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Die Transition als subversiver Akt

Die italienische Doku "Into My Name" gibt vier jungen trans Menschen Raum, ihren persönlichen Weg zur eigenen Identität zu erzählen - Uraufführung ist am 12. Februar 2022 auf der Berlinale.

  • 08. Februar 2022, kein Kommentar

In dem anderthalbstündigen Film von Nicolò Bassetti (Originaltitel: Nel mio nome) erzählen die Freunde Nic, Leo, Andrea und Raff die Geschichten ihrer Transitionen. Sie blicken auf ihre Kindheit und Jugend zurück, teilen persönliche Erinnerungen und Erfahrungen. Alle vier wurden als Mädchen sozialisiert, auch wenn sie nicht immer den gesellschaftlichen Normen von Weiblichkeit entsprachen.

Jede ihrer Genderbiografien ist anders, dennoch lassen sich Parallelen erkennen. Das hilft, einander zu verstehen und sich nicht allein zu fühlen. Gespräche mit den Partner*innen, Pronomenwahl, Hormontherapie, OP-Entscheidungen und Behördengänge – die Prozesse sind vielfältig und langwierig. Unmittelbar und einfühlsam werden die gesellschaftlichen Hürden gezeigt, die für die sozialen, körperlichen und rechtlichen Änderungen überwunden werden müssen.

"In der streng binären Welt, in der wir leben, ist der Entschluss, die eigene Geschlechtsidentität selbst zu bestimmen, ein subversiver Akt", heißt es in der Ankündigung der Berliner Filmfestspiele. Die Welturaufführung von "Into My Name" findet am Samstag, den 12. Februar 2022 um 12.30 Uhr im Zoo Palast statt. Alle Kinotermine gibt es auf der Homepage der Berlinale. Der Film ist auch für einen Teddy Award nominiert.

Weitere queere Premieren bei den Berliner Filmfestspielen sind u.a. die Doku "Nelly & Nadine" von Magnus Gertten über eine heimliche lesbische Liebe, die im Konzentrationslager Ravensbrück begann, sowie der Spielfilm "Sublime" des argentinischen Regisseurs Mariano Biasin über den 16-jährigen Manu, der von Zärtlichkeiten mit seinem besten Freund Felipe träumt. Auch die neue Sky-Serie "The Rising" wird auf der Berlinale erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. (cw/pm)


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