06.04.2026 In ihrem Debütroman "Schatten der Pinus" lässt die Lyrikerin Martina Caluori unterschiedlichste Menschen auf einem fast verlassenen Campingplatz irgendwo am Meer aufeinandertreffen – darunter die genderqueere Person Bo.
05.04.2026 "Sommer der schlafenden Hunde" von Laura Dürrschmidt ist ein eindringlicher, außergewöhnlich gut geschriebener Roman über toxische Abhängigkeiten und lesbisches Begehren.
04.04.2026 Eine schwule Beziehung endet nach sechs Jahren überraschend per Kurznachricht: Armin Wühles atemloser neuer Roman "Mala Visión" taucht tief ein in den Schmerz, den ein gebrochenes Herz verursacht.
03.04.2026 Kae Tempests neuer Roman "Ein Leben lang gesucht" öffnet den Leser*innen einen reflektierten Blick auf nichtbinäre und trans Erfahrungen – eine seltene und beeindruckende Leistung in der zeitgenössischen Literatur.
23.03.2026 Vratislav Maňák analysiert in seinem Buch "Mit Wittgenstein in der Schwulensauna" wichtige schwule Orte. Seine Beobachtungen sind präzise, die soziologischen Deutungen scharfsinnig – und der Ton unterhaltsam.
20.03.2026 In seinem elegant erzählten Essay "Come out!" beschäftigt sich der Literaturwissenschaftler Thomas Sparr mit den Auswirkungen der New Yorker Stonewall-Aufstände – kann jedoch über den schwulen Tellerrand kaum hinausschauen.
18.03.2026 In nüchterner Sprache, ohne metaphorische Aufladung oder Psychologie und Moral zeichnet Simon Chevrier in seinem Roman "Foto auf Anfrage" eine queere Gegenwart, in der Sexdates kein Mittel gegen Vereinzelung und Vereinsamung sind.
16.03.2026 Wenn der Geliebte sich mehr für den Bruder interessiert: Der 1981 erschiene Roman "Das gute Benehmen" von Molly Keane zeigt, wie zerstörerisch Höflichkeit sein kann, wenn sie zur Ersatzreligion einer emotional bankrotten Gesellschaft wird.
15.03.2026 Clara Umbachs bewegender Debütroman "Pizza Orlando" erzählt die lesbische Liebesgeschichte von Clara und Nina. Letztere lebt mit der unheilbaren Huntington-Krankheit, die zu einem fortschreitenden Abbau von Nervenzellen im Gehirn führt.
08.03.2026 Heute vor 40 Jahren – am 8. März 1986 – starb der schwule Schriftsteller Hubert Fichte. Im Jahr 2026 wirkt er wie ein Gegenentwurf zur akademischen Abkühlung des Denkens.