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Wenn alles nichts hilft – einfach tanzen!

In ihrer neuen Single "an all diesen tagen" gibt die queere Newcomerin Wilhemine einen sehr persönlichen Tipp, wie man Probleme in einer Beziehung lösen kann.

  • 09. April 2022, kein Kommentar

Wilhelmine ist wahnsinnig gut darin, zwischenmenschliche Momente und Schwingungen einzufangen – Momente und Schwingungen, die so intim sind, dass man sich fühlt, als flüstere sie einem die Worte gerade persönlich ins Ohr. Zugleich jedoch besitzen sie eine allgemeingültige Wahrhaftigkeit, die man auf sein eigenes Leben beziehen kann. So auch in "an all diesen tagen", nach dem Anfang 2022 veröffentlichten "besonders" der zweite Vorbote des kommenden Albums. "Ich liebe den Morgen / Jeden Morgen mit dir / Du wirst immer schöner, ich küss dir die Sorgen einfach weg von der Stirn und / Ich werd mit dir größer", singt sie an die Adresse ihrer Partnerin und will ihr damit Mut machen "an all diesen Tagen / An denen du zweifelst, wenn alles in dir / wieder irgendwie einbricht".

Dass auch Wilhelmine sich mit solchen Tagen auskennt, weiß man aus ihren zutiefst persönlichen Songs wie "Du" und "Feuervogel". Doch sie findet Wege heraus, erspäht das Licht am Ende des Tunnels – und wenn alles nichts hilft: vielleicht hilft Tanzen. "Lass uns tanzen wie noch nie / So als ob uns niemand sieht / An all diesen Tagen, an denen du zweifelst, wirst du mich nicht verlieren / Ich tanz hier an deiner Seite", singt Wilhelmine, und das geht mit der ausgelassenen Disco-Funk-Produktion sehr gut, die eingerahmt wird von einer schwebenden Melodie zu Beginn und einem betörend schönen Piano-Outro.

"Das Lied beschreibt für mich die Situation, wenn man sich so gut kennt, dass beide genau wissen, wo sie gerade stehen und wie sie sich fühlen. Das blinde Verständnis füreinander", kommentiert Wilhelmine. "In meinem Fall war das Zugeständnis, dass Bewegung hilft, Tanzen hilft, Probleme, schwierige Situationen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Vor allem alles unter dem eigenen Deckmantel, 'so als ob uns niemand sieht'. Das ist für mich hier der Vertrauenspart. Der, bei dem wir alles ausblenden dürfen und komplett vertrauen."

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