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Berlin / online: Der Eurovision Song Contest und die Kraft der Utopie


Termin liegt in der Vergangenheit

07.05.2024, 18:30 - 20:30 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Podium der Heinrich-Böll-Stiftung zum Thema "In Vielfalt vereint". Im Anschluss Public Viewing des ersten ESC-Halbfinals. Anmeldung erbeten, Podium auch als Livestream verfolgbar

Aus der Einladung: Der Eurovision Song Contest ist eines der größten medialen Ereignisse in Europa, das Menschen aller Generationen länderübergreifend anspricht, in Echtzeit zusammenbringt und demokratisch beteiligt. 37 Länder treten 2024 wieder an und bringen die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt Europas (und darüber hinaus) auf die Bühne.

So unpolitisch der ESC sich formal gibt, so politisch war er immer schon - von Nicoles "Ein bisschen Frieden" bis zu Nettas "Toy". Auf seiner Bühne werden gesellschaftliche Fragen der Zeit künstlerisch verhandelt, in seinem Voting spiegeln sich politische Präferenzen wider, und über allem stehen zugleich die verbindenden Werte von Teilhabe und Vielfalt.

In einer Zeit, in der die Menschenrechte weltweit in Gefahr sind und die Demokratie auch in Europa angegriffen wird, bleibt der ESC eine schillernde Parallelwelt von gleichen Rechten für alle und europäischem Zusammenhalt, die Europa zugleich den Spiegel vorhält.

Wir nehmen dies zum Anlass für eine Diskussion zur politisch-gesellschaftlichen Wirkungsgeschichte des ESC und seiner Relevanz im Hier und Jetzt:

Bricht der ESC eine Lanze für Vielfalt, Toleranz und Zusammenhalt oder ist er viel mehr ein Wettkampf der Nationen, bei dem der Erfolg eines Songs mehr von politischen Sympathien als von seiner musikalischen Qualität abhängt?
Hilft die Sichtbarkeit queerer Performer*innen, eine größere Akzeptanz für LGBTIQ* in der Welt zu schaffen?
Welche Rolle spielt der ESC für unser Bild von Europa in Zeiten der Kriege, Krisen und der Gefahr zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung?
Und warum schneidet Deutschland (fast) immer so schlecht ab?

Wir laden Sie herzlich ein, mitzudiskutieren, mitzufiebern - und mitzufeiern!

Mit:
Jan Philipp Albrecht, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Veronika Wand-Danielsson, Schwedische Botschafterin
Dr. Irving Wolther, Journalist
Staatsministerin Claudia Roth, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Michael Begasse, Journalist
Aida Hollje, Medienwissenschaftlerin
Sophie Rauscher, Musikerin, Teilnehmerin "Ich will zum ESC"
Moderation: Bastian Hermisson, Bereichsleiter Inland, Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

Schumannstraße 8, 10117 Berlin
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