine Bombe und wurde mit Kritikerlob nur so überschüttet: Led-Zeppelin-Rocker Robert Plant (59) und Bluegrass- und Country-Musikerin Alison Krauss (36) haben nun bei den 51. Grammy Awards die meisten Preise des Abends abgeräumt! Fünf Auszeichnungen, darunter für das "Album" und die "Single des Jahres" konnten die beiden Ausnahmemusiker mit nach Hause nehmen.

Das Repertoire des Albums – abseits vom klassischen Bluegrass, dafür eher im Rock, Folk und Country verwurzelt – beweist das sichere Gespür aller Beteiligten. Diese Musikrichtung wird auch gerne "Americana" genannt. Die Songs wurden u.a. von Townes Van Zandt, Mel Tillis, Tom Waits, Gene Clarke und den Everly Brothers geschrieben. Während Krauss, bekannt für ihre feinen, fragilen Harmonien, keine Probleme hatte, diese auf Plants Phrasierungen zu eichen, war es Produzent T-Bone Burnett, dem es auf hervorragende Weise gelang, den musikalischen Dialog zwischen den beiden Musikern in Gang zu bringen. Dabei sind es vor allen Dingen die schwermütigen Balladen wie "Killing the Blues", "Through the Morning, Through the Night" oder das grandiose "Trampled Rose" die einem wahre Schauer über den Rücken jagen.

Youtube | Robert Plant und Alison Krauss live bei den Grammys 2009

Bereits Anfang 2008 gab es für für die erste Single der Beiden, "Gone Gone Gone (Done Moved On)", in der Kategorie "Best Pop Collaboration with Vocals" einen Grammy. Für Plant war es der zweite Gewinn in seiner langen, bewegten Karriere, Krauss hatte damit schon Routine. Ganze 21 Grammys standen zu diesem Zeitpunkt bereits daheim in der Vitrine – nun sind es 26! Keine Sängerin hat mehr gewonnen als sie – weder die Carey, noch die Houston, von der Streisand ganz zu schweigen. In Deutschland ist die Sängerin trotzdem mehr ein Geheimtipp, denn mit Bluegrass und Country blieb Krauss bislang zu traditionell für die breite Masse.

Das wird sich wahrscheinlich auch nicht ändern, die Musikerin gilt als kompromisslos. So weigert sie sich seit Jahren zu einer großen Plattenfirma zu wechseln. Lieber hält sie dem Label Rounder Records die Treue – traditionelle Musik (mit modernem Anstrich) und kreative Freiheit inklusive. Und Rounder tut gut daran, Krauss nicht gehen zu lassen, denn "Raising Sand" verkaufte sich eine Millionen Mal, erhielt Platin und platzierte sich auf Platz zwei der US-Charts! In Deutschland waren Plant und Krauss übrigens im Mai 2008 zu Besuch: Ein Konzert in der Düsseldorfer Philipshalle war umgehend ausverkauft!