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Der erste nichtbinäre Charakter im österreichischen Film

Elena Wolffs Langfilm-Debüt "PARA:DIES" wirft einen satirischen Blick auf eine Generation, in der Selbstdarstellungszwang in Selbstausbeutung und -auslöschung übergeht.

  • 08. Januar 2022, noch kein Kommentar

"PARA:DIES" feiert seine Kinopremiere am 17. Januar 2021 beim Filmfestival Max Ophüls Preis und erzählt von einem Film im Film: Die Dokumentarfilmerin Amira (Melanie Sidhu) begletet mit ihrer Kamera die Liebe von Jasmin (Julia Windischbauer) und Lee (Elena Wolff) in der ländlichen Umgebung von Anif bei Salzburg. Die Darstellung beruht auf Gegenseitigkeit. Während Jasmin die Beziehung inszeniert, zeigt sich Lee vor allem selbst.

In den täglich stattfindenden Interviews werden jedoch unausgesprochene Differenzen deutlich: Lee sehnt sich nach Salzburg, während Jasmin ihrer Heimat den Rücken zugekehrt hat. Lees Versuche, Jasmin ein neues Leben schmackhaft zu machen, scheitern.

Bald bahnt sich zwischen Jasmin und Amira in zahlreichen intimen Momenten eine zarte Bindung an. Im Laufe der Zeit dringt durch Amiras Anwesenheit immer mehr Verborgenes an die Oberfläche. Die Spannung erreicht ihren unvermeidlichen Höhepunkt.

Seit 2018 arbeiten Schauspieler*in, Regisseur*in und Comedian Elena Wolff und Schauspielerin, Editorin und Fotografin Julia Windischbauer an Filmen, deren Themen sich u.a. um Selbstfindung, Identität und Selbstverständnis sowie Schönheit, Beziehung und Trauer drehen. Als erster nichtbinärer Charakter in der österreichischen Filmlandschaft stellt Lee in "PARA:DIES" Geschlechterstereotype, vergeschlechtliche Wahrnehmungsmuster und toxische Männlichkeit in Frage. Der Film beleuchtet die Dynamik zwischen "narcissist" und "narcissist enabler" und befasst sich mit queerer und lesbischer Selbstfindung und -akzeptanz. Die vielen improvisierten Szenen schaffen Raum für die kreative Selbstständigkeit der Darstellenden und erlauben eine Unmittelbarkeit typisch für Dokumentarfilm.

Zu sehen ist "PARA:DIES" am 17. Januar 2021 um 20.30 Uhr in allen teilnehmenden Saarbrücker Kinos des Filmfestivals Max Ophüls Preis. Parallel wird der Spielfilm auch online zu sehen sein. Der Ticket-Vorverkauf beginnt am Montag, den 10. Januar. Mehr Infos gibt es hier.

Das Filmfestival Max Ophüls Preis ist das wichtigste Nachwuchsfilmfestival im deutschsprachigen Raum. Zu den weiteren queeren Filmen der 43. Ausgabe, die am 16. Januar startet, gehören u.a. die beiden Dramen "Moneyboys" und "Störenfrieda". (cw)



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