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In Österreich propagiert ein weiterer Bischof die "Heilung" von Schwulen und Lesben: Elmar Fischer aus Feldkirch unterstützt damit den Linzer Weihbischof Gerhard Maria Wagner.

Im Interview mit Radio Vorarlberg verglich der 72-Jährige am Mittwoch Homosexualität mit psychischen Erkrankungen, die auch geheilt werden könnten: "Es gibt diese Literatur, die das sagt, und warum soll man das nicht auch annehmen. Wir sind froh, wer immer heilbar ist. Alkoholismus ist auch heilbar", so Fischer im Lokalsender des öffentlich-rechtlichen ORF wörtlich. "Also das sind psychische Erkrankungen. Warum muss man die Meinung haben, Homosexualität ist eine alternative Sexualität?". Natürlich seien Schwule und Lesben aber auch in der Kirche willkommen, ebenso wie andere psychisch Kranke, so Fischer.

Damit unterstützt er den gerade erst von Papst Benedikt XVI zum Weihbischof ernannten Gerhard Maria Wagner. Dieser hatte erst vergangene Woche für die Umpolung von Homosexuellen geworben (queer.de berichtete).

Kritik an den Äußerungen Fischers kommt von den Sozialdemokraten: Der Vorarlberger Bundesratsabgeordnete Reinhold Einwallner (SPÖ) erklärte, die Aussagen seien "ungeheuerlich": "Ich weiß, man sollte die Haltung der katholischen Kirche nicht so sehr von Seiten der Politik kommentieren. Was in letzter Zeit allerdings in der katholischen Kirche passiert, kann nicht mehr unkommentiert gelassen werden", so Einwallner. "Die Aussagen von Bischof Elmar Fischer sind jedenfalls in keinster Weise haltbar und schon gar nicht wissenschaftlich belegbar. Sie stellen auch einen Affront gegenüber dem liberalen Flügel in der Kirche dar". Er habe die Befürchtung, dass die katholische Kirche nach der "Affäre Williamson" immer konservativer werde. "Die aktuellen Diskussionen deuten jedenfalls darauf hin", sagte Einwallner abschließend.

Fischer hatte schon 1996 mit seinen Ansichten über Schwule für Aufsehen gesorgt. Damals hatte er in seinem Posten als Generalvikar in einem Schreiben an alle katholischen Pfarrämter der Diözese den Zusammenhang zwischen Homosexualität und Promiskuität betont. Das hätten seine Erfahrungen als Psychotherapeut bestätigt, erklärte er damals. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

15 Kommentare

#1 remixbebAnonym
  • 11.02.2009, 18:55h
  • Zitat: "..aber auch in der Kirche willkommen, ebenso wie andere psychisch Kranke, so Fischer. "

    Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Ich glaube sogar, psychisch Kranke sind da SEEEHR willkommen! Sie machen sogar einen Großteil des Ladens aus
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#2 alexander
  • 11.02.2009, 18:55h
  • der hammel hat erfahrungen als psychotherapeut ?
    alkoholismus ist heilbar ?
    in einem punkt muss ich ihm leider recht geben, viele homosexuelle sind psychisch krank, speziell ältere !
    wer lebenslang gegen diesen gesellschaftlichen und kirchlichen "scheisshaufen" anstinken muss, der kann das kaum ohne schaden zu nehmen überstehen !!!

    aber immerhin hat herr einwallner gerade das echo des schusses noch gehört, denn wenn die "demokratischen" politiker nicht langsam merken, wie diese " kirche " die demokratie unterwandert, ist es zu spät !
    wieso werden eigentlich nur die scientologen überwacht ?????
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#3 Tim_ChrisProfil
  • 11.02.2009, 18:58hBremen
  • Och bitte, nicht noch so eine Pappnase. Was ist los? Werden die irgendwo heimlich gezüchtet, um als Plage über die Erde zu kommen? Kann nicht mal irgendwer ein Pestizid gegen die erfinden? Es nervt langsam.
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#4 SaschaEhemaliges Profil
  • 11.02.2009, 20:54h
  • Jaja, der liebe Herr Einwallen von der "S"PD, ähmm, SPÖ hat schon Recht: Menschen verachtende "Haltungen" bzw. Beleidigungen, Verunglimpfungen und Hassreden der katholischen Kirche (oder von wem auch immer) gehören von Seiten der Politik nicht einfach "kommentiert", sondern gesetzlich geächtet und verboten!
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#5 AxelBerlinAnonym
  • 11.02.2009, 21:03h
  • ja auf dem sog. kath. schlachtfest kann er die psychisch kranken homosexuellen gerne begrüssen. da sitzen schon eine menge heterosexueller verwirrter, einschließlich eines kostümierten dummen august.
    der zutritt zu solch einer kasperlevanstaltung dürfte vermutlich kaum nach sexueller veranlagung gewährt werden; willkommen ist, wer verrückt genug ist und da gibt´s bei den schwulen wenige, die auf solche narredeien abfahren.
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#6 KlabautermannAnonym
  • 11.02.2009, 21:38h
  • Verzeihung, Eminenz, Sie haben einen grossen Knall! Offensichtlich hat sie die letzte Affäre des Vatikans ins tiefste Mittelalter geschossen! Sie sind angekommen und sollten sich untersuchen lassen! Sofort!

    Wer spätestens jetzt nicht aus der katholischen Kirche austritt, ist devot und braucht diesen Krampf!
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#7 gerdAnonym
  • 11.02.2009, 22:16h
  • Das ist einfach unfassbar, was da jetzt nach Wagner auch der Bischof von Voralberg an wissenschaftlichen Humbug und gefährlichen pseudowissenschaftlichen Theorien äußert.

    Er sollte dringend sich mit den heutigen Erkenntnissen der Psychologie und Psychotherapie auseinandersetzen und nicht auf überholte Aussagen aus den 1960er und 1950ern verweisen.

    Die WHO hat bereits 1993 Homosexualität von der Liste der Krankheiten gestrichen und erst vergangenen Sommer hat die deutsche CDU/SPD-Bundesregierung auf eine Grosse Anfrage der Grünen solchen Humbug in den Bereich des pseudowissenschaftlichen Mülls der Vergangenheit verwiesen:

    *
    dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/080/1608022.pdf
    Bundestag:Stellungnahme der Bundesregierung zu Antihomosexuelle Seminare und pseudowissenschaftliche Therapieangebote religiöser Fundamentalisten

    Bischof Fischer aus Feldkirch sollte dringend erfahren, dass wir nicht mehr uns in den 1950er oder 1960er befinden. Genausogut könnte er behaupten, dass es kein Internet gibt, denn das gab es in den 1960er/1950er auch nicht.

    Hier ist endgültig Schluss mit der Toleranz gegenüber katholischen Würdenträgern: wer solche gefährliche Äußerungen als Bischof tätigt, der gehört von der Gesellschaft und Allgemeinheit auch entsprechend abgeurteilt.

    Aber die katholische Kirchenleitung driftet unter Ratzinger bekanntlich sowieso in den verschiedensten Themenfeldern immer mehr nach rechsaußen in der Gesellschaft.
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#8 predigerAnonym
  • 11.02.2009, 22:43h
  • in letzter zeit beschleicht ich manchmal der verdacht, diese ganzen kirchen-nachrichten würde sich irgendwo eine verbitterte alte atheistische tunte ausdenken, die der kirche möglichst fies schaden will.

    aber das ist ja anscheinend alles echt! die bischöfe und der papst machen das alles selbst!
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#9 maartinAnonym
  • 12.02.2009, 08:48h
  • jetzt geht die aufregung wieder los "wie können die nur..." das heißt katholizismus, kinders. das ist teil dieses glaubens.
    und jetzt heult bitte kein braver messdiener irgendwas von "von innen heraus verändern". das einzige gegenmittel für alle noch-katholiken heißt AUSTRETEN. die sache mit dem geld, das versteht man auch auf lateinisch.
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#10 levant326
  • 12.02.2009, 09:45h
  • Ich stimme meinem Vorredner zu. Die ganze Sache ist doch von B16 genau so gewollt.
    Dafür wurde er doch zum Papst gemacht; Kampf gegen die "moderne Beliebigkeit", spricht unabhängigkeit der Gesellschaft, Kultur und Politik von der RKK!

    Die Piusbruderschaft wurde auch nur in die Kirche zurückgeholt um in der Kirche gegen subversive Lieberale vorgehen zu können und einen konservatieveren Rekrutierungspool für zukünftige Priester, Bischöfe und Kardinäle zu haben.

    Das alles entspricht doch genau den Gründen warum gerade Ratzinger zum Papst gewählt wurde. Die RKK will um jeden Preis ihre ehemalige Macht in der Gesellschaft zurück. Ratze ist skrupellos genug um dies auch anzugehen. Zudem ist er intelligent genug um alles unter seiner Kontrolle zu halte.

    Alles ist von langer Hand Geplant!
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