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User-Kommentare
Suche nach Kommentaren von Aufrechtgehn

#1 AufrechtgehnProfil
  • 05.11.2020, 20:38hFrankfurt am Main
  • Zu Bushido: "Für mich war schon immer klar, dass ich selbst nicht homophob bin"
  • Antwort auf Kommentar von remixbeb
  • Ich war mal eine Zeitlang mit einem Hetero eng befreundet, der großer Fan von deutschem Hip-Hop war der Bushido als persönliches Vorbild betrachtete. Von dem habe ich auch gelernt, dass solche auf den ersten Blick sehr rohen oder homophoben Sprachbilder, wie sie im Battlerap vorkommen, nicht zwingend wörtlich so gemeint sind, sondern es in erster Linie um die quasi spielerische Abwertung konkurrierender Rapper geht. In dem Bereich interessieren sich halt auch weder Künstler noch Konsumenten für Political Correctness. Und wie überall gibt es sicher auch Fans, die solche Texte für bare Münze nehmen. Aber es sind eben nicht alle.

    Glaube ich nun, dass Bushido schon immer ein Menschenfreund war? Nö. Kaufe ich ihm seine Attitüde als Ally ab? Mh, ich habe nach wie vor meine Zweifel. Natürlich würde ich mir eine klare Distanzierung von seinen früheren Texten wünschen, die werden wir aber von ihm nicht bekommen, denn damit würde er einen Teil seiner früheren Fans quasi verraten.

    Dessen ungeachtet finde ich es einen Fortschritt, dass er sich nun so äußert.
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#2 AufrechtgehnProfil
  • 04.10.2020, 14:08hFrankfurt am Main
  • Zu "'Der Schuh des Manitu' hat unglaublich viele schwule Fans"
  • Den "Schuh des Manitu" fand ich damals sehr, sehr lustig (und mag den Film heute noch). Die "Traumschiff"-Sketche aus der "Bullyparade" fand und finde ich ebenfalls klasse. Bei beiden habe ich genau das empfunden, was Bully und Rick im Interview für sich in Anspruch nehmen: das war liebevoll-augenzwinkernd gemeintes Herumblödeln, kein Draufhauen. Winnitouch war für mich eine durchweg sympathische Figur, auch die Traumschiff-Besatzung haben die drei für mein Empfinden mit sehr viel spürbarer Empathie gespielt. Deswegen durften die das auch, deswegen habe ich mich davon nicht angegriffen gefühlt, sondern abgeholt.

    "Traumschiff Surprise" - der Film - hingegen hat mich enttäuscht. Da ist es für mich gekippt. Das hatte vor allem mit Stefan Raab zu tun, der den wirklich furchtbaren Titelsong beisteuerte: dessen "Humor" war schon immer von krassem Draufhauen geprägt. Der war für mich schon immer der Nelson Muntz der Comedy: der Schulhofschläger, der dir erst eine reinhaut und dich dann öffentlich auslacht, während du auf dem Boden liegst. Und irgendwie zog sich dieser verklemmt-homophobe "Heititei"-Sound aus dem Titelsong atmosphärisch durch den ganzen Film. Im Gegensatz zu den TV-Sketchen fand ich im Film die Darstellung der schwulen Crew eben nicht mehr liebevoll-augenzwinkernd, sondern auf Raab-Niveau. Da hat Bully seine Figuren verraten. Und seine schwulen Fans.
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#3 AufrechtgehnProfil
  • 19.08.2019, 13:59hFrankfurt am Main
  • Zu Zlatko irritiert über Schwulengerüchte
  • "Da hat er [Mitkandidat Tobias Wegener] auf die Nippel gekuckt".

    Dann sind im BB-Zeltlager aber alle schwul. Der Wegener ist ja nun mal als Formfleischschnitzel gecastet, präsentiert sich auch entsprechend und *alle* gucken hin. Und ich weiß schon nicht mehr, wie oft Tobi in der Sendung von verschiedenen heterosexuellen männlichen Mitinsassen mit "Komm her, du geile Sau" oder "Na, du geiler Hengst" angesprochen wurde.

    So oft und so auffällig, wie der Trovato das Thema aufbrachte, vermute ich allerdings eher eine Art Überkompensation, also Homophobie zum Kaschieren der eigenen schwulen Anteile.

    Dafür war es absolutes Fest, wie Jochen Bendel gestern Nacht in der Late Night den Trovato immer wieder herrlich subtil auf die Schippe genommen ("Deutschlands erfolgreichster... ich korrigiere mich: bekanntester Privatdetektiv") und auch seine homophoben Eskapaden angesprochen hat.
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#4 AufrechtgehnProfil
  • 12.08.2019, 12:54hFrankfurt am Main
  • Zu Homophobie bei "Promi Big Brother"
  • Nun ist der homophobe Sprachgebrauch des alten Mannes, ohne ihn damit rechtfertigen wollen, ja noch relativ harmlos im Vergleich zu dem freidrehenden Fünfziger-Jahre-Sexismus, der uns aus anderen Trash-TV-Formaten wie dem Bachelor oder Paradise Island entgegenweht. Und SAT.1 hat die Trovato-Sprüche ja Dank der Gegenrede von Youtube-Chris (der sich in seinem Kanal im Format "Tinder Fails" übrigens auch gerne mal mit Klassifizierungen wie "krank" und "pervers" über diverse Fetische [bei Heteros] lustig macht) und Moderator Jochen Schropp ziemlich gut aufgefangen und eingeordnet. Da haben sie für ein solches generell menschenverachtendes Format sogar recht vorbildlich reagiert, finde ich.
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#5 AufrechtgehnProfil
  • 26.07.2019, 12:56hFrankfurt am Main
  • Zu NBC setzt "Will & Grace" nach der elften Staffel ab
  • Viel getan für die Akzeptanz - ja, schon. Und doch ging es in der Serie letztlich im Kern um zwei (asexuelle) Mann-Frau-Paarungen. Da fällt Toleranz natürlich leicht...

    Dennoch habe ich Will & Grace natürlich geliebt: großartige Sitcom, und für ihre Zeit wegweisend. Aber auch ich habe nach der vierten Staffel aufgehört, zu schauen, weil es dann nur noch albern wurde und man nichts Substanzielles mehr zu erzählen hatte. Immerhin haben sie mir aufgezeigt, wie sehr sich OmU lohnt: ohne die unterirdische deutsche Synchronisation war die Serie mindestens vier mal so lustig!

    Die neuen Staffeln kenne ich leider noch nicht, da warte ich immer noch drauf, dass die mal bei Netflix laufen.
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#6 AufrechtgehnProfil
#7 AufrechtgehnProfil
  • 25.06.2018, 15:05hFrankfurt am Main
  • Zu Sahra Wagenknecht schürt Homophobie
  • Nun immer mal langsam mit den jungen Pferden!

    Inhaltlich hat Frau Wagenknecht mit ihrer Aussage ja vollkommen recht: während es an einigen Stellen Fortschritte gibt, wie die Ehe für alle, nimmt die immer ungleichere Verteilung der Ressourcen massiv zu.

    Ich lese aus dieser Aussage keine Kritik an der Homo-Ehe und auch kein "Ausspielen" gegeneinander. Ich lese nirgends, dass die Linke die erwähnten Errungenschaften wieder abschaffen will, sondern lediglich eine absolut berechtigte Kritik, dass es in Bereichen, die viele Menschen betreffen, nach wie vor extrem ungerecht zugeht, was den gesellschaftlichen Zusammenhang gefährdet.

    Und exakt dieser Umstand kann uns ganz schnell "in den Arsch beißen": die wachsende Unzufriedenheit und das Gefühl des Ausgegrenztseins von immer breiteren Bevölkerungsschichten, die beispielsweise aus der ständigen Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse erwächst, äußert sich ja - leider - in einer immer stärkeren Zustimmung für die rechtsradikalen Parteien wie CSU oder AfD. Und wenn letztere nach der nächsten Wahl erst an der Regierung beteiligt ist (und ohne sie wird es rein rechnerisch nicht mehr gehen), ist die Homo-Ehe ganz schnell wieder Geschichte.

    Deswegen sollte es gerade auch in unserem Interesse sein, für eine gerechtere Politik für Alle einzutreten, sprich: bedingungsloses Grundeinkommen, auskömmlicher Mindestlohn, sanktionsfreies und auskömmliches Hartz IV, Entfristung von Beschäftigungsverhältnissen, gerechte Bildungspolitik, Vermögens- und Transaktionssteuer, etc. pp.

    Es drängt sich schon manchmal der Eindruck auf, die Schwulenverbände verharren im Elfenbeinturm, pflegen ihr Erbe, spielen sich als Hüter der Political Correctness und in Genderfragen auf und nehmen nicht den massiven, bedrohlichen Rechtsruck in der Bevölkerung wahr. Ich bin nicht mit allem einverstanden, was Frau Wagenknecht sagt, aber wenn wir uns nicht mit dem immer stärkeren Auseinanderdriften unserer Gesellschaft und vor allem den Ursachen dafür, nämlich der immer weiter sich öffnenden Schere zwischen Arm und Reich, befassen, fliegt uns das Erbe der Bewegung ganz schnell um die Ohren.
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#8 AufrechtgehnProfil
#9 AufrechtgehnProfil
  • 17.05.2018, 10:36hFrankfurt am Main
  • Zu Pornostar Rafael Alencar: Ich hatte Sex mit Patrick Swayze
  • Antwort auf Kommentar von BEAR
  • Ehrenrührig ist daran nichts. Der Punkt ist nur, dass Patrick Swayze sich nicht mehr zu einer solchen Behauptung verhalten kann, d.h. zugeben, abstreiten oder ignorieren. Im Gegensatz beispielsweise zu Tommy Hilfiger.

    Zudem verletzen solche Post-Mortem-Zwangsoutings das wichtigste Geschäftsprinzip zwischen Escort und Kunde, nämlich das Vertrauen in die Diskretion. Zumal ich ziemlich sicher bin, dass Promis dafür einen erheblichen Aufpreis zahlen.

    Und im Gegensatz zu katholischen Würdenträgern, wo es ein berechtigtes öffentliches Interesse an der Aufdeckung ihrer Doppelmoral gibt, besteht das bei Patrick Swayze nicht. Der hat sich meiner Erinnerung nach sein ganzes Leben lang niemals öffentlich homophob geäußert oder verhalten.

    Daher finde ich das Verhalten dieses Typen vielleicht nicht ehrenrührig, aber schäbig.
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#10 AufrechtgehnProfil