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Queere Geschichtsstunde mit den Bollenmädels
Die neue Doku "Tunten zwecklos – ein Dokument schwuler Geschichte, Solidarität und Selbstbewusstseins" gehört zu den spannendsten Filmen des Jahres – hier ist der starke Trailer!
- 15. April 2022,
Seit Ende der Achtzigerjahre fummelt sich eine Gruppe schwuler Freunde in Hamburg zum CSD und anderen Events als Schwarzwaldmädel auf. Die Bollenmädels, wie sich die neun Männer nennen, entkamen während der Aids-Krise der homophoben Provinz und lernten sich in der Hansestadt kennen. Mit ihrem besonderen Charme, mit viel Mut und Engagement haben sie die schwule Szene sichtbar mitgeprägt.
"Wir begleiten die Mädels seit 2018 bei ihren solidarischen, aber auch provokanten politischen Aktionen und im Alltag", erklärten die beiden Filmemacher*innen Jutta Riedel und Mirek Balonis von TRAWA Film Köln zu ihrem Projekt. So waren sie etwa dabei, als das Brüsseler Wahrzeichen Manneken Pis im Sommer 2018 von den Bollenmädels ein (selbstgenähtes) Kostüm bekam.
Die Interviewthemen erstrecken sich von der Kindheit über Coming-out, Sexualität und Aids-Krise bis zu Pflege und Tod der Eltern und vorläufige Resümees einzelner Lebensläufe. Über die unterschiedlichen Archiv-Medien und Animationsteile wird der Film auch zum Generationenporträt und bildet einen Ausschnitt der Schwulenbewegung in Deutschland ab.
Und natürlich geht es im Film auch um die Reaktionen auf die Bollenmädels in Gesellschaft und Community. "Tunte als Schimpfwort: schwule Sau, die blöde Tunte, tuntiger Gang, tuntige Körperhaltung, das gebrochene Handgelenk. Laute Schwule, bunt gekleidet, schrill, können die die Schwulen präsentieren?", fragt Volker im Film.
Die Doku "Tunten zwecklos" feierte im vergangenen Oktober beim Hamburg International Queer Film Festival Premiere. Am 1. Mai 2022 ist sie beim queerem Filmfestival Pink Apple in Zürich sowie am 22. Mai bei der Schwulen Filmwoche Freiburg zu sehen. Anfragen zu weiteren Screenings sind ausdrücklich erwünscht. (cw)












Oder diese Frau, die mit einem Holzkreuz gegen Eheöffnung und Adoption protestiert. Tja, hat wohl nichts gebracht - ist trotzdem gekommen. Gut, dass mittlerweile nicht mal mehr die Hälfte der Deutschen Mitglied einer Kirche ist.