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Queerer Kultfilm von 1984 zurück im Kino

Am 2. Juli zeigen das Filmhaus Köln und der Homochrom e.V. die genial-schrille Komödie "Im Himmel ist die Hölle los" mit Dirk Bach auf der großen Leinwand - im Anschluss gibt es einen hochkarätig besetzten Talk.

  • 28. Juni 2022, kein Kommentar

Was wären die 1980er und 1990er Jahre ohne Kölner Kult-Stars wie Dirk Bach, Ralph Morgenstern, Samy Orfgen oder Dada Stievermann? Sie gingen bei Wally Bockmayer in die "Lehre", feierten durch ihre Auftritte in seinen Film- und Theaterproduktionen erste Erfolge und erlangten später bundesweite Bekanntheit. Etwa in der musikalischen Mediensatire "Im Himmel ist die Hölle los" aus dem Jahr 194 (Regie: Helmer von Lützelburg) über die "heile Welt" des Unterhaltungsfernsehens.

Der Film spielt in Käseburg. Die deutsche Kleinstadt steht Kopf: Willi Wunder (Dirk Bach), beliebtester Showmaster der Nation, ist mit seinem gesamten Team für eine Live-Show im Hotel "Himmel" abgestiegen. Willis größter Fan, Mimi Schrillmann (Billie Zöckler) – ein kleines, dickes, pubertierendes Gör -, fiebert dem Auftritt des Stars ganz besonders entgegen. Da geschieht das Unfassbare: Willi Wunders allseits beliebte Assistentin Beate (Dada Stievermann) stürzt unter mysteriösen Umständen vom Dach des Hotels. Fieberhaft wird nun nach einer neuen Assistentin gesucht. Ein Mädel aus Käseburg muss einspringen!

Als weitsichtige, witzige und schrille Persiflage auf das noch junge Privatfernsehen zählt die Komödie mit zu den besten und eigenwilligsten der 1980er Jahre. Sie ist zugleich ein Zeugnis der großen Kreativität, die der Kölner queeren Community dieser Zeit entsprang.

"Im Himmel ist die Hölle los" läuft im Rahmen der Kölner Kino Nächte 2022 und des ColognePride einmalig am Samstag, den 2. Juli 2022 um 18 Uhr im Filmhaus Köln (Maybachstr. 111, Einzelticket: 8 € / erm. 7 €, Reservierung: 0221-33 77 05 15). Anschließend disktutieren Ralph Morgenstern, Samy Orfgen und Dada Stievermann über den Film und die 80er Jahre. (cw/pm)


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