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Streitende Lesben vs. Gelbwesten

Ab 21. April im Kino: In ihrem neuen Spielfilm "In den besten Händen" greift die französische Regisseurin Catherine Corsini brandaktuelle Themen wie den Pflegenotstand und die Spaltung der Gesellschaft auf.

  • 11. April 2022, kein Kommentar

Comiczeichnerin Raphaela (Valeria Bruni-Tedeschi) und Verlegerin Julie (Marina Foïs) sind seit zehn Jahren ein Paar, doch nun scheint ihre Beziehung am Ende zu sein. Bei einem ihrer aufreibenden Streits stürzt Raphaela, bricht sich den Arm und die beiden landen unversehens in einer Pariser Notaufnahme.

Draußen toben heftige Proteste der sogenannten Gelbwesten, das Krankenhaus füllt sich mit verletzten Demonstrierenden, das Personal ist am Ende mit den Nerven und die Lage droht zu eskalieren. Als der wütende LKW-Fahrer Yann (Pio Marmaï) zu Raphaela ins Zimmer verlegt wird, knallen Vorurteile und Klassen-Ressentiments aufeinander. Doch im Laufe der ereignisreichen Nacht werden sich auch viele Gemeinsamkeiten finden.

"In den besten Händen" ist so bitter wie komisch, so energiegeladen wie berührend – und liefert mit zwei brillanten Hauptdarstellerinnen eine emotionale Achterbahnfahrt, die die Zuschauenden atemlos zurücklässt. Der neue Film von Catherine Corsini ("La Belle Saison – Eine Sommerliebe") feierte 2021 auf den Filmfestspielen von Cannes seine umjubelte Weltpremiere und wurde mit der Queer Palm ausgezeichnet.

Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)


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