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User-Kommentare
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#1 HonestAbeProfil
  • 06.03.2016, 15:54hBonn
  • Zu Ehe für alle: So lösen sich die "Argumente" der Gegner im Nichts auf
  • Warum nur muss IMMER wenn es um Argumente für die Ehe für ALLE geht die Vielehe pauschal abgewertet und gebasht werden???

    "Nun sind freilich auch gleichberechtigt strukturierte polyamouröse Beziehungen denkbar."

    Danke für die Anerkennung, auch wenn es so ausgedrückt eher herablassend klingt. Viel wichtiger ist euch beiden Herren Autoren natürlich klarzustellen, dass Vielehen in der Mehrzahl aufgrund von Hörensagen "böse" sind. Ich sag euch was: Gleichberechtigte polyamore (!) Beziehungen sind nicht nur "denkbar" sondern werden zu tausenden gelebt. Allein schon, dass ihr das altbackene und möglichst anrüchig klingende Wort "polyamourös" verwendet zeigt, wie wenig ihr euch mit der Thematik auseinander gesetzt habt. Das stimmt mich traurig und wütend.

    "Das Verbot der Vielehe mag einige Menschen aufgrund persönlicher Lebensumstände stärker betreffen als andere."

    Das ist genau das Minderheitenbashing, welches wir immer zu Recht unseren Gegnern aus dem rechten Spektrum vorwerfen. Nur weil plolyamor fühlende und lebende Menschen eine Minderheit sind die als noch kleiner als die eigene empfunden wird, ist diese Gruppe plötzlich unwert dafür, dass man für ihre gleichen Rechte kämpft.

    "Der entscheidende Punkt ist ein anderer: Welche Argumente man auch gegen die Vielehe anführen mag, die Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen berührt diese Argumentationslinien in keiner Weise."

    Diesen Punkt sehe ich durch euren Beitrag in keinster Weise belegt. Er verkommt dadurch zu einer durch euer Eigeninteresse hervorgerufenen Behauptung. Was ist denn jetzt mit der Ehe für ALLE? Nur weil man etwas als quantitative Eigenschaft betituliert wird es dadurch nicht zu einer solchen. Für einen polyamor fühlenden Menschen ist nämlich genau diese scheinbar quantitative Eigenschaft - nämlich mehr als einen anderen Menschen zu lieben - DIE zentrale QUALITATIVE Eigenschaft seiner Beziehungen. Es geht nämlich anders als immer behauptet dem polyamoren Menschen nicht darum möglichst viele gleichzeitig ins Bett zu bekommen (was in der Tat eine quantitative Eigenschaft wäre) sondern darum, mit jedem Menschen mit dem er zusammen ist eine qualitative Liebesbeziehung zu führen.

    Scheinbar aber geht es euch wie leider vielen Vorkämpfern für die Ehe für (fast) alle heutzutage. Ihr führt den Kampf durch Anbiedern an den Monosexismus, wie ihn eine empfundene "Mehrheitsgesellschaft" bevorzugt und sorgt dadurch für Aus- und Abgrenzung von Menschen, die eigentlich liebend gerne mit euch gemeinsam diesen Kampf führen würden. Nur wenn ihr wieder mal derart klar macht, dass nach dem Erreichen eures Wunschzieles der Rest ruhig verdursten kann sehe ich nicht, wie wir uns da solidarisieren könnten.

    Wie tief nun euer Unverständnis tatsächlich sitzt offenbart ihr mit eurem abschließenden Satz: "Den Kern der persönlichen Identität eines jeden Menschen lässt solch ein Verbot jedoch unberührt."
    Falscher könnte einen Aussage in diesem Zusammenhang einfach nicht sein. Wenn ihr behauptet es gehöre zur Identität eines monogam gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen, dass seine Beziehungen offiziell anerkannt werden, wie könnt ihr dann polysexuell empfindenden Menschen dieses Recht einfach so absprechen? Ja, sogar behaupten dies gehöre nicht zur Identität?

    Ich bin erneut sehr enttäuscht und sehr wütend über diesen völlig ignoranten Umgang mit Polysexualität auf dieser Seite. Ich kann nur hoffen, dass sich diese Community als besser als das erweist und erkennt, dass ein Kampf um Gleichberechtigung für ALLE nicht durch willkürliche Abgrenzung aufgrund von Abwertung dessen was man nicht versteht geführt werden kann.

    Fragen wir uns zum Abschluss doch mal folgendes: Was ist das allgemeingültige Argument für jegliche Art von sexueller Beziehung hinsichtlich der Frage, ob diese ethisch akzeptabel ist oder nicht? Ganz einfach: Die Einwilligungsfähigkeit der beteiligten Personen. Damit schließt sich Pädophilie aus und auch der "Harem des Paschas aus dem Morgenland" den viele Rassisten immer noch gerne als Totschlagargument gegen die Vielehe ins Feld führen. Wenn man die Ehe allerdings als das begreift was sie eigentlich sein sollte, nämlich ein Vertrag zwischen erwachsenen Menschen im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte, KANN es kein Argument gegen die Vielehe geben. Also hört bitte endlich damit auf diese weiter zu diskreditieren und abzuwerten, nur weil ihr euch damit kurzfristig Munition für einen Kampf versprecht, den wir eigentlich GEMEINSAM für die Gleichberechtigung aller Menschen führen sollten!

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#2 HonestAbeProfil
  • 18.02.2016, 17:05hBonn
  • Zu Nike kündigt Vertrag mit Manny Pacquiao wegen Homophobie
  • Antwort auf Kommentar von Fredinbkk
  • Es gibt keine offizielle Bibel. Allein bibelserver.com kennt beinahe 50 Übersetzungen und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

    Tatsächlich geht der plötzliche Wechsel von Knaben zu Männern in besagtem Vers auf die King James Bibel von 1611 zurück. Dort heißt es erstmals explizit: "Thou shalt not lie with mankind, as with womankind: it is abomination."

    Frühere Bibelübersetzung ließen dahingegen keinen Zweifel daran, dass von Knaben die Rede war. Etwas anderes können die ursprünglichen Bibelschreiberlinge auch gar nicht gemeint haben, denn es gab zu damaliger Zeit nicht mal ein Wort für das, was wir heutzutage als eine schwule Beziehung unter Erwachsenen bezeichnen würden. Das einzige was bekannt war, war die Päderastie nach griechischem Vorbild. Das griechische Wort hierfür findet sich dann auch folgerichtig in der ersten griechischen Übersetzung des AT.

    Die viel viel später erschienene King James Bibel wurde leider dennoch zur einflussreichsten Bibel im englischsprachigen Raum. Damit wurde die Ansicht, dass selbst einvernehmliches homosexuelles Verhalten unter Erwachsenen zu verdammen sei, über die amerikanische Erweckungsbewegung wieder nach Europa re-importiert und bildet heutzutage einen wesentlichen Glaubenssatz der Evangelikalen. Diese haben ihre eigene Lieblingsübersetzung der Bibel, die NIV, mehrfach verschärft um klar zu machen, dass es in besagtem und anderen Versen nicht wie ursprünglich gemeint darum ging den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in institutionalisierter Form (z. B. Tempelprostitution) zu brandmarken, sondern alle Formen homosexuellen Verhaltens zu verdammen - auch die einvernehmlichen.

    Das ist aber solchen Leuten einfach nicht begreiflich zu machen und die scheren sich auch einen Dreck darum, wenn man versucht es ihnen zu erklären. Sie wollen unbedingt ihren HASS erhalten und über die Welt bringen, denn gemeinsame Feindbilder stärken deren Gemeinschaften.

    So gesehen sind derartige religiöse Vereinigungen sehr urweltliche und primitive Formen des menschlichen Gruppenlebens. Solange es dem eigenen Gruppenzusammenhalt dienlich ist nehmen diese Gruppen die Unterdrückung und Vernichtung anderer Gruppen nur allzu billigend in Kauf.

    Wer glaubt "die Moslems" oder gar die katholische Kirche seien die größte Gefahr für uns, der unterschätzt die evangelikale Bewegung maßlos. Zwar werden von diesen keine Schwulen von Häuserdächern gestürzt, aber was macht das schon für eine Unterschied, wenn schwule Jugendliche dies unter der Herrschaft solcher Schreckensgestalten selbst erledigen?
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#3 HonestAbeProfil
  • 10.02.2016, 17:32hBonn
  • Zu Flüchtlinge: Wallfahrtsdirektor kritisiert Einsatz für "verprügelte Schwule"
  • Grundsätzlich könnte sich "Hochwürden" (aber auch jeder andere) an dieser Stelle die Frage stellen, warum es überhaupt Wirtschaftsflüchtlinge gibt. Warum wird es eigentlich als ein "Naturgesetz" hingenommen, dass es Arm und Reich gibt? Warum meint man es müsse einzelne Menschen geben die sich derart astronomisch bereichern, dass dies nur noch auf Kosten anderer geht?

    Letztendlich haben priviligierte Menschen ihre Priviligiertheit fast immer einer Aneinanderreihung an historischen Zufällen zu verdanken. Macht uns das jetzt zu besseren Menschen, die mehr verdient hätten als andere?

    Woher kommen denn solche Sprüche wie "Es kann halt nicht jeder Reich sein."? Ja bitte, warum denn eigentlich nicht? Warum kann das nicht so sein? Muss es denn diese unfassbare Armut geben, um diesen unfassbaren Reichtum zu erzeugen?

    Derartige Kritik wird von den Priviligierten immer als "naiv" und "weltfremd" abgebügelt, dabei geht es ihnen nur darum ihre Priviligiertheit zu erhalten. Sie verstehen es als ihr "Geburtsrecht", als wäre der Zufall der Geburt in irgendeiner Weise dazu geeignet eine Kategorisierung der Wertigkeit von Menschen zu rechtfertigen.

    In dieser Hinsicht haben wir uns seit Urzeiten nicht weiterentwickelt. Auch der wundervolle Prälat nicht, der seine Autorität als "gottgewollt" ansieht und mit völliger Selbstverständlichkeit davon ausgeht "rein zufällig" mehr Wert zu sein als andere Menschen.

    Man möchte fast meinen, gut dass solche Leute der Meinung sind es gäbe einen Gott, denn dann können sie wenigstens hin und wieder scheinheilig so tun, als würde sie überhaupt noch jemanden oberhalb sich selbst akzeptieren.
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#4 HonestAbeProfil
#5 HonestAbeProfil
  • 02.02.2016, 17:25hBonn
  • Zu Pille zum Schutz vor HIV vor Zulassung in Europa?
  • Antwort auf Kommentar von AndreW
  • "Ich sehe einen gewaltigen Unterschied zwischen einem Fußballspiel und ungeschützten Sex."

    Es geht aber nicht um "ein Fußballspiel" sondern um das Risikoverhalten der Gesamtheit aller Fußballspieler im Verhältnis zum Risikoverhalten einer kleinen Minderheit innerhalb einer sexuellen Minderheit. Ich kann dir garantierten, dass die Folgen des Fußballsports in Summe beträchtlich mehr Kosten verursachen als dies die Einführung von PrEP auf Kosten der Krankenkasse jemals könnte.

    "Eher vergleichbar wäre ungeschützter Sex mit einem Fallschirmsprung ohne Fallschirm."

    Ein Fallschirmsprung ohne Fallschirm endet fast immer tödlich. Wenn ich aber Sex ohne Kondom (wer sagt eigentlich, dass Sex ohne Kondom automatisch "ungeschützt" sein muss?) habe, ist das ausgesprochen safe. Hin und wieder stecken wir uns gegenseitig dabei mit einer Erkältung an, aber das würden wir auch mit Kondom. Liegt daran, dass wir außerhalb unserer festen Beziehung Sex immer nur mit Kondom machen. Hätte einer von uns beiden HIV würde ich mir wünschen, dass er oder ich dann PrEP einnehmen kann, um das HIV-Infektionsrisiko sogar noch unter das zu senken, was Kondome vermögen, denn das ist nun mal eine Tatsache.

    "Die Krankenkasse bewilligt ja auch niemandem Fallschirme, nur weil eine kleine Minderheit vielleicht ohne aus dem Flugzeug springen möchte."

    Das Beispiel verstehe ich nicht, denn wenn eine kleine Minderheit ohne Fallschirm aus dem Flugzeug springen wollte, wäre die Ausgabe der Krankenkasse ja sinnlos. Hier geht es aber um eine kleine Risikogruppe, deren Angehörige eine Pille eher akzeptieren würden als ein Kondom. Es käme also zur Nutzung und daher wäre die Investition sinnvoll. Hast du das vielleicht irgendwie anders gemeint?
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#6 HonestAbeProfil
  • 02.02.2016, 16:40hBonn
  • Zu Pille zum Schutz vor HIV vor Zulassung in Europa?
  • Antwort auf Kommentar von AndreW
  • Nun, einen HIV-Kranken zu therapieren kostet die Krankenkasse deutlich mehr, als eine HIV-Infektion von vorne herein zu verhindern. Und wie gesagt, es wäre sowieso lediglich eine sehr kleine, sehr spezielle Zielgruppe überhaupt von dieser Regelung betroffen.

    "In Kauf genommen" wird von der Gesellschaft übrigens alles Mögliche. Beispielsweise spielen Millionen Menschen in diesem Lande Fußball und gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass sie im Falle einer Verletzung von der Krankenkasse versorgt werden. Dabei ist das Verletzungsrisiko bei Fußball verhältnismäßig hoch. Wo liegt also der Unterschied zu sexuellem Risikoverhalten? Doch wohl nur darin, dass Fußball allgemein akzeptiert ist und Sex - sofern nicht in einer monogamen Beziehung - immer noch als mindestens anrüchig gilt. Daher wird hier mit zweierlei Maß gemessen.

    Und nicht vergessen, es geht nicht um Millionen Betroffene, sondern um eine kleine Minderheit in der Minderheit. Um HIV endlich Herr zu werden, scheint mir die Investition in präventive Mittel die wirklich wirken und vor allem von der Zielgruppe angenommen werden mehr als sinnvoll, ja geradezu alternativlos.
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#7 HonestAbeProfil
  • 02.02.2016, 16:32hBonn
  • Zu Pille zum Schutz vor HIV vor Zulassung in Europa?
  • Antwort auf Kommentar von wefpupjh
  • Kuck mal, da steht doch im Beitrag ganz eindeutig "DAH: Kein Ersatz für Kondome". PrEP sind als Ergänzung für eine ganz spezielle Risikogruppe gedacht und da werden sie wirklich helfen. Und Leute die jetzt schon immer Kondome nehmen werden das bis auf sehr sehr wenige Ausnahmen auch weiterhin tun.
    Keine Sorge! Weder steht das "Öffnen der Fluttore" noch der viel besungene "Untergang des Abendlandes" bevor, sobald PrEP legalisiert wurde. Da gebe ich dir Brief und Siegel drauf.
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#8 HonestAbeProfil
#9 HonestAbeProfil
  • 26.01.2016, 20:47hBonn
  • Zu Auch Nürnberg eröffnet LGBT-Flüchtlingsheim
  • Antwort auf Kommentar von TheDad
  • "Bessere Planung, weniger Überstunden.."

    Leicht gesagt aber schwierig getan, würde ich sagen.

    Die Sache mit der BePo ist mir bekannt und auch dass diese über Landesgrenzen hinaus "vermietet" werden kann. Wie könnte man das wohl lösen? Vielleicht wieder mehr Polizei in den jeweiligen Bundesländern?

    "Viele Häuptlinge, und zu wenige Indianer.. Wie so oft im Öffentlichem Dienst.."

    Ja, das stimmt. Der komplette öffentliche Dienst muss dringend saniert und ineffektive Strukturen reformiert werden.
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#10 HonestAbeProfil
  • 26.01.2016, 20:33hBonn
  • Zu Auch Nürnberg eröffnet LGBT-Flüchtlingsheim
  • Antwort auf Kommentar von TheDad
  • "Aber Überstunden fallen überall an.."

    Relativierungen haben die unbequeme Eigenschaft nie und nimmer zu einer Problemlösung beizutragen.

    "Nöö."

    Deine persönlichen Erfahrungen in allen Ehren, aber geh mal davon aus, dass du nicht der Einzige bist mit Erfahrungen auf diesem Gebiet.

    So oder so spielen persönliche Anekdoten in der Beurteilung dieser Angelegenheit eine allenfalls sehr kleine Rolle.

    "Es gibt keine "absolute Sicherheit".. Wer dann trotzdem immer wieder die Aufstockung von Polizei fordert, macht sich leicht der Forderung nach einem Polizeistaat schuldig.."

    Ich fordere keine "absolute Sicherheit", die es wie du schon sagst gar nicht geben kann. Genauso wenig möchte ich einen Polizeistaat. Ich möchte nur, dass die unterfinanzierte Polizei besser ausgestattet und nicht weiter kaputt gespart wird.

    Ansonsten scheint "Vorurteil" ein Lieblingswort von dir zu sein.
    Ich sags mal so: Ich glaube nicht, dass man Vorurteile bei Homophoben, die ihr ganzes Leben lang so sozialisiert wurden, durch "Prävention" abbauen kann. Oder willst du die Leute alle nochmal in die Schule stecken? Das wird deren Haltung nicht ändern. Ansetzen kann man also nur bei den Jüngeren und selbst die werden dann von den Älteren gerade wieder in die homophobe Richtung sozialisiert. So oder so reicht Prävention alleine leider nicht aus.
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