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CSD-Saison: SodaStream träumt von offener Welt
Die israelische Sprudelfirma zeigt eine Welt, in der es Homo- und Transphobie nie gegeben hat.
- 24. Juni 2019,
Normalerweise will SodaStream, die führende Marke für Trinkwassensprudler, in seiner Werbung zeigen, wie stressig das Schleppen von Sprudelkästen ist und wie leicht man Sodawasser in der eigenen Küche aufsprudeln kann. In einem neuen internationalen Spot geht die israelische Pepsi-Tochter einen anderen Weg: Das zur CSD-Saison veröffentlichte Video "Imagine a World Where We Never Had To Hide" (Stell dir eine Welt vor, in der wir uns nie verstecken mussten) zeigt Porträts aus den vergangenen Zeiten – und zwar so, wie sie gewesen wären, hätte es Homo- und Transphobie nie gegeben. Ob kernige Minenarbeiter aus dem Jahr 1912, ein glückliches und offen lebendes Lesbenpaar aus den Fünfzigern oder eine transsexuelle Braut aus den Sechzigerjahren, die neben ihrer stolzen Mutter steht. Die Message ist einfach: "Liebe ist Liebe".
Die trans Braut in dem Video ist Lila Blilat, die auch das diesjährige Gesicht des CSDs in Tel Aviv war. Sie stammt aus der israelischen Beduinen-Stadt Rahat, in der eine Fabrik von SodaStream steht.
"Bei SodaStream setzen wir uns für Menschen ein – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, von ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Identität", erläuterte Sodastream-Sprecher Matti Yahav die Kampagne. Das Unternehmen sei bekannt dafür, wichtige Botschaften in der Werbung in einer unbeschwerten Art zu vermitteln. "Diesmal wollten wir ein weiteres wichtiges Thema mit einer sanften und emotionalen Kampagne ansprechen, mit der sich jeder identifizieren kann und sollte."
Der Werbefilm wurde von der in Tel Aviv und New York ansässigen Kreativagentur Allenby entwickelt. Das Video soll weltweit zum Einsatz kommen, insbesondere in sozialen Medien. (cw)
















