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Sharaktah präsentiert Hymne für Außenseiter

Newcomer Sharaktah hat seine neue Single "Outsider" veröffentlicht - eine Hymne mit clever gerappten Lyrics und einem Sound aus dominierenden Gitarren für all diejenigen, die es kennen, nicht dazuzugehören.

  • 12. Juni 2022, kein Kommentar

Wenn er durch die engen Gänge seiner Schule läuft, dann geht ein Raunen durch die Menge. Die Sportler, die sonst lässig an der Wand stehen und ihre Muskeln spielen lassen, werfen hasserfüllte Blicke auf seine lackierten Nägel, auf seine gefärbten Haare. Die schönen Mädchen, deren Kichern und Tratschen sonst durch die Schultoiletten hallt, verstummen angewidert: Wieso kann der sich nicht einfach anpassen?

Doch Sharaktah grinst. Ihre Wut, ihre Verachtung ist für ihn ein Orden, lässt ihn den Rücken durchstrecken, macht ihn unendlich stolz. Denn wenn dieser hasserfüllte, oberflächliche Haufen die Mehrheit ist, dann ist das Wort, das sie ihm angeekelt zu zischen, ein großes Lob: "Außenseiter!"

Sharaktahs neue Single "Outsider" erzählt eine Geschichte, die sich überall auf der Welt wiederholt, mal als Heldenepos, mal als Tragödie. Er berichtet von der Last, nicht dazu zu gehören, aber eben auch von der Kraft, die man aus dieser Ablehnung ziehen kann.

Färb mir die Haare schwarz, mal mir die Nägel weiß
Ich hör sie leise tuscheln, zieh ich an ihnen vorbei
Freunde wurden zum Feind!

In dem 25-jährigen Wahl-Hamburger hallt der Schmerz dieser Erfahrungen nach, und Sharaktah weiß auch, dass Außenseitertum nicht nur Empowerment ist, sondern auch verdammt viel Kraft kostet:

Schließ mich zuhause ein
Die Welt kann grausam sein
Zieh mir die Decke übern Kopf, um alles rauszuschreien!

Der Sound von "Outsider" vereint die Musik der Ausgestoßenen, verzerrte Grungeriffs treffen auf die wütende Ästhetik von Rap und verschmelzen zu einer kraftvollen Hymne über das Alleinsein und den trotzigen Stolz, der sich daraus entwickelt. Und ganz am Ende bemerkt Sharaktah, dass er in seinem Kampf viele Verbündete findet, die ihn bei diesem Weg begleiten und sich gegenseitig Kraft und Trost spenden:

Ich sprech für jeden jetzt, der dieses Leben kennt
Sie wollen uns stolpern sehen, doch wir haben zu stehen gelernt!


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