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- 12. Februar 2009 1 Min.
Der Feldkircher Bischof Elmar Fischer hat sich am Donnerstag für seine Aussage entschuldigt, Homosexualität sei eine psychische Krankheit. Priester, die ihre schwulen Gefühle "in den Griff" bekommen wollen, könne er helfen, so Fischer weiter.
Er sei offenbar nicht auf dem letzten wissenschaftlichen Stand gewesen, erklärte er jetzt gegenüber Radio Vorarlberg. Am Mittwoch war Fischer im selben Sender dem designierten Linzer Weihbischof Gerhard Maria Wagner beigesprungen und hatte behauptet, Homosexualität sei wie Alkoholismus heilbar (queer.de berichtete).
"Die Frage nach der Homosexualität scheint viele Menschen verletzt zu haben. Das war überhaupt nicht meine Absicht", so Fischer jetzt. In den nächsten Wochen wolle er sich kundig machen, "was da als Letztes gesagt wurde". Er habe im ersten Interview "überholte Literatur zitiert". Der 72-Jährige wisse auch, dass die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr als Krankheit ansieht.
Auch homosexuelle Priester könnten sich an ihn wenden, wenn sie Hilfe bräuchten. Er könne zwar nicht dulden, dass Geistliche "gefährdet" sind. Wenn jemand diese "Problematik" aber "in den Griff" kriegen wolle, könne er helfen, so der gelernte Psychotherapeut. (dk)














