Die Gerüchte hielten sich bis zuletzt, Russland könnte absagen. Forderungen dazu gab es genügend: Hass-Politiker Witali Milonow forderte wie jedes Jahr eine Nicht-Teilnahme, diesmal aber nicht wegen all der "Homo-Propaganda" beim ESC, sondern wegen der "Reichs-Vision", die ukrainische "Faschisten-Arschlöcher" da angeblich abhielten. Einige weitere Abgeordnete äußerten sich diplomatischer ablehnend. Selbst Eurovision-Urgestein und Klemmtunte Filipp Kirkorow, der den ESC und selbst Conchita Wurst früher im russischen Fernsehen verteidigt hatte, forderte eine Absage, weil die EBU-Jurys politisch gegen Russland seien.
Dann stellte das russische Fernsehen am Tag vor der EBU-Deadline Julia Samoilowa als Vertreterin vor, die beim Älterwerden Infantile Zerebralparese entwickelte (angeblich nach einer Impfung; statt der Schulmedizin helfe ihr Singen gegen das Fortschreiten der Krankheit). Sie wurde in der dritten Staffel des russischen X-Factor Zweite, ein
Cover von Molitva machte viral die Runde. Der Beitrag für Kiew selbst ist einer der schwächsten des Jahrgangs.