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"There is no LGB without the T"

Parallel zur Weihnachtsansprache der britischen Königin überbrachte der schwule Turmspringer und Olympia-Gewinner Tom Daley am Samstag die "Alternative Christmas Message" auf Channel 4.

  • 26. Dezember 2021, noch kein Kommentar

In seiner knapp fünfminütigen Videobotschaft saß der 27-Jährige strickend auf einem Stuhl und legte den Fokus auf LGBTI-Sichtbarkeit und Diskriminierung im Sport. Er selbst sei "unglaublich glücklich" über die Unterstützung, die er als schwuler Athlet erhalte, aber dies sei noch lange nicht überall im Sport der Fall. Daley lobte den Mut des australisches Fußballers Josh Cavallo, der sich im Oktober geoutet hatte, fragte aber auch, warum im beliebtesten Sport der Welt mit 65.000 Profispielern nur ein einziger männlicher Spitzenfußballer seine Homosexualität öffentlich macht.

Vor diesem Hintergrund kritisierte Tom Daley die Vergabe von Weltmeisterschaften an queerfeindliche Länder: "2022 findet die WM im zweitgefährlichsten Land für queere Menschen, Katar, statt", sagte der Turmspringer in seiner alternativen Weihnachtsansprache. "Warum erlauben wir Orten, die nicht für alle Fans und alle Spieler sicher sind, unsere prestigeträchtigsten Sportveranstaltungen zu veranstalten?"

Daley machte auch eine klare Ansage gegen Transfeindlichkeit und würdigte die Leistungen von trans Athlet*innen bei den diesjährigen Olympischen Spielen "insbesondere im aktuellen Klima der Angst und Panik um trans Menschen". Der 27-Jährige stellte klar: "There is no LGB without the T."

Die alternative Weihnachtsansprache, eine Tradition von Channel 4 mit jährlich wechselnden Persönlichkeiten, beendete Daley mit einem Aufruf zu Vielfalt und Gleichberechtigung: "Wir können dieses Land zum akzeptierendsten, integrativsten und fortschrittlichsten Land der Erde machen", sagte er. "Was wäre, wenn in Großbritannien jeder alles sein könnte, egal wo er angefangen hat? Was wäre, wenn wir alle am selben Ort anfangen würden. Wäre das nicht etwas, worauf man stolz sein kann?"

In seiner Heimat gilt Tom Daley seit seiner Kindheit als medial viel begleitetes "National Treasure". Als 19-Jähriger outete er sich erst als bisexuell, dann als schwul (queer.de berichtete). Seit 2017 ist er mit dem amerikanischen Drehbuchautor Dustin Lance Black verheiratet (queer.de berichtete), 2018 gaben die beiden die Geburt ihres ersten Kindes bekannt (queer.de berichtete).

Bei den Olympischen Spielen sicherte sich Daley internationale Sympathie, als Aufnahmen seiner Häkel- und Strickkünste im Stadion zu einem viralen Hit wurden (queer.de berichtete). (cw)



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